Gefion, Ethel von Brixham, Gotland. Nur drei junge Beispiele von einst stolzen Traditionsseglern, die auf dem Schrott landeten. Dazu kommen all die vor sich hin gammelnden kleinen Yachten und Boote aus den 70ern. Egal ob groß, ob klein: es ist ein Muster erkennbar. Eines, welches leider eine ziemlich rosige Zukunft hat.

Nur drei neuere Beispiele von einst stolzen Schiffen, die es nicht mehr gibt:
Die „Gefion“ war so ein Schiff, an dem man achtlos vorbeiging, weil man glaubte, es gehöre einfach dorthin. Lange in Laboe beheimatet, viel Holz, viel Geschichte. Im vergangenen Sommer lief sie vor Rødbyhavn auf Grund. Der Pflegezustand war eher schlecht.
Ähnlich erging es der Ethel von Brixham, einem der letzten großen Gaffelschoner britischer Bauart. Symbolischer Kaufpreis, ehrgeizige Pläne, Überführung – und dann die Havarie auf der Elbe. Bei der Bergung zerbrach der Rumpf. Geschichte wiegt viel, trägt aber nicht automatisch.
Die Gotland lag jahrelang auf meinem Weg vom Heimatliegeplatz in Kappeln in die Stadt. Der Zustand wurde von Jahr zu Jahr schlechter, bis sie letzlich verschrottet wurde.

Bei solchen Traditionsseglern ist das Problem groß und sichtbar. Es geht um sechsstellige Unterhaltskosten, um aufwendige Werftzeiten, um Spezialisten für Holz, um Sicherheitsauflagen, Klassifikationen, Versicherungen. Und um die schlichte Rechnung, ob Touristenfahrten oder Charter die laufenden Kosten wirklich decken. Manche neue Eigner unterschätzen, was es heißt, ein schwimmendes Denkmal zu betreiben. Ein symbolischer Kaufpreis ändert nichts daran, dass jedes Jahr ein kleines Vermögen im Rumpf verschwindet.
Das ist die große Bühne. Es gibt noch eine weitere:

Schreibe einen Kommentar