Schon wieder eine ungewöhnliche Walsichtung in der Ostsee. Am Pfingstwochenende sichtete die Marine-Kiel Jugend offenbar einen Belugawal vorm Kieler Marinestützpunkt in der Förde. Woher er vermutlich kommt und was dahinter steckt.

Die Besatzung des Marinekutters „Aneesa“ der Marine-Jugend Kiel traute ihren Augen offenbar kaum: Am Pfingstsonntag sichteten die Jugendlichen und ihre Betreuer in der Kieler Förde nahe des Marinestützpunkts einen weißen Wal. Das Tier tauchte mehrfach neben dem Boot auf und wurde auch gefilmt. Schnell entstand der Verdacht, dass es sich um einen Belugawal handeln könnte – eine Art, die normalerweise in arktischen Gewässern zuhause ist. Die Aufnahmen sind in den sozialen Netzwerken zu sehen.
Sollte sich die Sichtung bestätigen, wäre das für die Ostsee äußerst ungewöhnlich. Belugas, auch Weißwale genannt, leben eigentlich weit nördlich rund um Grönland, Spitzbergen, Alaska oder Kanada. Dass einzelne Tiere bis in Nord- oder Ostsee gelangen, kommt zwar gelegentlich vor, bleibt aber selten. Erst vor wenigen Wochen war bereits ein weißer Beluga in der Flensburger Förde sowie in dänischen Gewässern rund um Als und den Kleinen Belt beobachtet worden. Vieles spricht deshalb dafür, dass nun dasselbe Tier weiter Richtung Kiel unterwegs ist.

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