Stephan Bodens Kolumne: Was bleibt, wenn Olympia wieder weg ist?

Die übliche Kritik plus Ost-West Diskussion


Nun ist es also Kiel geworden. Viele Menschen freuen sich, Olympiagegner argumentieren wie immer und nun kam auch noch eine Ost-West-Diskussion dazu. Die Frage, die sich vielen stallt: was bringen Olympische Spiele einer Region, einer Sportart oder einer Stadt? Nur Kosten oder auch Nutzen?

Souvenirs Olympia Kiel 1972
Olympia-Souvenirs 72. © CC BY-SA 3.0 DE

 

Die Reaktionen auf die Entscheidung waren erwartbar. Die einen freuen sich, andere lehnen Olympische Spiele grundsätzlich ab. Und ziemlich schnell tauchte auch wieder eines der beliebtesten Argumente auf, wenn irgendwo öffentliches Geld für etwas ausgegeben werden soll, das nicht unmittelbar zur staatlichen Grundversorgung gehört: Unsere Schulen sind marode, aber für Olympia ist Geld da.

Das klingt zunächst überzeugend. Nur ist öffentliche Finanzierung leider oder zum Glück komplizierter als ein Sparschwein, aus dem entweder eine Schultoilette oder ein olympischer Segelhafen bezahlt werden kann. Vor allem lohnt sich bei Olympia die Frage, was eigentlich übrig bleibt, wenn die Sportler, Funktionäre und Fernsehkameras längst wieder verschwunden sind.

 

Was von 1972 übrig geblieben ist

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