SR Podcast Spezial: Fünf Segler berichten über ihre Erfahrungen mit Orca Marine Navigation

Vom Illbruck-Skipper bis zum Ostsee-Fahrtensegler: Erfahrungsberichte rund um die Navigation mit Orca

Heute beginnen wir unsere große Reihe über Orca Marine Navigation, in der wir fünf Segler eine Saison lang begleiten. Vom Illbruck Skipper bis zum Ostsee-Fahrtensegler. Sie erzählen uns ihre Erfahrungen, was sie nutzen, wo sie segeln, was sie segeln, geben Tipps, sagen ihre Verbesserungswünsche. In dieser Folge stellen sich alle Segler vor. Viele sind in der Szene bekannt.

Mehr Infos zu den Segler unten

SR Podcast Spezial. Orca Navigation

Die Reihe wird unterstützt von ORCA Marine Navigation

Unsere Test-Segler:

Oliver Schmidt-Ryband Skipper Illbruck bei Speedsailing

Jochen Lueg, Skipper-Praxis App und SBF Videokurs

Thorben Raffel

Mike Peuker (Youtube Kanal)

Oliver Ochse, Segelberater

12 Kommentare zu „SR Podcast Spezial: Fünf Segler berichten über ihre Erfahrungen mit Orca Marine Navigation“

  1. Partnerschaft

    sagt:

    ist bezahlte Werbung bzw. PR, kann weg…

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    1. Die Segler sind nicht bezahlt. Du kannst Dir gerne den Podcast anhören. Wir sprechen dort auch darüber.
      Abgesehen davon: Hier steht wenigstens Advertorial drüber. Machen so mache andere nicht.

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  2. Nadel

    sagt:

    Hab den Podcast heute morgen zum Frühstück gehört. Mein Fazit: sehr ehrlich, sehr sympatische Gäste, sehr wertvolle Erfahrungen.

  3. Jan-Erik Kruse

    sagt:

    Feedback Orca Navigation

    Es war ein interessantes Forum im Segelreporter-Podcast zu Orca. Auch ich bin beinahe ein Orca-Nutzer geworden, habe im Trial-Abo die Funktionalitäten der App ausprobiert und einige Stunden mit dem wirklich guten Chat-Bot auf der Orca-Website gesprochen. Wo hat man das schon, dass die Chat-Bots was taugen. Der von Orca taugt was, das finde ich schon mal super. Ich möchte ein Feedback zum System geben und einige Wünsche hinsichtlich der Funktionalität beisteuern, in der Hoffnung, sie landen dann bei den Entwicklern und werden vielleicht teilweise umgesetzt.
    Kurz zu meinem Hintergrund: ich bin 46 Jahre alt. Als ich mich mit etwa 13 Jahren für Navigation zu interessieren begann, da war das Fernglas mit Peilkompass, die Kreuz- und Versegelungspeilung und Koppeln auf Papierseekarten State of the Art. Wenn die Charteryacht einen Loran-C AP-Navigator an Bord hatte, war man happy. Gleichzeitig begleitete die Positionen aus dem Apparat immer eine gehörige Portion Misstrauen.
    Als ich 16 war, haben sich meine Eltern ihr eigenes 36-Fuß-Schiff gekauft und es gab einen D-GPS-Empfänger. Damit und auf Papierseekarten habe ich einige Törns in Gezeitenrevieren gefahren. Wegpunkte haben wir aus der Karte entnommen und die Koordinaten in den Navigator eingetippt. Mit dem Fernglas wurden von da an meistens nur noch Seevögel beobachtet. Irgendwann in den 0er Jahren kam ein Laptop mit der Transas Tsunami-Navigations-Software an Bord. Das war eher was für Liebhaber, denn das System war unzuverlässig und die Integration der NMEA-Daten was für Bastler. Dann kam Navionics und das iPad erhielt Einzug an Bord, fast zeitgleich mit einem kleinen Raymarien S7-Plotter. Und plötzlich ging alles auch ohne Systemabstürze. Mit diesem Setting und einem Predict-Wind-Abo bin ich dann noch einmal zu den Azoren und zurück gesegelt, bevor ich die Yacht verkauft habe. Seit einem Jahr bin ich zwei Nummern kleiner unterwegs auf einer Seascape 18. Ich hatte die Anschaffung des Orca-Systems ernsthaft in Erwägung gezogen, aber weil ich mich zunächst auf Regatten fokussieren wollte, ist es die Tactiqs-App auf dem iPad in Kombination mit einem kleinen NMEA2000-Netzwerk und NMEA-WIFI-Konverter geworden. Da ich aber auch mit dem kleinen Bötchen perspektivisch längere Küstentörns auf der Ostsee machen möchte, ist das Orca-System immer noch im Rennen. Das also ist meine Ausgangposition.

    Hier mein Feedback zum System

    Kartenbild und Informationsgehalt der Seekarten
    Sehr ansprechendes Kartenbild, gute Übersichtlichkeit. Sinnvolle Darstellung z.B. von Richtfeuerlinien und Leuchtfeuersektoren. Damit ist das allerwichtigsten Kriterien für eine gute elektronische Seekarten absolut erfüllt: sie warnt den Segler vor Navigationsgefahren und verschafft Orientierung! 5 Dinge vermisse ich in der Karte:
    • Informationen zum Seegrund bei Wassertiefen unter 10m, denn wenn ich ankern möchte, wäre es gut zu wissen, ob ich in einer Bucht Sandboden oder Felsen oder Seegras zu erwarten habe. In vielen Sportbootkarten gibt es dazu Infos. Aber natürlich ist das auch nicht überall lückenlos kartiert.
    • In den Stockholmer Schären gibt es ganze Areale, die nicht genau kartiert sind. Die sind in den schwedischen Sportbootkarten mit einer gestrichelten Linie und einem Hinweis gekennzeichnet. Die Orca Karten geben darauf keinen Hinweis. Sollten sie aber, finde ich.
    • Solltiefen für Fahrwasser: in Papierseekarten sind an manchen Fahrwasserlinien die Solltiefen für das Fahrwasser eingetragen. Dann muss man nicht rätseln, ob das von den Tiefenlinien her passt. Vor allem dann praktisch, wenn es nur um wenige Dezimeter unterm Kiel geht. Das fehlt derzeit in der Orca-Karte
    • Irgendein kartographischer Hinweis darauf, wenn es in einer höheren Zoomstufe noch mehr Details gibt oder ob man schon alle Details angezeigt bekommt. Bei ECDIS-Systemen gibt es immer so einen Chart-Frame, der darauf hinweist, dass es in einem bestimmten Bereich noch eine Detailkarte gibt. Natürlich ist es schön, wenn die Zoomstufen „seamless“ sind, aber vielleicht fällt den Orca-Kartograph:innen da was gutes ein.
    • Ich hätte gern Abstandsringe um meine Position, weil ich in elektronischen Seekarten oft den Maßstab wechsle. Abstandsringe erleichtern es mir, intuitiv die Distanzen auf der Karte richtig einzuschätzen.
    Was mir außerdem fehlt, ist eine Dokumentation: worauf beziehen sich Wassertiefen und Höhen in welchem Revier? Wird z. B. eine Durchfahrtshöhe automatisch an den aktuellen Wasserstand angepasst, oder bezieht sie sich immer auf dasselbe Kartennull? Was bedeutet welches Symbol? Eine Kartenlegende wäre nice. Detaillierte Hafenkarten mit zusätzlichen Hafeninfos wären schön, aber mir ist klar, dass der redaktionelle Aufwand dafür sehr hoch ist.

    Wetter- und Strömungsnavigation
    Super, das zu dem Preis im Basispaket mit drin zu haben. Aber wie einer der Podcast-Teilnehmer meinte: eine Wann-wäre-der-beste-Abfahrtszeitpunkt-Berechnung wäre für Gezeitenreviere schon gut. Und – ganz ehrlich – für Fahrtensegler wahrscheinlich auch die relevanteste Information aus so einem Polardaten-Planungstool, das ohnehin bei Verwendung der generischen Polardaten eher ein Serviervorschlag als eine regattaprofimäßige Minimum-time-track-Berechnung ist.
    Und auch hier ein Punkt bei der Dokumentation: welche Strömungen werden berücksichtig? In der Website-Beschreibung steht: Gezeitenströmungen. Aber in der Ostsee habe ich ja überwiegend Windströmungen. Werden die auch berücksichtigt?

