Der Rosenkrieg zwischen Segelstar Sir Ben Ainslie und INEOS-Chef Sir Jim Ratcliffe wird immer schmutziger. In einem Verfahren vor dem Londoner High Court wirft Ainslies Team Athena Racing seinem früheren Geldgeber massive Einschüchterungsversuche vor.

Laut der nun veröffentlichten Verteidigungsunterlagen in dem laufenden Prozess um die Vermögenswerte des ehemaligen INEOS Team Britannia soll Ainslie schon unmittelbar vor dem Start des ersten America’s-Cup-Rennens 2024 in Barcelona gedroht worden sein. Am 12. Oktober 2024, wenige Stunden vor dem ersten Finalrennen gegen das neuseeländische Team, trafen sich die INEOS-Sportchefs Jean-Claude Blanc und Rob Nevin mit Ainslie in dessen Büro auf der Teambasis in Barcelona. Dabei hätten sie gefordert, dass Athena sämtliche Vermögenswerte und geistigen Eigentumsrechte an INEOS übertragen müsse, falls Ratcliffe auch künftig America’s-Cup-Projekte finanzieren solle. Das Boot wird laut der Ratcliffe-Partei inzwischen mit umgerechnet 210 Millionen Euro bewertet.

Besonders brisant ist eine Aussage, die Athena Racing Rob Nevin zuschreibt. Demnach habe dieser erklärt: „Bei INEOS haben wir einen Ausdruck: ‚Scorched Earth‘. Das bedeutet, wenn du Jim nicht gibst, was er will, wird er dein Haus niederbrennen.“ Ainslie habe versucht, die Situation zu entschärfen und darauf hingewiesen, dass wenige Stunden später das wichtigste Rennen seiner Karriere beginne. Laut Athena sei daraufhin die Drohung aber noch bekräftigt worden.

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