Der vor der mecklenburgischen Küste umherziehende Buckelwal ist weiterhin teilweise in Stellnetzreste verheddert. Wie Sea Shepherd Deutschland mitteilt, gelang es einem Einsatzteam, erneut ein Stück der Leine vom Körper des Tieres zu entfernen.

Nachdem der Wal letzte Woche im Hafen von Wismar gesichtet worden war, gab es in den folgenden Tagen immer wieder Sichtungsmeldungen entlang der Küste westlich der Hansestadt. Am vergangenen Samstag rückte ein Rettungsteam von Sea Sheperd deshalb an Land und per Boot aus.
Am späten Nachmittag ging schließlich eine Meldung ein, dass der Wal nahe Boltenhagen gesichtet worden sei. Mit einem Rib lief das Team aus und konnte sich dem Tier auf See erneut nähern. Mithilfe eines sogenannten Linecutters gelang es, ein weiteres Stück der um den Wal liegenden Leine abzuschneiden.
Ganz befreit ist das Tier allerdings noch nicht. Nach Angaben der Organisation befindet sich weiterhin ein Teil der Leine mit Netzresten am Körper. Die Leine verläuft unter dem Wal hindurch, was die Entfernung besonders schwierig macht. Zudem fehlte bei der Begegnung zunächst das passende Spezialwerkzeug, und der Wal ließ keinen längeren Kontakt zu.
Vorgestern ging erneuteine Meldung ein, der Wal sei möglicherweise vor der Steilküste bei Boltenhagen gestrandet. Ein Team überprüfte die Situation vor Ort. Nach Angaben von Sea Shepherd war das Tier zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits wieder in tieferes Wasser geschwommen – begleitet von der Wasserschutzpolizei.
Die Organisation will die Befreiungsaktion fortsetzen. Inzwischen sei ein spezielles Werkzeug entwickelt worden, das bei der nächsten Gelegenheit helfen soll, auch die verbleibenden Netzreste zu entfernen.
Es wird gebeten, Sichtungen des Wals möglichst schnell zu melden, damit ein erneuter Einsatz gestartet werden kann. Entweder per eMail info@sea-shepherd.de oder bei der örtlichen Wasserschutzpolizeidienststelle.

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