Volvo Ocean Race: Dongfeng nach Ausbruch wieder eingeholt – Feld liegt eng zusammen

"Bloß nicht der Vestas Move"

Dongfeng erwischt fast eines der vielen Fischernetze:

Dongfeng hat bei der dritten Etappe des Volvo Ocean Races zum Heimathafen in China das Kommando übernommen. Aber die sechs  Yachten liegen nur sieben Meilen auseinander.

Nach dem starken Start konnte  Abu Dhabi den Vorsprung nicht in einen entscheidenden Vorsprung umwandeln. Dongfeng und Brunel, die punktgleichen Konkurrenten im Kampf um den Gesamtsieg segeln gleichauf und lassen Mapfre, Alvimedica und SCA immer deutlicher im Kielwasser. Das gleiche Bild wie auf der dritten Etappe.

Volvo Ocean Race

Mapfre verfolgt das SCA Team. © Francisco Vignale/MAPFRE/Volvo Ocean Race

Aber dann wandelt sich das Bild. In der Meerenge von Hormus schiebt sich das Feld erneut zusammen und auch die schon abgehängten Frauen rauschen wieder heran. Alle sechs Teams liefern sich unter der iranischen Küste Halsen-Duelle in Sichtweite und Etappensieger Brunel rutscht teilweise auf den letzten Platz zurück.

Dann gelingt Donfeng ein entscheidender Vorstoß durch die Flautenlöcher. Mit einer Privatboe legt Charles Caudrelier maximal elf Meilen zwischen sich und den nächsten Verfolger. Vier Stunden später ist der Ausreißer nahezu schon wieder eingeholt. Der Vorsprung auf Rang sechs beträgt nur noch sieben Meilen.

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Überholmanöver von Mapfre. © Corinna Halloran/Team SCA/Volvo Ocean Race

Der französische Skipper sagt über die Anfangsphase: “Es ist nach dieser Weihnachtspause hart, wieder in den Kampf zurückzufinden. Aber diese erste Nacht hat schon wieder gezeigt, wie eng es wird. Am Morgen war Brunel nur fünf Meter von uns entfernt. Wir grüßten uns freundlich und macht ein paar Späße. Sie sind wieder direkt neben uns. Schon wieder!

Mapfre Reporter Vignale erklärt: “Das Segeln auf diese äußerst intensive Art ist sehr spannend. Während der ersten 36 Stunden segelten wir Bord an Bord mit den anderen. Die Strategie spielt eine große Rolle zwischen den Leichtwindbereichen, Verbot-Zonen, Wenden, Halsen, Tankern, Inseln, Steinen und den fünf anderen Booten. Man hat nicht einmal die Zeit, zum Essen unter Deck zu gehen.”

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Bouwe Bekking entscheidet sich für eine Abkürzung durch eine enge Felsen-Passage. © Stefan Coppers/Team Brunel/Volvo Ocean Race

Eng wurde es für Brunel bei der Küstenpassage. “Bloß nicht den Vestas Move” machen, heißt es auf dem holländischen Boot. Aber Bekking entscheidet sich dennoch, die Abkürzung durch eine schmale Felsenpassage zu nehmen und fünf Meilen zu sparen. Abu Dhabi segelt außen herum.

Das Risiko zahlt sich nicht aus. Strömung gegen an und schwacher Wind lassen Brunel zurückfallen. Aber das ist schon wieder längst vergessen. Das Feld liegt wieder eng beisammen und wartet auf die entscheidende Möglichkeit, den Absprung zu schaffen.

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Alvimedica knapp hinter Brunel beim Sonnenuntergang. © Stefan Coppers/Team Brunel/Volvo Ocean Race

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Alvimedica im weikampf mit Brunel. © Amory Ross/Team Alvimedica/Volvo Ocean Race

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Akrobatische Reparatur eines Risses im A3 Vorsegel bei Alvimedica. © Amory Ross/Team Alvimedica/Volvo Ocean Race

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Carsten Kemmling

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