Youth America’s Cup: SVB Team Germany locker ins Finale – Video-Kommentar 3 Rennen

"Überglücklich"

Das SVB Team Germany hat sich souverän auf Platz zwei für das Finale des Youth America’s Cups qualifiziert. Nach den Plätzen zwei und drei, war der Druck vor dem letzen Lauf schon raus.

Die blödeste aller Fragen wollte ich immer mal stellen: “Wie fühlst du dich nach so einem Erfolg?” 🙂 Okay, ist peinlich. Max Kohlhoff nimmt es aber gelassen. Schließlich ist die Qualifikation für das Finale beim Red Bull Youth America’s Cup ja nur eine Zwischenetappe für die Jungs von SVB Team Germany. Sie wären mächtig enttäuscht gewesen, wenn es nicht geklappt hätte.

Skipper Max Kohlhoff bringt seine verbliebenen Finn-Kilos weit nach vorne. © ACEA 2017 / Photo Gilles Martin-Raget

Aber deshalb ist dieser Erfolg dennoch nicht hoch genug einzuschätzen. Das Die Konkurrenz war stark und die Vorbereitung minimal. Das sind im Segelsport keine guten Voraussetzungen, um Regatten zu gewinnen. Aber das deutsche Team hat den negativen Gedanken dieses Mankos nicht in den Kopf kriechen lassen.

Extremer Lee-Trimm, um den Luv-Rumpf zu heben. © ACEA 2017 / Photo Ricardo Pinto

Am zweiten Tag der Red Bull Youth America’s Cup Rennen im Pool A segelten sie bei sehr wenig Wind souverän und kontrolliert in die nächste Runde. Ein Start im letzten Rennen wäre schon gar nicht mehr nötig gewesen.

Gute Starts sind der Schlüssel

Schlüssel zum Erfolg waren wie schon am gestrigen Tag sehr gute Starts. Das deutsche Boot schaffte es fast immer, zuerst den Luvschwimmer zu heben und besser als die Konkurrenten zu beschleunigen. Paul Kohlhoff gelingt es offenbar, seine Erfahrung vom Nacra17 auf den AC45 zu übertragen.

Luvschwimmer hoch. Dem GER-Team gelingt es besonders häufig. © ACEA 2017 / Photo Ricardo Pinto

Einige Punkte lässt das GER-Team zwar auf dem Kurs liegen, aber bei dem leichten Wind ist eine vordere Position besonders auf dem Vorwindkurs schwer zu verteidigen, wenn sich das Feld zusammenschiebt.

Besonders im vierten Rennen ärgert es die deutschen Youngster, dass auf dem letzten Anlieger ins Ziel noch die Schweden vorbei gerutscht sind. Aber eine kleine Böe von hinten machte den eigentlich sicheren Vorsprung zunichte.

Favoriten aus Schweden

Schweden hat sich mit einem souveränen Sieg und zwölf Punkten Vorsprung klar in die Favoritenrolle geschoben. Steuermann Gustav Pettersson (23) hat schon vier Jahre 49er Erfahrung vorzuweisen. Aber das gesamte Team hat sich auch intensiv auf M32 Katamaranen vorbereitet, die bei der World Match Race Tour gesegelt werden.

Zweikampf mit den Schweden. Sie konnten vier von sechs Rennen gewinnen. © ACEA 2017 / Photo Gilles Martin-Raget

Doch im Finale warten noch die starken Gegner aus der anderen Gruppe. Neuseeland, England und Spanien lagen dort punktgleich auf den ersten drei Plätzen.

Leichter Wind in Bermuda. Keine Chance zum Foilen. © ACEA 2017 / Photo Ricardo Pinto

Die Mitfavoriten aus der Schweiz vom Team Tilt haben am zweiten Tag im Pool B gezeigt, dass sie dem Druck durchaus Stand halten können. Zwar unterlief ihnen im ersten Rennen ein kostspieliger Fehler, als sie nach der zweiten Luvtor-Rundung noch eine Vorwindstrecke segeln wollten, die benachteiligte Tonne rundeten und von Rang drei auf fünf zurück fielen. Aber mit dem Rücken zur Wand gelang mit den Plätzen zwei und eins doch noch die Qualifikation für das Finale.

Ergebnisse Pool B:

1. Artemis Youth Racing (55pts)
2. SVB Team Germany (47pts)
3. Team Tilt (SUI) (46 pts)
4. Team France Jeune (46pts)
5. Youth Vikings Denmark (43pts)
6. Kaijin Team Japan (33pts)

Am 20. und 21.6. überträgt Servus TV die insgesamt sechs Rennen der acht Teams live

4. Rennen:

5. Rennen:

Rennen 6:

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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