Anders leben: Vom Manager zum Skipper und Coach – wahre Leidenschaft und Berufung leben

Raus aus dem Hamsterrad

Nach vielen Frustjahren im Berufsleben mischte er die Karten neu: Rainer Tatenhorst macht nun das, wozu er Lust hat – Segeln. Ein Neuanfang mit Potential.

Es ist die alte Geschichte, die gerade Segler, Träumer und träumende Segler immer wieder beschäftigt: Wie entkomme ich dem öden Alltag um letztendlich das zu realisieren, was ich wirklich will? Welche Wege muss ich beschreiten, um in meinem Leben mehr persönliche Erfüllung zu erfahren? Und warum, verdammich nochmal, erscheint einem das immer alles so unmöglich oder zumindest höchst kompliziert? 

Coaching, Skippertraining , Aussteigen

Coach Tatenhorst (hinten) hat einen Neuanfang gefunden © ahoi-coaching

„Einfach machen“ lautete letztendlich auch die Antwort für Rainer Tatenhorst. Doch bis er dann wirklich “an den richtigen Strippen zog“, dauerte es seine Zeit und waren einige Opfer zu bringen. Dass er es dann noch geschafft hat, aus seiner Leidenschaft einen neuen Beruf zu machen, ist umso bemerkenswerter. 

Wink mit dem Zaunpfahl

Rainer Tatenhorst war das, was man gemeinhin einen erfolgreichen Mittelständler nennt. Hohes Einkommen, adäquates Haus, großes Auto, Vorzeigefamilie – die Attribute für ein (von außen betrachtet) erfülltes Leben waren durchaus gegeben. Nur, wie so oft, sah es im Inneren des unmittelbar Beteiligten völlig anders aus.

Tatenhorst war unzufrieden mit sich und der Welt. Die Ehe kriselte und schließlich schickte das Schicksal einen zunächst schmerzhaften „Wink mit dem Zaunpfahl“, der sich jedoch als echter Glücksfall erweisen sollte.

Coaching, Skippertraining , Aussteigen

Vom Manager zum Coach unter Segeln © ahoi-coaching

Um das Unternehmen in der kunststoffverarbeitenden Industrie, das Tatenhorst als Geschäftsführer leitete, stand es im Krisenjahr 2008 nicht so richtig gut. Tatenhorst erwartete eine penible Gesellschafterversammlung, für die er sich Rat bei einem Businesscoach einholte. 

„Das erste Gespräch mit dem Coach war ernüchternd, zugleich auch etwas schmerzhaft, doch von viel Klarheit geprägt. Ganz nebenbei wurde mir auch klar, dass meine damals gescheiterte Beziehung in unmittelbarem Zusammenhang mit der schlechten Unternehmenssituation zu sehen war,“ schreibt Tatenhorst auf seiner Website. 

Doch dank der Hilfe seines Trainers überstand er die Gesellschafterversammlung ohne danach „die Papiere abholen zu müssen“. Tatenhorst legte jedoch nicht die Hände in den Schoß, sondern belegte prompt ein Coachingseminar, um damit wiederum den Grundstein für eine eigene  Ausbildung zum Businesscoach zu legen. 

Richtige Richtung

Und genau das macht Rainer Tatenhorst heute: Er coacht andere Menschen. Jedoch nicht in deren Büroräumen oder Konferenzsälen, sondern auf Segelyachten. 

Dafür gab er eine Menge auf: seine Familie, die schließlich den Weg der Unsicherheit nicht weiter mitgehen wollte. Drei Kinder, Unterhaltsverpflichtungen (die Tatenhorst unbedingt erfüllen wollte)… nicht gerade ideale Voraussetzungen für einen Neuanfang auf zunächst ziemlich wackeligen Beinen. 

Tatenhorst segelt seit Kindesbeinen an, und die großen Törns, die dann doch nicht realisiert werden begleiteten ihn zeitlebens in seinen Träumen. Er sammelte reichlich Befähigungsscheine, betrieb sogar über einen kurzen Zeitraum hinweg eine eigene Segelschule, aber Segeln war immer nur ein Hobby, für das sowieso zu wenig Zeit übrig blieb. 

Verbessertes Team-Work dank Coaching unter Segeln © ahoi-coaching

Doch die Idee vom Coaching auf Segelbooten ließ ihn nicht mehr los. Nicht dass er anderen Menschen das Segeln beibringen wollte. Vielmehr will er mittels Segeln den oder diejenigen, die sich mit ihren persönlichen oder etwa unternehmensspezifischen Problemen an ihn wenden, in die richtige Richtung „schubsen“.

Gegenüber dem Hamburger Abendblatt sagte Tatenhorst kürzlich: „Ja, ich glaube, man kann auf einem Schiff viel fürs Leben lernen. Und es gibt da auch viele Analogien zur Wirtschaft, deshalb glaube ich an diese Kombination aus Segeln und Erkenntnis­gewinn. Ein alter Kapitän hat einmal zu mir gesagt: “Einen Sturm kann man nicht wegdiskutieren.” Gefragt sind dann klare Anweisungen. Und das gilt auch für Unternehmen. Aber durch den Sturm kommt man auch nur als Mannschaft, als Team.“

Rainer im Glück

Tatenhorst gab (fast) alles auf, um neu anzufangen. Er verkaufte sein Auto, sein Haus, sein Boot und zog in eine kleine Wohnung in Hamburg Blankenese. Von dort aus ist er nun als Skipper und Coach unterwegs. Der Verzicht sei sein Startkapital gewesen, sagt er heute. Und gerade deshalb wolle er auch Erfolg mit seinem neuen Lebensmodell haben. 

Denn wo ein Wille ist, da ist bekanntlich auch immer ein Weg. 

Mit seinem „Ahoi-Coaching“ bietet er Skippertrainings genauso an wie Überführungstörns und natürlich Businesscoaching, Teamcoaching,und Coachingtörns. 

Das Wichtigste an alledem? Die Antwort schreibt Rainer Tatenhorst höchstpersönlich auf seiner Website: „Ich bin glücklich!“

Dem ist nichts hinzuzufügen. 

Website Ahoi-Coaching

Spenden
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Ein Kommentar „Anders leben: Vom Manager zum Skipper und Coach – wahre Leidenschaft und Berufung leben“

  1. Ahoi!

    Vielen Dank, dass Ihr einen Artikel über mich und meine Arbeit veröffentlicht – noch schöner hätte ich es natürlich gefunden, wenn ich davon gewusst hätte.

    Besteht die Möglichkeit, dass Ihr mir den Artikel als PDF o.ä. zur Verfügung stellt? Ich würde ihn dann (natürlich mit Quellenverweis) auf meiner Homepage, bei linkedin und Xing veröffentlichen.

    HG
    Rainer Tatenhorst

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