Extrem-Törn: Luisa Neubauer nach Malizia-Expedition von Barak Obama gewürdigt

„Kneift mich“

Luisa Neubauer war im Januar einen Monat lang mit „Malizia Explorer“ in der Antarktis unterwegs – nun wird sie auch für diesen Törn von keinem Geringeren als Barack Obama geadelt. Damit erhält auch die Malizia-Initiative eine globale Reichweite. 

Louisa Neubauer
Louisa Neubauer an Bord der „Malizia Explorer“. © Neubauer

Die deutsche Klima-Aktivistin hatte sich schon während der Vendée Globe als Fan von Boris Herrmann geoutet und ihn per Videoschalte auf seinem Ritt um die Welt besucht. Danach ging sie zur zweiten Antarktis-Expedition der „Malizia Explorer“ an Bord, die der IMOCA-Skipper zuvor gestartet hatte, und berichtete begeistert von den gut 30 Tagen an Bord.

Louisa Neubauer
Malizia Explorer im Eis. © Neubauer

Nun führte auch diese Präsenz zu einem Ritterschlag von höchster Stelle. Barack Obama legt sie und ihre Geschichte seinen 42,5 Millionen Followern wärmstens ans Herz: „Die jungen Menschen in unserem @ObamaFoundation-Leaders-Programm geben mir Hoffnung. Eine dieser Führungskräfte, Luisa Neubauer, engagiert sich im Kampf gegen den Klimawandel und war kürzlich in der Antarktis. An diesem Earth Day hoffe ich, dass ihr euch ihre unglaubliche Geschichte anschaut.“

 

Der ehemalige US-Präsident veröffentlichte dazu ein Video, das Neubauer auf dem Forschungsschiff in polarer Umgebung zeigt. Darin beschreibt sie die Antarktis als „Ort der Hoffnung“ – gerade weil sie durch internationale Abkommen geschützt ist. In einer Zeit globaler Krisen wirke dieser Kontinent fast wie ein Gegenentwurf: ein Beweis dafür, dass gemeinsames Handeln zum Schutz des Planeten möglich ist.

 

 
 
 
 
 
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Für Neubauer ist die Aufmerksamkeit aus Washington mehr als nur symbolisch. Sie hatte bereits am Leadership-Programm der Obama Foundation teilgenommen und gehört damit zu einem Netzwerk junger internationaler Führungspersönlichkeiten. Dass Obama sie nun explizit hervorhebt, verstärkt ihre Rolle als eine der sichtbarsten Stimmen der Klimabewegung.

Boris Herrmann mit Angela Merkel und Luisa Neubauer
Boris Herrmann mit Angela Merkel und Luisa Neubauer gemeinsam im Bundestag zum Anlass der Kanzlerwahl bei. © Neubauer

Ihre Reise mit der „Malizia Explorer“ war dabei mehr als eine medienwirksame Expedition. Eingebettet in ein wissenschaftliches Projekt beteiligte sich Neubauer am „Globalen Klassenzimmer“, bei dem tausende Schüler per Livestream Einblicke in die Antarktis und den Klimawandel erhielten. Die Verbindung von Forschung, Segelsport und Bildungsarbeit ist ein zentrales Element der Mission, die von Boris Herrmann initiiert wurde.

Louisa Neubauer
Die Klima-Aktivistin mit obligatorischer Rettungsweste. © Neubauer

Mit der Würdigung durch Obama erreicht diese Geschichte nun ein Millionenpublikum – und zeigt, wie sehr sich die Wege von Hochseesegeln, Wissenschaft und Klimapolitik inzwischen miteinander verschränken. Neubauers Reaktion: „Kneift mich.“ kommentiert sie einen Repost des Obama-Videos.

Louisa Neubauer
Das Expeditionsschiff von hinten im Eis. © Neubauer

18 Kommentare zu „Extrem-Törn: Luisa Neubauer nach Malizia-Expedition von Barak Obama gewürdigt“

  1. Wer auf einer Segelyacht auf Expeditionsfahrt in einem so extremen Revier wie der Antarktis Ohrringe trägt, ist dort offensichtlich fehl am Platz.

