Braschosblog: Yachtportrait Brenta 42 ds

Schöner Segeln mit Brenta

Zugegeben, die auf- und abgeräumten Daysailor des mailändischen Yachtarchitekten Duo Luca Brenta und Lorenzo Argento sind nicht neu. Es gibt sie seit einer Weile in fünf verschiedenen Modellen von knapp 9 Metern (B30) bis 19 m Länge als B60. Mehr als sechzig (!) B-Yachten verschiedener Größen sollen mittlerweile in Europa, Nordamerika, Afrika und Asien segeln.

Demnächst wird die erste B30 im Potsdamer Yacht Club für einen Berliner Eigner aufgetakelt. Da gibt es dann auch auf dem Wannsee etwas mediterranes Flair zu bewundern.

Segler, die über Geschmack und Geld verfügen, haben entweder eine B-Yacht oder beschäftigen sich mit einem Exemplar dieser italienischen Daysailor. Beispielsweise der schleswig-holsteinische Fabrikant Dr. Klaus Murrmann. Sein Silberpfeil namens „Uca“ bringt an schönen Sommertagen das gewisse Etwas mailändischer alta moda auf die Förde. Übrigens gibt es von der B 60 gleich ein weiteres, ebenfalls von der Kieler Knierim Werft gebautes Exemplar. Es ist ausnahmsweise nicht in der Trendfarbe silbermetallic, sondern in schlichtem Weiß gespritzt. Die erste B 60 heißt „almost nothing“ und ist an der Costa Smeralda und im toskanischen Archipel unterwegs.

Die Atelier Serie von Braun

Die Brentaschen B-Yachten sind so begehrenswert wie die Atelier-Serie von Braun. Wer bei Erwähnung dieser Hifi-Bausteine nicht mindestens versonnen lächelt, dem ist vielleicht mit folgendem Hinweis zu helfen: Neben der ansehnlichen Verpackung ist das tolle an diesen Geräten, dass man zum Musik hören kein Informatikstudium braucht. Es genügt wenige, wirklich nötige Knöpfe zu drücken. Die Atelier Serie gab es in lichtgrau und schlicht schwarz. Sie ist, Trends hin oder her, ein sehenswerter Einrichtungsgegenstand und allein schon unter dem Gesichtspunkt der Reduktion auf das, was genügt, sehenswert. Es war nur eine Frage der Zeit, des Stilwillens und des Geschmacks, bis dieses Konzept aufs Wasser übertragen wird.

Einhandsegler vor Sirmione del Garda. Zum segeln braucht man bloß gescheiten Wind und ... © B-Yachts

Neulich haben die Italiener eine knapp 13 m lange B42 DC im Auftrag eines spanischen Eigners zunächst in den Gardasee gehoben, sie vor der Ablieferung ausprobiert und bei der Gelegenheit vor Sirmione del Garda ein paar Aufnahmen gemacht. Sirmione del Garda, das ist dieser vom flachen Südufer in den Lago ragende felsige Zipfel, wo man in den Sommerferien mal einen Ausflug hin machen kann, ein Eis essen oder noch besser, mit einem gescheiten Boot und netter Begleitung eine Runde segeln kann. DC steht für „Day Cruiser“, ein Kürzel, das eigentlich entbehrlich wäre, gäbe es den 42 Füßer nicht bereits in einer eine Idee übernachtungstauglicheren Standardversion.

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Erdmann Braschos

Sein Spezialgebiet umfasst Mega-Yachten, Klassiker, Daysailor und Schärenkreuzer. Mehr über Erdmann findest Du hier.
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