Die Ostsee-Atmosphäre lebt nicht von spektakulären Megamarinas, sondern wird von den vielen kleinen Häfen mit ihrem ganz eigenen Charakter geprägt. Mommark ist so ein Beispiel in der dänischen Südsee. Ein neues Drohnenvideo zeigt, warum der Hafen für viele Segler längst zu einem festen Anlaufpunkt geworden ist.
Der Hafen von Mommark war lange Zeit vor allem als Fährhafen bekannt. Zwischen Fischerbooten und einigen wenigen Segelyachten bestimmten die Fähren nach Søby auf Ærø das Bild. Mit der Einstellung der Verbindung im Jahr 2009 verlor der Ort jedoch seine wichtigste Funktion. Der Hafen geriet zunehmend ins Abseits, zeitweise fehlte sogar ein Betreiber.
Erst mit der Übernahme durch Carsten Jensen Kock begann sich das Bild zu ändern. Schritt für Schritt entwickelte er die Anlage weiter und machte aus dem ehemaligen Fährhafen eine moderne Marina, die heute bei vielen Ostseeseglern als beliebter Zwischenstopp gilt. Auch das Hafenrestaurant hat sich längst einen Namen gemacht und wurde mehrfach ausgezeichnet.

Nach der Ostseesturmflut im Herbst 2023 stand dieses Lebenswerk jedoch vor dem Aus. Der Hafen wurde schwer verwüstet, Stege und Gebäude beschädigt. Lange war ungewiss, ob und wie es weitergehen würde. Trotz ausbleibender Unterstützung gelang es Jensen Kock, den größten Teil der Anlage wieder aufzubauen. Im vergangenen Jahr haben wir mit ihm über diese schwierige Zeit gesprochen.

Ein aktuelles Drohnenvideo zeigt nun, wie sich der Hafen präsentiert. Die Aufnahmen vermitteln nicht nur einen Eindruck von der Atmosphäre in Mommark, sondern auch davon, weshalb die dänische Südsee und die Ostsee für viele Segler zu den schönsten Revieren Nordeuropas zählen.

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