Regattasegeln scheint aktuell nicht gerade zu den Boom-Sportarten zu gehören. Aber es gibt auch positive Trends. Die OK-Jolle erlebt 70 Jahre nach ihrer Geburt einen rätselhaften Boom. Was dahinter steckt. Warum Paralympics-Champ Kröger dabei ist.

Während sich die Segelszene neu erfindet, überall gerast und gefoilt wird, aber die Flottengrößen eher klein bleiben, erleben einige klassische Einhand-Segeljollen Zulauf. Finn Dinghy, ILCA, Contender oder Europe weisen bei ihren Saisonhöhepunkten hohe Meldezahlen auf. Aber insbesondere die OK-Jolle verzeichnet eine nicht für möglich gehaltene Vergrößerung der Flotte.
Der Aufschwung hatte sich schon im vergangenen Jahr manifestiert, als am Gardasee 212 Segler zur größten Weltmeisterschaft der Klasse aller Zeiten antraten. Wer dachte, dass es sich dabei wegen des ikonischen Reviers um eine Ausnahme gehandelt hat, sieht sich getäuscht. Denn nächste Woche startet in Skovshoved, Dänemark, die zweitgrößte OK-Jollen-Weltmeisterschaft aller Zeiten. 207 Boote aus 14 Nationen sind am Start.

Die Veranstaltung kehrt zum ersten Mal seit 2012 nach Dänemark zurück, in ein Land, das die zweitgrößte OK-Jollenflotte der Welt beheimatet. Zudem fällt sie mit dem 70. Geburtstag der ersten OK-Jolle zusammen, die 1956 von Knud Olsen in Bandholm im Süden des Landes gebaut und vom Stapel gelassen wurde. Seine umgekehrten Initialen geben der Klasse ihren Namen.

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