Dübbel & Jesse Yacht vor Mallorca im Sturm an Land gespült: Kann ein Alu-Schiff das ab?

„Lackieren und weitersegeln“

Die Bilder, die derzeit von der auf Mallorca gestrandeten Yacht „Acoa“ im Internet kursieren, bereiten jedem Bootsliebhaber Schmerzen. Die wunderschöne 28-Meter-Yacht wurde unter dem Einfluss des Zyklons „Harry“ am Playa de sa Marjal an den Strand gespült. Viele fragen sich, ob das Schiff noch zu retten ist. Wir haben mit einem seiner Erbauer gesprochen. 

Von Harry an den Strand geworfen: die Acoa. © Angie Kirchhofer / fotohotshot.com

Die Segelyacht Acoa war am 21. Januar 2026 vor der Nordostküste von Mallorca gestrandet. Der rund 28 Meter lange Zweimaster wurde vom Sturm Harry in Küstennähe auf und blieb im flachen Wasser liegen. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Yacht konnte zunächst nicht geborgen werden, weil Wind und Seegang dies nicht zuließen.

Das Sturmtief „Harry“ hat den Mittelmeerraum hart getroffen. Insbesondere Sizilien, Katalonien oder Malta vermelden große Schäden. Mallorca kam vergleichsweise glimpflich davon, auch wenn die Rettungskräfte zu 50 Einsätzen ausrücken mussten. Acht Meter hohe Wellen schlugen auf die Molen.

Acoa lag offenbar vor Anker und war unbemannt. Wie sie von dem Sturm überrascht werden konnte, ist den Behörden ein Rätsel. Sie befürchtet, dass im Falle eines Lecks rund 5.000 Litern Diesel die Küste verschmutzen könnten. Aber so weit ist es nicht gekommen. Ein erster Versuch, das 90 Tonnen schwere Schiff am Tag nach der Strandung freizuschleppen, wurde allerdings abgebrochen. Die Wellen waren so hoch, dass es für die Besatzung der Schlepper lebensgefährlich war, überhaupt eine Leine zu übergeben.

Die in der Nähe des Geschehens wohnende Fotografin Angie Kirchhofer  hat die gestrandete Yacht in den vergangenen Tagen immer wieder fotografiert und teils Fotos gepostet, die irgendwo zwischen Dramatik und maritimer Ästhetik liegen. Viele Segler fragen sich: ist das Schiff noch zu retten?

Ehemaliger Dübbel & Jesse Bootsbauer erklärt die Bauweise

Fotos zwischen Dramatik und maritimer Ästhetik. © Angie Kirchhofer / fotohotshot.com

Öffentlich wirkte der Vorfall spektakulär, technisch jedoch lohnt ein genauerer Blick auf das Schiff. Die Acoa wurde Mitte der 1980er-Jahre bei der berühmten Werft Dübbel & Jesse auf Norderney gebaut. Entworfen wurde sie von dem Konstrukteur Ed Dubois. Ursprünglich lief sie unter dem Namen Twirlybird vom Stapel.

Einer, der den Bau aus nächster Nähe kennt, ist Kai-Uwe Eilts, damals Bootsbauer bei Dübbel & Jesse, heute mit seinem Holz-Bootsbaubetrieb in Schleswig beheimatet.

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Eine Antwort zu „Dübbel & Jesse Yacht vor Mallorca im Sturm an Land gespült: Kann ein Alu-Schiff das ab?“

  1. Huasong Tang

    sagt:

    I have a idea to let the boat to sail away with lower budget.20 tons draging force

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