Groß angelegte Suche nach vermisstem Segler: Fährpassagier entdeckt sinkenden Katamaran

Rätselhaftes Geisterschiff

Ein Passagier der Brittany-Ferries-Fähre Galicia sieht zufällig einen schwer beschädigten Segelkatamaran und alarmiert den Kapitän. Der stoppt und schickt sein Rettungsboot. Aber niemand ist an Bord. Die Hoffnungen schwinden.

Die Fähre passiert den sinkenden Katamaran (Video)

(Direkter Video-Link)

Der Vorfall geschah am Montag rund 70 Seemeilen westlich der Île d’Yeu vor der bretonischen Küste. Der beschädigte Segelkatamaran liegt tief im Wasser. Beide Rümpfe scheinen vollzulaufen. Auf dem Vorschiff ist noch ein kleines Segel gesetzt. Der 13 Meter lange Zweimaster sinkt offenbar. Aber wo ist die Crew?

Die Bilder stammen von Passagieren der Galicia, einer 215 Meter langen Passagier- und Autofähre der französischen Reederei Brittany Ferries, die sich auf dem Weg von Portsmouth nach Bilbao befindet. Die Fähre ändert ihren Kurs und setzt ein Rettungsboot mit drei Besatzungsmitgliedern aus.

Die Route der „Galicia“, einer Fähre von Brittany Ferries, zeigt den Schlenker während der Suche am 17. August. © Marine Traffic

Die Männer finden niemanden. Auch in der unmittelbaren Umgebung gibt es zunächst keine Spur eines Menschen. Eine Notfunkbake ist ebenfalls nicht ausgelöst worden. Es beginnt eine groß angelegte Suche. Das französische Rettungszentrum CROSS Étel leitet unmittelbar nach der Meldung eine Suchaktion ein. Zunächst wird ein Hubschrauber vom Typ Guépard von La Rochelle aus eingesetzt. Außerdem startet ein Such- und Rettungsflugzeug.

Bis zur einbrechenden Dunkelheit wird erfolglos gesucht. Am Dienstagmorgen wird die Suche mit einer Falcon 50 der französischen Marine aus der Luft fortgesetzt. Zusätzlich sind Schiffe im Suchgebiet unterwegs. Aber nach wie vor gibt es keine Lebenszeichen vom Vermissten.

Schließlich wird am Dienstagnachmittag das gekenterte Beiboot des Katamarans gefunden. Hatte er sich damit absetzen wollen? Mangels neuer Hinweise wurden die gezielten Suchmaßnahmen am Dienstagabend ausgesetzt. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig das Ende aller Suchmaßnahmen. Schiffe, die in diesem Gebiet kreuzen, sind weiterhin zur Wachsamkeit aufgefordert und müssen alle Hinweise melden, die zur Weiterführung der Suche beitragen könnten.

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