Volvo Ocean Race: Chinese Wolf durchs Cockpit gespült – brutale Bedingungen

Life at the extreme

Die Volvo Ocean Race Flotte erlebt zurzeit die härtesten Bedingungen überhaupt. Sie muss gegen bis zu 30 Knoten Wind und extremen Wellengang ankreuzen. Dongfeng zeigt, wie Wolf hart getroffen wird.

Die Helme mit den Visieren werden wieder gebraucht. © Amory Ross / Team Alvimedica / Volvo Ocean Race

Die Helme mit den Visieren werden wieder gebraucht. © Amory Ross / Team Alvimedica / Volvo Ocean Race

Die Welle steigt am Vorschiff hoch reicht fast bis zur Saling und ergießt sich mit voller Wucht ins Cockpit. Die Kamera auf dem Achterschiff wird voll erwischt. Und genauso geht es dem Chinesen Wolf, der zu der Zeit am Grinder steht.

Er kann sich nicht mehr auf den Füßen halten und wird durch das Cockpit geschleudert. Hart schlägt er mit dem Kopf auf. Der Sturz wird vom Seitendeck gebremst. Gott sei Dank. Er hätte auch über Bord gehen können. Angeleint ist er nicht.

Der Kollege stürzt zur verwaisten Kurbel, bloß das Segel nicht ungetrimmt lassen. Die Prioritäten sind klar bestimmt auf den Volvo Racern. Der Mitsegler zuckt ja noch. Kann so schlimm nicht gewesen sein.

Höhe knüppeln für die Nordspitze der Philippinen. Dongfeng liegt wieder vorne

Höhe knüppeln für die Nordspitze der Philippinen. Dongfeng liegt wieder vorne

Es ist eine kurze Sequenz aus dem aktuell ziemlich harten Leben der Profisegler. Sie müssen maximale Höhe quetschen, um an den Philippinen vorbei zu kommen. Brutaler geht es nicht in den ersten drei Tagen auf See.

China wieder vorne

Aber schon wieder sind die Chinesen vorne. Beeindruckend, wie sie auch bei diesen Bedingungen den Weg vorgeben. Dabei ist Navigator Pascale Bidegorry gar nicht an Bord. Gleich vier Segler wurden ausgetauscht. Als Teil eines offenbar ausgeklügelten Erholungsplans. Es wird sich zeigen, ob Erwan Israel die großen Schuhe seines Vorgängers ausfüllen kann.

Die große Frage stellt sich in Kürze. Ist besser an der Landspitze gen Norden nach Taiwan zu wenden, oder verspricht der direkte Kurs mehr?

“Wir sind immer noch seekrank”, schreibt Mapfre Medienmann Vignale. Es bleib keine Zeit, sich an die harten Bedingungen zu gewöhnen. Und Dongfengs Greenfield schreibt: “So, du Chinesische See. Was ist los? Ich komme ja damit klar, dass du die Hälfte von uns krank machst und unser J1 Vorsegel zerreißt. Und mache auch ruhig das Bett kaputt. Aber du hast eine Linie überschritten, als du meinen Druck-Kocher zerstört hast. Hast du jemals versucht, ohne das Teil in der Mitte einer wütenden Chinesischen See einen Cupcake zu backen? Bestimmt nicht. Aber du siehst auch nicht gerade aus wie ein Cupcake Typ. Also sag jetzt deinen Wellen, damit aufzuhören. Wir sind ja bald weg.”

Brunel beim Kampf gegen die Wellen © Stefan Coppers/Team Brunel/Volvo Ocean Race

Brunel beim Kampf gegen die Wellen © Stefan Coppers/Team Brunel/Volvo Ocean Race

Der Schlauch ist auf Alvimedica gerichtet© Amory Ross / Team Alvimedica / Volvo Ocean Race

Der Schlauch ist auf Alvimedica gerichtet© Amory Ross / Team Alvimedica / Volvo Ocean Race

Wegducken. Der näcshter Einschlag kommt bestimmt. © Matt Knighton/Abu Dhabi Ocean Racing/Volvo Ocean Race

Wegducken. Der näcshter Einschlag kommt bestimmt. © Matt Knighton/Abu Dhabi Ocean Racing/Volvo Ocean Race

Brutaler Amwindkurs bei Alvimedica, die in einer guten Ausgangsposition für Rang zwie liegen. © Amory Ross / Team Alvimedica / Volvo Ocean Race

Brutaler Amwindkurs bei Alvimedica, die in einer guten Ausgangsposition für Rang zwie liegen. © Amory Ross / Team Alvimedica / Volvo Ocean Race

 

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Carsten Kemmling

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