470er-Olympionikin Anastasiya Winkel: Ukrainisches Team trainiert für den Helga Cup

"Ich kann etwas bewegen"

Die deutsche 470er Olympia-Hoffnung Anastasiya Winkel stammt aus Luhansk. Von Kiel aus hat sie mit Unterstützung aus der Segelszene bisher mehr als 80 geflüchtete Ukrainern in Deutschland vermittelt. Ein Hausbesuch.

Anastasiya Winkel im Trapez bei den Olympischen Spielen 2021 in Enoshima. (Klicken für Video)

(Direkter Link zum NDR-Beitrag)

Anastasiya Winkel ist mit ihrem Mann Malte gut in die Olympiasaison gestartet. Bei den ersten beiden 470er-Weltcups in Palma und Hyères segelten sie mit den Rängen 8 und 15 auf Anhieb in die Weltspitze. Besonders in Südfrankreich dominierten sie zum Auftakt bei Mistral mit den Plätzen 1 und 2. Aber die sportliche Leistung steht längst im Hintergrund. Sie ist zur Fluchthelferin geworden.

Das ukrainische Team mit Anastasiya Winkel beim J/70-Training vor Schilksee. © AMSailing

Anastasiya Winkel sagt im NDR-Interview, es sei aktuell einfach viel wichtiger, was in ihrer Heimat Ukraine passiert. Ihre Familie lebt dort und sie hat Angst um sie. Es gehe um Leben von Menschen. “Ich kann etwas bewegen. Ich kann so viel Gutes tun.”

Mehr als 80 geflüchteten Landsleuten konnte sie schon helfen, indem sie Unterkünfte und Jobs vermittelte. Dabei hilft das Netzwerk aus dem Segeln. Insbesondere ihr Verein NRV aber auch der Kieler Yacht-Club und der Blankeneser Segel-Club sind eine Unterstützung.

Jüngstes Projekt ist eine Teilnahme beim Helga Cup 2022, der Frauenregatta auf der Alster. Winkel hat mit vier geflüchteten Seglerinnen ein Team zusammengestellt, mit dem sie schon fleißig vor Schilksee trainiert.

Zwei der Ukrainerinnen auf der J/70. © AMSailing

Tipp: André Mayer

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