Die IMOCA-Flotte ist seit Sonntag unterwegs bei der Vendée Arctique Richtung Polarkreis. Auf dem harten Weg nach Norden verzeichnet die kleine Flotte schon ihren ersten Ausfall. Der vielleicht einzige ernsthafte Konkurrent für Sam Goodchild ist raus.
Nach dem Start der Regatta am Sonntag hatte der Italiener Ambrogio Beccaria als Neuzugang der Flotte mit seinem ehemaligen Ruyant-IMOCA – nun Allagrande MAPEI – am Eingang des Ärmelkanals noch einen mutigen Ausflug unternommen und für eine gewisse sportliche Spannung gesorgt. Aber schließlich funktionierte sein östlicher Kurs an einer Sperrzone vorbei doch nicht so gut wie der von Sam Goodchild auf der linken Seite der Kreuz.
Der Favorit auf der Vendée-Globe-Siegeryacht übernahm das Kommando, indem er im Südwesten zuerst den frischeren Wind nach dem schnellen Durchzug einer Front fand, sich nach den langen Flautenstunden auf die Foils hob und einen vier Knoten schnelleren Vier-Stunden-Schnitt als etwa der drittplatzierte Beccaria hinlegte. Zeitweise raste Goodchild mit einem Plus von zehn Knoten davon und lag sieben Stunden nach der entscheidenden Wende fast 30 Meilen vor dem Hauptfeld.

Nur Corentin Horeau mit MACSF, der Vendée-Globe-Zweiten von Yoann Richomme, schien mithalten zu können. Das Duell der beiden schnellsten IMOCA der Weltregatta schien sich nun bei dieser Vendée Arctique mit anderen Skippern fortsetzen zu können – so wie beim 1000 Race, allerdings diesmal mit vorhergesagtem deutlich stärkerem Wind. Dabei sollte Horeau mit seinem als schneller eingeschätzten Boot eine echte Chance haben.

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