    Routenplanung
    Vielleicht habe ich es nur falsch bedient, aber wenn nicht: ich würde Routen von A nach B gern „halbautomatisch“ planen können. D.h. ich möchte die automatische Routenfunktion gern nutzen aber Wegpunkte auf der Route manuell festlegen können, in die ich die automatische Route zwinge. Z.B., wenn ich an einer Insel auf einer bestimmten Seite vorbeifahren will oder weil ich in im Fahrwasser fahren möchte und nicht querfeldein. Bei Navionics geht das.

    Systemintegration
    Im Podcast wurde es schon genannt: die Integration eines drahtlosen Windsensors wie dem Calypso wäre super. Entweder über BT direkt aufs Orca-Display oder zum Orca-Core. Ich habe einen Calypso auf meinem Boot, musste aber noch einen recht teuren NMEA-Konverter nur dafür anschaffen, um die Daten ins NMEA-Netzwerk und auf meine Displays zu bekommen. Ohne Winddaten, keine sinnvollen Performance-Daten. Wenn Orca sich noch Richtung Regattanutzung entwickeln möchte, wäre das gut. Dann müsste es am besten auch noch eine BT-Schnittstelle zu den Cyclops-Lastsensoren geben.
    Außerdem würde ich es begrüßen, wenn der Orca-Core nicht nur mit der Orca-App sondern auch mit anderen Apps auf dem iPad kommunizieren könnte – ich wünsche mir hier einen NMEA-Wifi-Konverter, der nicht nur exklusiv von der Orca-App genutzt werden kann.
    Was im Podcast gar nicht zur Sprache kam, aber was ich extrem smart finde: über den Orca-Core und die Orca-App hat man eine integrierte Autopilotensteuerung! So kann man sich sensationell günstig ein Autopilotensystem bauen. Der Orca-Core2 ersetzt einen 9-Achsen-Sensor und einen Magnetkompass-Sensor. Allein dafür zahlt man bei manchen Herstellern mehr als für den Orca-Core2. Jetzt kann man sich noch z.B. einen B&G-NAC2 Steuercomputer anschaffen, einen einfachen Pinnenpilotenantrieb (z.B. den S1 von Raymarine) und einen Ruderlagensensor und müsste ein für kleine Boote leistungsfähiges Steuersystem haben, dass sogar Gust-Modes und Surf-Modes segeln könnte. Ein Autopiloten-Display kann man sich sparen, weil man den Autopiloten über die App bedienen kann. Wer etwas basteln mag, könnte auf den Ruderlagensensor sogar verzichten und stattdessen einen Raymarine ST1000 oder 2000 verwenden, der ein integriertes Potentiomenter (Ruderlagensensor) hat. Mit etwas Lötgeschick müsste sich dieses Potentiometer direkt am analogen Potentiometereingang des NAC-2 anschließen lassen. Dann spart man nochmal 800€. Aber das habe ich nicht ausprobiert und das steht auch in keiner Installationsanleitung – nur so ein Gedanke.

    Regattafunktionalität
    Die ist bei Orca nur rudimentär vorhanden. Meine Benchmark wäre hier die Tactiqs-App. Wenn es diese Funktionalitäten auch noch im Orca geben würde, dann wäre das System die eierlegende Wollmilchsau. Die Gefahr besteht natürlich, dass man die App überfrachtet. 90% der Nutzer brauchen das vermutlich nicht. Vielleicht wäre es sinnvoll, diese Funktionalitäten klar zu trennen oder sie in zwei verschiedenen Apps anzubieten.

