Skipper über Bord: Führerlose Yacht unter Autopilot löst Rettungsaktion aus

„Noch 5 Minuten und ich hätte aufgegeben“

Ein 52-jähriger Einhandsegler ist ohnmächtig ins Wasser gestürzt. Seine zwölf Meter lange Yacht segelte allein weiter. Erst als andere Segler das herrenlose Boot bemerkten, begann die Suche nach dem Vermissten. Eine junge Segellehrerin wurde zur Heldin.

Ein Helfer fährt mit der Segelyacht Richtung Hafen. Der vertörnte Gennaker hängt im Rigg.

Der Vorfall ereignete sich am Samstagvormittag vor Civitanova an der italienischen Adriaküste, rund 30 Kilometer südlich von Ancona. Der 52-Jährige war allein mit seiner rund zwölf Meter langen Segelyacht unterwegs. Gegen 11 Uhr stürzte er zwischen Porto Potenza und Civitanova ins Wasser.

Er soll ohnmächtig gewesen sein. Wie es dazu kam, ist bislang nicht eindeutig geklärt. Nach Angaben lokaler Medien könnte ein medizinischer Notfall eine Rolle gespielt haben. Als weitere Möglichkeit wird genannt, dass der Segler bei einer Halse vom Großbaum getroffen wurde.

Fest steht: Der Mann kommt im Wasser wieder zu sich, aber seine Yacht entfernt sich unter Segeln und Autopilot immer weiter von ihm. Dem Segler bleibt nichts anderes übrig, als zu versuchen, die Küste schwimmend zu erreichen. Doch Wind und Strömung erschweren den Weg. Die Wellenhöhe soll etwa 60 Zentimeter betragen haben.

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