Erst im vergangenen Herbst nahm Neoliner Origin ihren Transatlantik-Liniendienst auf. Nun hat der weltweit größte Frachtsegler Probleme mit einem seiner riesigen SolidSails. Nach einer mechanischen Fehlfunktion erlitt das vordere Großsegel einen erheblichen Schaden. Die Reederei findet für den Vorfall ungewöhnlich klare Worte.

Wer in diesen Tagen im Industriehafen von Lorient unterwegs war, bekam eine seltene Operation zu sehen. Zwischen Kränen, Schleppern und den üblichen Arbeitsschiffen lag dort ein alter Bekannter von SegelReporter: die 136 Meter lange Neoliner Origin, der aktuell größte Frachtsegler der Welt. Jener französische Gigant, der mit 3.000 Quadratmetern Segelfläche beweisen soll, dass Wind auch im kommerziellen Linienverkehr wieder eine ernst zu nehmende Antriebsquelle sein kann. Nur war dieses Mal nicht viel von der Eleganz eines segelnden Frachters zu sehen.
Stattdessen wurden Teile des vorderen Großsegels aus dem riesigen Riggsystem per Bagger entfernt. Paneel für Paneel. Eine sehr grobe Form des Segelbergens, und ein eher ernüchterndes Bild für ein Schiff, das erst seit wenigen Monaten im kommerziellen Liniendienst steht.

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