Volvo Ocean Race Sanya: Telefonica gewinnt Inport-Race, Taifun verzögert Etappenstart

Spanier wieder vorne

Der vierte Inport-Race beim Volvo Ocean Race hat einen altbekannten Sieger hervorgebracht. Telefonica konnte das Rennen vor Puma und Abu Dhabi gewinnen und damit drei weitere Punkte auf die insgesamt zweitplatzierte Camper gutmachen, die vierte wurde.

Puma greift Telefonica beim Inport Race in Sanya an. Aber es reicht nicht zum Überholen. © PAUL TODD/Volvo Ocean Race

Die Kiwis lagen zwischenzeitlich auf dem letzten Platz und überholten Sanya und Groupama erst kurz vor dem Ziel. Damit haben sie erneute deutlich gemacht, dass sie den Spaniern zurzeit nicht viel entgegenzusetzen haben.

Vor dem Start der vierten Etappe in den Heimathafen Auckland stehen sie schwer unter Druck. In der Heimat macht Team New Zealand Boss Grant Dalton unmissverständlich klar, dass ihn die bisherigen taktischen Fehler beunruhigen. Er schickte die Team Coaches Rod Davis und Joe Allen nach China, um Fehlerquellen zu beseitigen.

Start zum Inport-Race. Sanya startet mit Wind von Backbord hinter dem Feld, Telefonica mit Kontrolle in Luv. © PAUL TODD/Volvo Ocean Race

Dabei gibt es offenbar unterschiedliche Meinungen über die Leistungsfähigkeit des Bootes. Puma Skipper Ken Read behauptet in einem Interview mit der Publikation Shanghai Sailor, “Camper sieht nach einem Boot aus, dass für Amwindkurse optimiert wurde.”

Skipper Chris Nicholson sagt dagegen, dass die nächsten Etappen seinem Schiff besser schmecken dürften, weil es vor dem Wind so schnell sei. “Die besten Segelbedingungen für das Boot liegen noch vor uns.”

Das bezieht sich allerdings nicht auf die nächsten 24 Stunden. Denn dann wird ein Taifun mit 40 Knoten Wind und bis zu acht Meter hohen Wellen vor China erwartet. Deshalb beschlossen die Organisatoren zwar, wie geplant am Sonntag zu starten, aber nur eine Runde in der Bucht zu segeln.

Start zum Inport-Race. Sanya startet mit Wind von Backbord hinter dem Feld, Telefonica mit Kontrolle in Luv. © PAUL TODD/Volvo Ocean RaceTelefonica behauptet die Führung vor Puma. © PAUL TODD/Volvo Ocean Race

Die Abstände werden notiert und nach einer Pause von etwa 24 Stunden starten die Yachten entsprechend ihrer Zeit-Defizite erneut auf die Etappe nach Auckland. Volvo Ocean Race Chef Knut Frostad sagt: “Das war eine sehr, sehr schwierige Entscheidung für uns, und wir haben so lange wie möglich damit gewartet.”

Ergebnisse Inport-Race Sanya:

1-Iker Martinez – Telefonica (58’37)

2-Ken Read – Puma (41” astern of the leader)

3-Ian Walker – Abu Dhabi (4’20)

4-Chris Nicholson – Camper (5’35)

5-Franck Cammas – Groupama 4 (6’51)

6-Mike Sanderson – Sanya (7’13)

Gesamtergebnis: (In-Port Alicante, Alicante-Cape Town, In-Port Cape Town, Cape Town-Abu Dhabi, In-Port Abu Dhabi, Abu Dhabi-Sanya, In-Port Sanya)

Probleme mit dem Gennaker an der Leetonne verhindern fast Telefonicas Sieg. Aber Puma kommt nicht vorbei. © IAN ROMAN/Volvo Ocean Race

1. Telefónica (Iker Martinez) 101 points (1+30+6+29+2+27+6)

2. CAMPER with Emirates TNZ (Chris Nicholson) 83 points (4+25+5+24+4+18+3)

3. Groupama sailing team (Franck Cammas) 73 points (2+20+2+18+5+24+2)

4. PUMA Ocean Racing powered by BERG (Ken Read) 53 points (5+0+4+19+3+17+5)

5. Abu Dhabi Ocean Racing (Ian Walker) 43 points (6+0+3+10+6+14+4)

6. Team Sanya (Mike Sanderson) 17 points (3+0+1+5+2+5+1)

Eventseite

avatar

Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
Spenden
https://yachtservice-sb.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *