64 riesige Windräder, fast ein Gigawatt Leistung. Strom für 1,1 Mio. Haushalte: Mit He Dreiht steht westlich von Helgoland Deutschlands größter Offshore-Windpark. Zwar liegt der Park nicht innerhalb der meistbefahrenen Segelrouten, dennoch sollte jeder die Regeln auf dem Schirm haben. Vor allem die Allgemeinverfügung der GDWS.

Die Dimensionen sind beeindruckend. Im Offshore-Windpark He Dreiht sind inzwischen alle 64 Windenergieanlagen installiert. Jede einzelne Vestas V236-15.0 MW leistet 15 Megawatt, zusammen kommt der Windpark damit auf 960 Megawatt. Der Rotordurchmesser beträgt 236 Meter, die Nabenhöhe 142 Meter. EnBW geht davon aus, rechnerisch rund 1,1 Millionen Haushalte mit Strom versorgen zu können. Rund 2,4 Milliarden Euro wurden in das Projekt investiert.
Ganz fertig ist He Dreiht allerdings noch nicht. Zwar stehen seit dieser Woche sämtliche Anlagen, an einigen laufen jedoch noch technische und elektrische Arbeiten. Die vollständige Inbetriebnahme ist nach Angaben von EnBW bis zum Spätsommer vorgesehen.
Der Windpark liegt weit draußen in der Deutschen Bucht, etwa 90 Seemeilen Kilometer nordwestlich von Borkum und rund 160 westlich von Helgoland. Für Küstensegler spielt er damit kaum eine Rolle, für Yachten auf längeren Nordseepassagen kann die große Offshore-Fläche dagegen durchaus bei der Routenplanung relevant werden. Entscheidend ist hier, was die gültige Allgemeinverfügung aussagt, diese gilt „bis auf Widerruf“.

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