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  2. LieberNicht

    sagt:

    Ich wundere mich was Ihr so alles wisst!
    Das eine Frau Luisa Neubauer oder wie auch immer irgendetwas öffentlich geäußert hat … habe ich schon mitbekommen.

    Ich bin da zumeinst nicht ganz mit einverstanden, aber auf die Idee, dass mit Ihrer Verwandschaft in Verbindung zu bringen, würde ich ehrlich gesagt nicht kommen.

    Ja klar: bestimmte Kreise geben Ihren Einfluss weiter und so manchen Lebenswandel kann sich auch nicht jeder leisten. Halte ich für problematisch aber daraus lässt sich nichts über inhaltliche Positionen dieser Menschen ableiten.

    Jedenfalls bin ich jetzt soweit klüger, dass die Vorfahren von dieser Frau tausende von Menschen vergiftet haben (richtig so? ironi OFF)

    Ich bitte in diesem Zusammenhang doch daran zu denken, dass die xx Millionen getöteter Menschen durch das 3. Reich ja nicht von nur einigen wenigen gemordet wurden. Da hat die ganze „Volksgemeinschaft“ mitgemacht.

    Viele jüngere mögen es nicht mehr wissen, aber über das was wirklich passiert ist wurde ein riesiger Mantel des Schweigens gelegt.
    Keiner (nahezu) aus der Generation hat freiwillig oder ehrlich über das geredet, was passiert ist – die haben alle geschwiegen – es war wohl auch einfach für das eigene Empfinden zu schrecklich.

    Die Frau Neubauer mag aus previligierten Kreisen kommen, aber das kann kein inhaltlicher Vorwurf sein (auch wenn ich inhaltliche Vorwürfe durchaus teilen würde)

    Ihre verwandschaftlich Nähe zu wem auch immer ist kein Alleinstellungsmerkmal. Ich schätze mal, dass das auf ca 95% unserer Bevölkerung zutrifft, auch wenn die meißten das nicht mehr wissen.

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  3. Andreas

    sagt:

    Schade das sich der Segelreporter erneut zu politischer Propaganda hinreisen lässt. Der Mehrwert an bzw. seglerisch relevante Inhalt ist absolut Null.

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  4. jorgo

    sagt:

    Ich persönlich kann beim besten Willen keine Verbindung zwischen Klimaschutz und Highend Hochseeregattasegeln ziehen.
    Das ist Resourcenverbrauch im Höchstmaß, die ganze Logistik erfordert Tausende von Flugmeilen usw. Jeder halbwegs informierte Mensch weiß das.
    Greenwashing at its best …. und kaum einer scheint das ernsthaft infrage zu stellen.

    Wie ist es überhaupt, wenn man sich selbst das Recht nimmt die „phantastische Natur der Arktis“ zu geniessen, das Ganze auch noch breit in die Öffentlichkeit zu tragen —— und auf der anderen Seite den Kreuzfahrt-Tourismus von „einfachen“ Menschen, welche genau das auch gerne erleben möchten, zu verurteilen? (Da kommen mir Erinnerungen an ehemals ostdeutsche Verhältnisse in den Sinn. )

    Ferner bereitet es mir Sorge, dass die Menscheitsprobleme über PR- intensive Formate in die Klassenzimmer übertragen werden. Was tut man den Kindern damit an? Sie werden früher oder später die Erfahrung machen müssen, dass die Welt sich gegen ihren Willen anders dreht und die eigene Machtlosigkeit spüren. Nicht zuletzt sehen sie tagtäglich die Widersprüche – in ihrem Umfeld, bei ihren Eltern …. und auch bei den Protagonisten. Luisa (und Checker Tobi) fahren schließlich nicht mit dem Fahrrad ans andere Ende der Welt.

    Bin gespannt wohin das führt.

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    1. Sven 14Footer

      sagt:

      Deinen Kommentar finde ich spannend. Insbesondere in Bezug auf Menschheitsprobleme in Klassenzimmer zu übertragen. Also Du rätst davon ab, unsere Kinder über Umweltprobleme und Menschheitsprobleme aufzuklären!? Die Geschichte hat gezeigt durch Aufklärung und Bildung konnten Missstände geändert und beseitigt werden. Durch Augen schließen ist das, meines Wissens, bisher nicht gelungen. Mir ist es sehr lieb, wenn Boris und Luisa Ihre Popularität nutzen um Kindern die Bedeutung der Ozeane nahezubringen.
      Viel besser als wenn mein Onkel und Tante auf einem Kreuzfahrer Bilder von Pinguinen machen. Die Erkenntnis mit unserer Umwelt pfleglich umzugehen ist in letzterem Fall deutlich geringer!

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      1. Hans W.

        sagt:

        Spannender Exkurs zum Thema Grammatik und Suggestion:
        Ein !? gibt es nicht.

        Lautete Dein Satz: „Also Du rätst davon ab, unsere Kinder über Umweltprobleme und Menschheitsprobleme aufzuklären!“ wäre die Antwort auch für mich als Unbeteiligter nachlesbar nein.

        Lautete Dein Satz: „Also Du rätst davon ab, unsere Kinder über Umweltprobleme und Menschheitsprobleme aufzuklären?“ wäre die Antwort auch für mich als Unbeteiligter ebenfalls nachlesbar nein.

        So gesehen haben wir hier jetzt ein Niveau erreicht, welches dem Thema nicht gerecht wird. Das ist der Sache kaum zuträglich. Wir sind doch hier nicht bei der Mopo oder SpOn.

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        1. PL_achso77

          sagt:

          beliebte Taktik, wie ich finde aber selbstentlarvend. Statt sich inhaltlich auseinanderzusetzen, lieber Stilkritik.
          Ich kann Sven inhaltlich nur vollumfänglich zustimmen. Sich darüber aufzuregen, dass hier Bildungsarbeit geleistet wird und im gleichen Atemzug letztlich Fatalismus zu predigen ist gelinde gesagt wenig zukunftsfähig. Und ja, natürlich gibt es Widersprüche und Brüche, aber das ist ehrlich gesagt schlicht die Natur des Lebens. Entscheidend ist die Frage, wie damit umgehen. Und da finde ich Boris und auch Luisa und Co. in ihrem Umgang um Welten sinnvoller und hilfreicher als eine Haltung, die jeden Einsatz mit Verweis auf „aber die anderen sind so böse“… oder: „bringt doch eh alles nix“, oder „du darfst aber nur was sagen , wenn du überhaupt gar nichts falsch machst“ etc. zu entwerten, mutmaßlich um die eigene Bequemlichkeit oder die eigenen Privilegien zu verteidigen…

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  5. Jorgo_sailor

    sagt:

    Interessant ist auch, dass das Schiff, laut Aufkleber am Heck, offiziell mit deutschen Bundesmitteln gefördert wird aber unversteuert (keine MwSt. in Deutschland) unter Monegassischer Flagge fährt, will ja nicht nörgeln aber das hat Geschmäckle. Aber irgendwo muss das Steuergeld ja schließlich hin.

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    1. LieberNicht

      sagt:

      Ich denke, dass du den Mechanismus hinter der Mwst noch nicht verstanden hast.
      Das ist eine Endverbrauchersteuer. Beteiligte Unternehmen sind in der Regel Vorsteuerabzugsberechtigt. Die zahlen weder in DE noch sonstwo in der EU Mehrwertsteuer.

      Als Unternehmen kann ich Vorsteuerfreie Lieferungen aus der EU empfangen und auch Vorsteuerfrei in die EU liefern.

      Dieser Verkehr wird über die Umsatzsteuer ID kontrolliert.
      Für dern Endverbraucher wird immer die Umst des Empfängerlandes erhoben
      Für Firmen gilt Vorsteuerfrei aus FR bezogen: Vorsteuerfreie Ausgabe in der Buchhaltung.
      Lieferung in die EU: Vorsteuerfrei und Mitteilung an das … (Amt fällt mir gerade nicht ein). Die sorgen dann für die Kommunikation mit den Finanzbehörden des Empfängerlandes.

      So, oder bis auf Details so ähnlich

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    2. jorgo

      sagt:

      Kommerzielle Schiffe fahren auch in Deutschland und unter deutscher Flagge Mwst. befreit!

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      1. LieberNicht

        sagt:

        Endverbrauchssteuer!
        nicht mwst-befreit! Unternehmen egal welcher Art (außer Kleinstunternehmer auf Antrag), zahlen keine Mwst (bzw Umsatzsteuer oder Vorsteuer)
        Sie erheben diese Steuer stellvertretend für den Staat und verrechnen selbst gezahlte Umst dagegen.
        Für Unternehmen ist diese Steuer ein Nullsummenspiel!
        Und ja! Das gilt das auch Weltweit.

  6. Marlboroman

    sagt:

    schön wenn man als Erbin eines Tabak Imperiums, wo hunderttausende von Menschen als Folge dessen an Lungenkrebs verreckt sind, sich soo eine schöne Zeit machen kann…hach

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    1. Steffen

      sagt:

      Einfach mal Googlen: Reemtsma 30er Jahre, also ich könnte jetzt nicht ruhig schlafen

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    2. Chris

      sagt:

      Ist da jemand neidig? Was kann die Frau für ihre Herkunft?
      Nur, weil einem ihre Message zu unbequem ist, muss man doch nicht unfair über die Familie herziehen.
      Eine Analyse ihrer Finanzen kann man hier nachlesen:
      https://www.leadermagazin.de/luisa-neubauer-vermoegen/

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      1. waumnur

        sagt:

        Nicht ihr ernst, oder? Wenn man sich allein das KI generierte Titelbild des Artikels ansieht, kann man erahnen, wie seriös das Magazin ist.
        Die Berechnungen sind sehr unstimmig und allein die Einleitung des Artikels bereits tendenziös.
        Aber hey – das ist halt heute so: alles, was auf die eigene Meinung einzahlt, wird geteilt, egal ob es stimmt oder nicht.

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        1. Chris

          sagt:

          Ich habe den Text gelesen, nich nach dem Bild geurteilt. Sonst könnte ich auch Bild lesen. Der Artikel war einer der ersten, den die Suchmaschiene zu dem Thema ausgespuckt hat. Dieser hier ist auch sehr umfangreich und differenziert. Aber das Titelbild wird Dir sicher auch nicht gefallen:
          https://nachhaltigkeit-mit-kopf.de/wirtschaft/luisa-neubauer-vermoegen/

      2. Energiesparer

        sagt:

        Neidig hin oder her:
        Die Agenda von Neubauer ist für viele Menschen in unserem Land unbezahlbar und für Teile der produzierenden Betriebe existenziell. Und Das ohne gross positiven Einfluss auf das Weltklima. Es ist eine reine Verlagerung der Emissionen bei uns alles umzuschmeißen und sorgt für eine tiefe (weiter vertiefende) Spaltung der Gesellschaft.
        Sozialverträglicher, konstruktiver Klimaschutz geht anders. Das machen Erfinder, Ingenieure usw.
        Das andere ist z. T. Panikmache.
        Die Story oben gehört in die GALA ( lese ich nicht).

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      3. Steffen

        sagt:

        nee, nicht neidisch, es geht nur darum mit wessen „Hilfe“ das Vermögen damals aufgebaut wurde und wer die Unterstützer waren in den 30ern, kann sich jeder selbst ein Bild machen auf welcher Basis das heute Vermögen der Neubauers (Reemtsma) heute beruht…

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