Symbol-Vogel der Hochseesegler: Albatros ist zurück auf Helgoland

Extremflieger zu Gast

Der Helgoländer Albatros ist zurück auf Deutschlands berühmter Nordseeinsel. Die Ankunft des exotischen Gastes, um den sich zahlreiche Seefahrer-Mythen und Segelgeschichten ranken, sorgt für Aufsehen.

Albatross, Volvo Ocean Race

Ein Albatross begleitet “Turn The Tide” beim Volvo Ocean Race © Jeremie Lecaudey/Volvo Ocean Race

Albatrosse gelten in der Seefahrt seit jeher als Glückssymbole und gutes Omen. Aber auch unter den Hochseeseglern haben sie längst Symbolstatus. Viele Extremsegler können auf magische Begegnungen mit einem der riesigen, überwiegend auf der Südhalbkugel lebenden Seevogel-Exemplare zurückblicken. Boris Herrmann etwa berichtete einst von solch einem erstaunlichen Zusammentreffen nach einem Wassereinbruch im Südpolarmeer.

In Europa sind Sichtungen der majestätischen Giganten mit einer Spannweite von bis zu 3,5 Metern, die weit über 50 Jahre alt werden, auf Nahrungsflügen gut und gerne 2000 Kilometer zurücklegen können, aber extrem ortstreu sind, noch immer eher selten. Auf Sylt und Helgoland kann man allerdings mittlerweile fast schon mit spektakulären Besuchen rechnen. Hier machte in den Frühlings- und Sommermonaten der letzten Jahre höchstwahrscheinlich immer wieder derselbe Schwarzbrauenalbatros Station und versetzte Vogelfreunde in helle Aufregung.

So dürfte es auch in diesem Jahr sein. Denn der Seevogel wurde nun erstmals wieder auf Helgoland gesichtet. Das vermeldete der Verein Jordsand, der sich für den See- und Küstenvogelschutz sowie für den Naturschutz an der Nord- und Ostseeküste und im Großraum Hamburg einsetzt. Am Wochenende sei beobachtet worden, wie er um die Düne herumflog. Zahlreiche Ornithologen aus ganz Europa haben vermutlich nur auf diese Nachricht gewartet und werden in den nächsten Wochen versuchen, einen Blick auf den Sensationsgast zu erhaschen.

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