Nach 95 Tagen allein auf See hat Guirec Soudée (34) seine Weltumsegelung gegen die vorherrschenden Winde beendet – und damit als erster Solosegler auf einem großen Hochleistungs-Trimaran diese Route überhaupt bewältigt. Das größte Risiko ging er an Land ein.
Der Franzose Guirec Soudée hat am Wochenende mit seinem XXL-Trimaran MACSF eine neue Bestzeit aufgestellt. Mit seinem 31 Meter langen Mehrrumpfgeschoss meisterte der Franzose die Herausforderung gegen starke Winde in 94 Tagen, 21 Stunden, 58 Minuten und 34 Sekunden. Er unterbot damit die 2004 aufgestellte Rekordzeit seines Landsmanns Jean-Luc Van Den Heede um 28 Tage, der mit dem 85-Fußer Adrien unterwegs war.
Aber das ist eigentlich nur eine Randnotiz. Schließlich segelte Soudée auf einem deutlich schnelleren Boot als Van Den Heede mit seinem Aluminium-Monohull. Der Vergleich mit den Rekorden ist daher nur eingeschränkt sinnvoll. Die eigentliche Bedeutung liegt woanders: Soudée ist der erste Mensch, der eine Weltumsegelung gegen die vorherrschenden Winde einhand auf einem großen Multihull erfolgreich beendet hat.

Und genau darin liegt die Dimension dieser Leistung. Frühere Versuche mit vergleichbaren Booten scheiterten – entweder bereits vor oder spätestens im Bereich von Kap Hoorn. Kenterungen oder technische Schäden setzten den Projekten ein Ende. Zuletzt war Yves Le Blevecs Vorhaben im Dezember 2017 fehlgeschlagen. Er kenterte mit seinem Ultim-Trimaran Actual kurz vor dem Erreichen von Kap Hoorn.

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