Wetterphänomen: Burglind jagt über den Urner See – Schäden in ganz Europa

Naturgewalt

Sturmtief “Burglind” hat orkanartige Böen über Deutschland und die Schweiz hinwegfegen lassen. Am Urner See konnte eine eindrucksvolle Böenwalze beobachtet werden.

Der Urnersee ist in der Schweiz als das Revier mit der besten Windstatistik bekannt. Mal weht der Schlechtwetter-Föhn aus dem Süden mit bis zu 10 Windstärken, mal die Thermik mit gut 6 Bft aus dem Nordwesten. Aber das, was Sturmtief Burglind auf dem Teil des Vierwaldstättersees veranstaltet hat, passiert auch nicht alle Tage. Das Video zeigt, wie ein heftiger Sturmwirbel über das Wasser jagt. 

In Europa von Spanien bis zur Nordsee hat Burglind gewütet. Im Baskenland wurde ein Paar auf einem Deich von einer riesigen Welle erfasst und konnte nicht mehr gerettet werden. Im schweizer Kanton St. Gallen stürzten Bäume auf die Seile einer Bergbahn, und im Niedersachsen fiel sogar eine Windkraftanlage um.

Dramatische Rettung im Ärmelkanal

Im Ärmelkanal geriet ein Einhandsegler bei 50 Knoten Wind und bis zu sieben Meter hohen Wellen in Seenot. Die Besatzung eines Frachters empfing den Notruf, suchte die Yacht und schirmte sie vor dem Unwetter ab. Es folgte eine dramatische Rettungsaktion per Hubschrauber, bei dem es dem ins Wasser gelassenen Taucher fast 35 Minuten lang nicht gelang, den Haken des Helikopters zu erreichen.

Der Segler konnte schließlich unterkühlt und unter Schock hochgewinscht werden. Er wurde in den Hafen von Cherbourg gebracht und von der Feuerwehr in ein Krankenhaus.  Die Yacht driftete mit zerfetzten Segel ab und konnte bisher nicht wieder geortet werden.

 

 

 

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