Winterlager: Mein Freund, der Motor – Eine Leidens- und Liebesgeschichte

Lieber alter Rußrotzer...

Unpassende Propeller, unterkühlter Betrieb, dreiviertel Leistung, zahlreiche Verbesserungen, wiederholte Reparaturen, ein unverziehener Aussetzer, Dieselpest, unwilliges Anspringen und beharrliche Störungssuche – Zeit für die Bilanz eines jahrzehntelangen Fights mit dem Motor.

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Erdmann Braschos

Sein Spezialgebiet umfasst Mega-Yachten, Klassiker, Daysailor und Schärenkreuzer. Mehr über Erdmann findest Du hier.

15 Kommentare zu „Winterlager: Mein Freund, der Motor – Eine Leidens- und Liebesgeschichte“

  1. avatar Erbsenzähler sagt:

    …Tränen gelacht! Immer noch.
    So isses!
    Vielen Dank für diesen wunderbaren Artikel!

  2. avatar Kluchschieter sagt:

    Grossartig! Warum kommt mir das alles nur so bekannt vor…?

  3. avatar guido sagt:

    also wenn ich jöckel nich persönlich kennen würde….
    dann hab ich wohl die kleine zickenschwester an bord
    toll geschrieben!!!

  4. avatar Joop sagt:

    Tja, unsere Senioren brauchen eben Zuwendung.

    Nur gut, dass man die Kleenex-Rollen nicht bei Volvo kaufen muss – dann wäre ich pleite.

    Danke für den schönen Beitrag

    Joop (der gelegentlich um seinen MD11C, Bj. 82, tanzt)

  5. avatar andreas borrink sagt:

    Lustiger und treffender Artikel, schön geschrieben. Erinnerte mich irgendwie an “Die sonderbare Welt des Seglers Gustav”, falls das noch einer kennt.

    Habe ich gleich meinem Ruggerini vorgelesen, diesem italienischen Nichtsnutz………

  6. avatar Klaus sagt:

    Ich bete für den alten Rußrotzer, lieber Erdmann Braschos, wenn Sie dann auch für meinen MD7A ein kleines Gebet sprechen.

    • avatar Erdmann sagt:

      Klaus, Dank für Deine Vintage-Bootsdieselempathie. Irgendwann empfahl einer der mitleidenden Segelfreunde eine Art „Motorchronik“, wo wesentliche Ereignisse und Maßnahmen festgehalten sind. Das hat die Sache auf die Spur gebracht. Kann ich nur jedem empfehlen, der über einen langen Zeitraum Probleme hat. Damit stellte sich heraus, das es nicht eine, sondern verschiedene Ursachen waren. Wer erinnert schon im Detail, was vor 6, 8 oder 12 Jahren passierte oder gemacht wurde?

      Eigentlich muß man sagen: Die Motoren – vielleicht nicht alle, aber bestimmte Typen – sind erstaunlich robust: Lange Stand- und in der Regel sehr kurze Laufzeiten.

      Ich habe aber noch ein echtes Aß im Ärmel. Einer aus dem „Syndikat“ hat schon mehrere VW Porsche restauriert. Der fängt da an, wo ich das Werkzeug resigniert weglege.

      Sollten weltliche Mittel wie Logik, Empirie und fortgeschrittene Schrauberei nicht helfen, würde ich dann auf’s Beten umsteigen. Ansonsten wünsche ich ein gutes Motor-Karma.

  7. avatar Werner Görlich sagt:

    Erst gestern habe ich im Internet nach preiswerten Angeboten für Bootsmotoren gesucht, da fiel mir direkt http://www.yachtzubehoer24.eu/ ins Auge. Dort gibt es super Angebote und die Auswahl ist groß. Ich habe mich dort auch direkt telefonisch beraten lassen, einfach top! Sehr nette Menschen die einem die Fragen ausführlich beantworten. Ich kann http://www.yachtzubehoer24.eu/ nur empfehlen.

  8. avatar skiffsailor sagt:

    Hallo Dazu kann ich nur sagen nannidiesel einbauen der ist halb so schwer, halb so laut, säuft halb so viel und hält wieder 30 jahre! wir haben auf unser vindö auch etwa ein gleich alter volvo ist ne katastrophe lärm unkonstante energie verliert öl in der bilge quwalmt und stinkt!!!! auf unserem boot in der schweiz das wir jetzt gerade umbauen haben wir in den letzten 10 jahren ein nannidiesel drin gehabt super motor hat mehr leistung wie der alte, wiegt halb so viel (etwa 120 kilo) und hat 29 ps also mehr wie der alte paeter motor!! Die heutige technik ist ja zum glück auch nicht stehen geblieben!

  9. avatar Ole H. sagt:

    Klasse. Hab Tränen gelacht.

    BTW.: Ich wäre ja für das Gerücht, daß VP das Wechseln der Saildrive Membrandichtung alle sieben Jahre nur aus dem Grund vorschreibt, damit Mechanikers die völlig verrotteten Gehäusebolzen durch neue ersetzen und mit Tikal Tef Gel einsetzen.
    Ebenso ist die Werkstoffqualität der unteren Propellerwelle für mich ein Grund, an der Qualität von “Swedish Steel” zu zweifeln. Und 650 Tacken für ein Ersatzteil schmerzen doch sehr. (Ich weiß, es gibt Passhülsen).

    Andererseits sind die Maschinchen echt robust, nehmen auf vielen (Charter-) Yachten tagelanges Motoren bei Rollbewegungen oder MoSeln bei 20° Lage erstaunlich gelassen. Und lassen sich normalerweise auch ohne eine sündhaft teure Ausstattung mit Spezialwerkzeugen in entlegenen Gebieten der Welt reparieren.

    Ole

  10. avatar Stine sagt:

    Wenn mich jemand als “alten Rußrotzer” titulierte, würde ich auch in den Streik treten!

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