SailGP-Star gewinnt J/70 Mixed-Plus-WM: Cup-Legende verliert Vermessungsprotest und Silber

Erst freigesprochen, dann bestraft

Joan Cardona (28) segelt sonst als Grinder/Taktiker beim aktuell zweitplatzierten spanischen SailGP-Team. Im „Urlaub“ hat er nun mit seiner Freundin Pilar Amaro und seiner Crew den Titel bei der zweiten J/70 Mixed-Plus-WM verteidigt. Härtester Gegner war Ex-America’s-Cup-Star Sten Mohr (52). Für ihn und seine Familie wurde die Regatta allerdings zum Protestdrama.

Die Mixed-Plus-Flotte vor Kopenhagen. ©Soren Wiegand

Joan Cardona Mendez bleibt mit seiner Crew, Pilar Amaro, Fátima Diz Barreras und Gerardo Prego Menor, der erste und bislang einzige Weltmeister der J/70 Mixed-Plus-Klasse. Die Spanier gewannen in Kopenhagen mit „Yupi“ auch die zweite Austragung der ungewöhnlichen Weltmeisterschaft, die mit einer besonderen Crewregel mehr Frauen, Jugendliche und Familien für den J/70-Segelsport gewinnen soll: Mindestens vier Personen müssen zum Team gehören, höchstens zwei davon dürfen männlich und über 18 Jahre alt sein.

In Kopenhagen gingen 38 Mannschaften aus 13 Nationen an den Start. Das Format funktionierte erneut als Mischung aus Weltklasse und ungewöhnlichen Mannschaftskonstellationen: Olympiamedaillengewinner, Profisegler, Corinthian-Teams, Frauencrews und Jugendmannschaften traten in derselben Flotte gegeneinander an.

Das spanische Siegerteam um SailGP-Star Joan Cardona (r.) ©Soren Wiegand

Nach elf Wettfahrten hatte der spanische Skipper, der 2020 E-Sailing-Weltmeister wurde, 2021 Olympia-Bronze im Finn-Dinghy gewann und inzwischen neben seinem SailGP-Engagement Nacra 17 segelt (15. bei der WM 2026), einen so großen Vorsprung, dass sich die Crew das letzte Rennen sparen konnte und trotzdem mit 16 Punkten Vorsprung gewann.

Protestdrama um Sten Mohr

Mitgliedschaft erforderlich

Sie müssen ein Mitglied sein, um auf diesen Inhalt zuzugreifen.

Mitgliederstufen anzeigen

Already a member? Hier einloggen

Ein Kommentar zu „SailGP-Star gewinnt J/70 Mixed-Plus-WM: Cup-Legende verliert Vermessungsprotest und Silber“

  1. Hans W

    sagt:

    Das ist absurd und schadet unserem Sport schwer! Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen:

    1) Da chartert ein erfahrener Skipper (=Sten Mohr) vom Eigentümer, dem dänischen J/70-Klassen-Vermesser persönlich, ein fabrikneues und seit dem unverändertes Boot (aus Mai 26), welches unverändert vom dänischen Vermesser persönlich als klassengerecht freigegeben wird, und dann auch noch dem oder einem J/70-Vermesser gehört.

    2) Und dann kommt heraus, dass dieses Boot nicht klassenkonform vermessenist, und der arglose Skipper wird bestraft.

    3) Und das bei einer Abweichung die völlig irrelevant ist, in Relation zum Crew-Gewicht.

    Klar, schuldig ist immer der Skipper ABER wenn man nicht einmal der Fabrik und dem dänischen J/70-Vermesser vertrauen kann, was kann ein Skipper denn da noch tun? So etwas schadet dem Sport schwer! World Sailing muss langsam aufwachen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert