Cruiser gerät in 49erFX-WM-Feld: Starkwind-Faszination bei Übertragung – GER Teams stark dabei

Yacht räumt Skiff-Seglerinnen ab

Bei der 49erFX-WM ist es vor Quiberon zu einer haarsträubenden Szene gekommen, als ein Fahrtensegler zwei Frauenteams abräumt. Deutsche Teams waren nicht betroffen. Sechs Teams liegen vor dem Start der Goldfleet-Phase noch in Medaillenreichweite.

49er Kollision
Der Cruiser kreuzt hoch am Wind durch den Kurs der 49erFX-Gruppe…© Sailing Energy

49er sind bei Starkwind schwer zu kontrollieren. Es ist nahezu ein Wunder, wie die Crews auf den schnellen Skiffs im Doppeltrapez balancieren und Wettkämpfe auf höchstem Niveau bestreiten. Wenn es wie vor dem französischen Quiberon um Weltmeisterehren geht, haben sie zuvor so viele Wasserstunden absolviert, dass sie sich in Bestform befinden. 

49er Kollision
…Die Spanierinnen und Franzosen können nicht mehr ausweichen…© Sailing Energy

Aber insbesondere vor dem Wind unter dem großen Gennaker gestaltet sich ein Starkwindkurs nach wie vor wie ein Ritt auf der Rasierklinge. Viel Spielraum zum Manövrieren bleibt nicht. Wenn man ein paar Grad zu hoch vom optimalen Kurs abkommt, droht die Kenterung nach Luv, steuert man zu tief, geraten die Körper ins Wasser und es folgt unweigerlich die Luvkenterung.

Wenn dann plötzlich im Eifer des Gefechts eine vergleichsweise langsame Fahrtenyacht im Kurs auftaucht, ist es fast unmöglich, rechtzeitig auszuweichen. Den Französinnen Chloé Revil und Albane Dubois gelingt das jedenfalls nicht. Und auch die Spanierinnen Alicia Fraz mit Elena Barrio Garcia erkennen die Gefahr zu spät.

Wie der Schock-Moment ablief

Mitgliedschaft erforderlich

Sie müssen ein Mitglied sein, um auf diesen Inhalt zuzugreifen.

Mitgliederstufen anzeigen

Already a member? Hier einloggen

6 Kommentare zu „Cruiser gerät in 49erFX-WM-Feld: Starkwind-Faszination bei Übertragung – GER Teams stark dabei“

  1. Wilfried

    sagt:

    Dafür sind eben Sicherungsboote nicht da. Die Regattabahn ist kein Sperrgebiet in dem sie andere Schiffe anweisen können abzudrehen. Ich nehme als Regatta-und Fahrtensegler maximal Rücksicht auf andere Regattasegler aber man sollte als Skiffsegler bei einer WM in der Lage sein einem 10m langen Hindernis ausweichen zu können. Wenn nicht, beherrscht man sein Boot nicht. Nebenbei, ein gekenterter Konkurrent idt genauso breit. Fährt man dem dann auch einfach rein?

    5
    2
  2. Bei allem Verständnis gilt hier eben trotzdem „Lee vor Luv“ – dass niemand sonst auf dem Wasser ist, davon sollte niemand ausgehen, selbst bei einer WM nicht.

  3. gümo

    sagt:

    Wer kennt denn noch die gute alte Seemannschaft?

    3
    2
  4. jorgo

    sagt:

    Wir haben das Meer nicht gepachtet – wir haben es jeweils nur von unseren Kindern und Enkeln geliehen.
    Die Einen nutzen es für Kriege, Broterwerb und Flucht – andere für Wettkämpfe und/oder Recreation. Wer hat mehr Rechte? Keiner oder Alle? Das Wort zum Sonntag 😉.

    6
    2
  5. Ich erlebe es viel zu oft, dass bei Regatten andere Verkehrsteilnehmer einfach durchfahren. Seien es Yachten, Angler oder Berufsschiffahrt. Ich würde mir da mehr Rücksichtnahme wünschen.

    Gleichzeitig wünsche ich mir auch oft mehr Aufmerksamkeit der Sicherungsboote, die solche Situationen verhindern sollten

    4
    3
    1. für mich ein klares Versagen der Sicherungsboote, der Fahrtensegler hat wegerecht und konnte die Geschwindigkeit der 49er offenbar nicht einschätzen, die 49er waren im Regattamodus, genau dafür sind doch Sicherungsboote da, um rechtzeitig einzugreifen.

      11
      4

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert