KI im Segelsport: Was uns künftig erwartet

Fluch oder Sege(l)n?

Egal ob im Bootsbau, bei der Kompass-App oder auf dem Plotter: Immer mehr Bordsysteme und Hersteller setzen KI im Bereich Segeln ein. Das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht. Wie wird sich KI auf das alltägliche Segelleben auswirken? Wo arbeitet sie jetzt schon fast unbemerkt?

Wie weit entwickelt sich die KI an Bord?

Künstliche Intelligenz ist im Segelsport nicht plötzlich und überraschend aufgetaucht, sondern mit vielen kleinen Funktionen, die oft unbemerkt immer mehr Aufgaben übernehmen bzw. Systeme verbessern. Die KI steht nicht an der Pinne, trimmt keine Segel und sie plant auch keine Törns im Alleingang. Aber sie sucht, rechnet, vergleicht, bewertet, warnt – und genau darin liegt ihre wachsende Bedeutung. Wer 2026 auf eine Messe wie die boot Düsseldorf geht, sieht deshalb keine futuristischen Robotersegler, sondern Systeme, die unauffällig beginnen, den Bordalltag zu verändern.

Mit am weitesten verbreitet ist KI bereits heute beim Thema Sicherheit: KI-gestützte Kamerasysteme, wie sie unter anderem von Sea.AI entwickelt werden, sind bereits auf Fahrten- und Regattayachten im Einsatz. Sie analysieren Video- und Wärmebilder, erkennen Objekte wie z. B. treibende Container, die auf Radar oder AIS nicht auftauchen, warnen rechtzeitig und markieren Hindernisse auf dem Kartenplotter.

Das Entscheidende ist nicht die Technik an sich, sondern der Nutzen für Segler: Statt erst zu reagieren, wenn etwas gefährlich nahe kommt, wird die Situation von der KI bewertet und im Zweifelsfall gewarnt. Der Mensch bleibt wachführend, bekommt aber ein zweites, sehr ausdauerndes Paar Augen, das niemals müde, abgelenkt oder nachlässig wird.

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