Ein 67 Jahre alter Mann verschwindet während eines Törns entlang der Côte d’Azur von einer Segelyacht. Seine beiden Freunde finden Blutspuren an Deck, setzen die Reise aber fort. Erst 40 Stunden später melden sie den Mann als vermisst. Drei Jahre danach hat ein Gericht beiden Segler verurteilt.

Der Törn beginnt am 24. August 2023 gegen 17 Uhr in Port-Saint-Louis-du-Rhône westlich von Marseille. Drei befreundete Männer und ein sieben Jahre altes Kind legen mit der Segelyacht L’Alchimiste ab. Ihr Ziel ist Villefranche-sur-Mer bei Nizza. Dort wollen sie die Mutter des Kindes aufnehmen, die zugleich Eigentümerin der Yacht ist.
Am folgenden Abend teilen die drei Männer die Nachtwachen ein. Einer geht gemeinsam mit dem Kind schlafen, ein zweiter übernimmt die Wache und steuert die Yacht. Der dritte Mann, 67 Jahre alt und nach Angaben aus dem späteren Gerichtsverfahren der seglerisch unerfahrenste der drei, hält sich im vorderen Bereich des Schiffes auf. Die Wetter- und Seebedingungen sind zu diesem Zeitpunkt offenbar unproblematisch. Die See ist ruhig, die Bedingungen zum Segeln werden im Gerichtsbericht als gut beschrieben.


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