Hafen-Kino: Mooring-Manöver läuft aus dem Ruder

Dumm gelaufen

Eigentlich ist das römisch-katholische Anlegen im Mittelmeer Routine: rückwärts in die Box, Heckleinen übergeben, Mooringleine aufnehmen – fertig. Doch in diesem Fall entwickelte sich das Manöver Schritt für Schritt zum Lehrstück darüber, wie schnell eine Situation außer Kontrolle geraten kann.

 

 
 
 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von Sail Republic Official (@sail_republic_official)

(Direkter Video-Link)

Beim rückwärtigen Ansteuern eines Liegeplatzes in Griechenland – möglicherweise Levkas – gerät die rund 13,4 Meter lange Sunsail 44 – eine Charterversion der Jeanneau Sun Odyssey 440 mit einer Verdrängung von knapp neun Tonnen – zu weit nach Steuerbord. Während der Wind zusätzlich auf die freie Bordseite drückt, steuert der Skipper das Heck mit der Steuerbordkante direkt auf den Nachbarlieger zu.

Dort versucht eine Frau, die herandrängende Yacht mit den Händen auf Abstand zu halten. Ein reflexartiger Versuch, den wohl viele Hafenlieger kennen. Gegen die heuanschiebende Masse und zusätzliche Windkraft ist ein solches Unterfangen jedoch aussichtslos. Irgendwann versucht die Crew, mit Fendern das Schlimmste zu verhindern. Aber ohne Spuren dürfte der Kontakt nicht ausgegangen sein.

Kontakt mit der Heckkante. Trotz redlichen Bemühens funktioniert das Abhalten nicht.

Doch damit ist die Szene noch nicht beendet. Während die Crew versucht, ihre Yacht unter Kontrolle zu bringen, misslingt auch der Wurf der Backbord-Heckleine. Statt auf dem Steg landet die Leine im Wasser und treibt unmittelbar im Bereich des Hecks. Für einen Moment droht die nächste Eskalationsstufe: Gerät die Leine in die Schraube, wird aus einem misslungenen Anlegemanöver schnell ein Fall für den Taucher.

Glücklicherweise bleibt genau das aus. Die Leine kann wieder aus dem Wasser gefischt werden, bevor sie sich im Propeller verfängt. Am Ende bleibt es bei einem nervenaufreibenden Hafenmanöver, einigen unfreiwilligen Kontakten zum Nachbarboot und einer Erinnerung daran, dass Wind, enge Liegeplätze und wenig Erfahrung eine Kombination sind, die selbst aus einem Standardmanöver schnell ein Spektakel machen kann.

Ein Kommentar zu „Hafen-Kino: Mooring-Manöver läuft aus dem Ruder“

  1. Das ist doch fast schon normal!

    Die Lücke war breit. Er hätte etwas mehr in Luv anfahren müssen, dann hätte er sich etwas eleganter auf den Nachbarn darauf gelegt.

    Hätte, hätte!

    Leider beherrschen nicht Alle das Lassoing mit den Leinen, aber so ist das halt. Alles in Allem, war für Charter Crews doch OK.

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