Yann Quenet hat wieder geliefert: Der Bretone ist mit seinem vier Meter kurzen Eigenbau „Baluchon“ in Hiva Oa angekommen. Dazwischen lagen 3.700 Seemeilen Pazifik, Wasser im Boot, Wellen höher als der Mast, ein abgerissenes Ruder und eine Proviantplanung, die kurz vor Landfall eher existentialistisch wurde.
Während die Offshore-Welt ihre Ozeane zunehmend mit Foils, Software, Millionenbudgets vermisst und Langfahrtsegler auf immer größeren, komfortableren und teureren Yachten „das große Abenteuer“ suchen, hat Yann Quenet den Pazifik auf einem Vier-Meter-Boot überquert. 52 Tage von British Columbia bis zu den Marquesas. Mit Wasser unter der Matratze, acht Meter hohen Wellen, abgerissenem Ruder, Flautenloch, Gegenwind – und am Ende sehr wenig Essen.
Es gibt diese alte, etwas unbequeme Frage im Segeln: Wie viel Boot benötigt der Mensch eigentlich, um über einen Ozean zu kommen? Die moderne Antwort lautet meistens: mehr.
Mehr Länge, Karbon, Foil, Elektronik; mehr Shore-Team, Daten, Wetterrouting; mehr Versicherung, Social-Media-Plan, Iridium, Notfallplan, und natürlich mehr Pressemappe. Sicherheitshalber noch ein wenig mehr Budget, schließlich muss der Traum vom einfachen Leben finanziert werden.

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