    Navigationszuverlässigkeit und GPS/GNSS-Back-up
    In Zeiten von GPS/GNSS-Jamming und Spoofing würde ich es gut finden, wenn die App einen sehr deutlichen Hinweis generiert, falls die Satellitenposition unzuverlässig ist. Positionssprünge oder ein rasches Verdriften der Position sollte das System von selbst als Störung erkennen.
    Wenn die Positionsbestimmung gestört ist, sollte das System einen Koppelmodus als back-up von der letzten vertrauenswürdigen Position aus anbieten und die Position anhand von Kompasskurs und Geschwindigkeit durchs Wasser, zzgl. des Strömungsvektors automatisch koppeln. Wenn man im Koppelmodus unterwegs ist, sollte es außerdem die Möglichkeit geben, die Position zu manipulieren, in dem man eine rechtweisende Peilung (mit Uhrzeit) zu einem Objekt eintragen kann. Das System sollte diese Standlinie dann auch automatisch versegeln. Die besagte Transas Tsunami Software aus den 0er-Jahren hatte diese Funktionalität (Koppelmodus). Allerdings sollte der Hinweis, dass sich die Navigation im Koppelmodus befindet, ebenfalls sehr deutlich dargestellt werden. Es gab mal einen Unfall mit einer Fähre, die 40 Stunden im Koppelmodus gefahren ist, weil das GPS-Kabel einen Wackelkontakt hatte, und die Brückenbesatzung hat es nicht gemerkt, weil der Wechsel des Modus nur mit zwei kleinen grauen Buchstaben „DR“ in irgendeiner Ecke des Displays angezeigt wurde.

    NAVTEX-Integration
    Was vielleicht mit Hilfe von KI schon möglich sein könnte: Fast kein Segler liest sich NAVTEX-Warnungen durch. Allerdings gibt es unter 100 belanglosen Warnungen doch fast immer 1 oder 2, die bedeutend sein können. Wenn es möglich wäre, diese Meldungen sehr zeitnah in die Karten zu integrieren, dann wäre das ein echter Sicherheitsgewinn. Ich denke da z.B. an einen Fall, wo eine Crew gerätselt hat, ob der Hafen, den sie anlaufen wollte, vielleicht geschlossen ist. Es gab diese Info als Navigationswarnung. Wenn es die App (oder ein Orca-Rechner an Land) schaffen würde, diese Warnungen eigenständig auszuwerten und z. B. den betreffenden Hafen in der Karte mit der Warnung zu markieren, oder ein aktives militärisches Sperrgebiet ad-hoc einzuzeichnen, dann fallen mir gleich zwei Unfälle mit Todesfolge ein, die auf diese Weise hätten vermieden werden können.

    So, damit wäre ich mit meiner Feedback- und Wunschliste auch schon am Ende. Ich finde, das Orca bereits jetzt ein Top-Fahrtensegelnavigationssystem ist. Auf meinem alten Schiff hätte ich es bestimmt schon an Bord. Und wenn die Firma weiterhin so ein großes Ohr am Kundenbedürfnis hat, wie im Podcast behauptet, ist das auch ein echt starker Punkt.

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    1. Sehr cool – vielen Dank. Ich leite das mal weiter.

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      1. Jan-Erik Kruse

        sagt:

        Danke. Bin gespannt auf die Rückmeldung.

  4. Michael Illbruck

    sagt:

    Sich Illbruck Skipper zu nennen, wenn man die Charter Bude lenkt ist schon wirklich beeindruckend

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    1. Ich nenne ihn so. Er sich nicht. Abgesehen davon skippert er das Schiff. Würde mich interessieren, welche Boote Du so bewegst. Weiß man ja bei so anonymen Fantasienamen nicht. Aber sicher bist Du ein ganz toller Seemann.

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    2. J. Kostecki

      sagt:

      What ist here then loose?

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  5. Navigator

    sagt:

    Orca ist wirklich zwei Welten oberhalb von Navionics. Preislich hingegen vier Welten unterhalb. Ich hoffe, die gehen nicht den Weg von Navionics und werden von Jahr zu Jahr immer teurer.

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  6. Tobsen

    sagt:

    Tolle Runde, wirklich super, wen ihr da zusammengetrommelt habt. Freu mich auf weitere Folgen und Erfahrungen.
    Mit dem guten Support das hat mir ein Vereinskumpel auch genau so erzählt. Ich habe dieses Jahr von Navionis auf Orca gewechselt und mache gerade meine ersten Schritte in der App. Mein bisheriger Eindruck ist 10/10.
    Wenn ihr mit dem eReader Trick weiter seid, bitte veröffentlicht das.

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    1. Danke. Wir begleiten die Saison über alle Segler, deren Erfahrungen und auch natürlich Tipps und neue Updates. Dranbleiben lohnt sich.

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