Bei der 49erFX-WM ist es vor Quiberon zu einer haarsträubenden Szene gekommen, als ein Fahrtensegler zwei Frauenteams abräumt. Deutsche Teams waren nicht betroffen. Sechs Teams liegen vor dem Start der Goldfleet-Phase noch in Medaillenreichweite.

49er sind bei Starkwind schwer zu kontrollieren. Es ist nahezu ein Wunder, wie die Crews auf den schnellen Skiffs im Doppeltrapez balancieren und Wettkämpfe auf höchstem Niveau bestreiten. Wenn es wie vor dem französischen Quiberon um Weltmeisterehren geht, haben sie zuvor so viele Wasserstunden absolviert, dass sie sich in Bestform befinden.

Aber insbesondere vor dem Wind unter dem großen Gennaker gestaltet sich ein Starkwindkurs nach wie vor wie ein Ritt auf der Rasierklinge. Viel Spielraum zum Manövrieren bleibt nicht. Wenn man ein paar Grad zu hoch vom optimalen Kurs abkommt, droht die Kenterung nach Luv, steuert man zu tief, geraten die Körper ins Wasser und es folgt unweigerlich die Luvkenterung.
Wenn dann plötzlich im Eifer des Gefechts eine vergleichsweise langsame Fahrtenyacht im Kurs auftaucht, ist es fast unmöglich, rechtzeitig auszuweichen. Den Französinnen Chloé Revil und Albane Dubois gelingt das jedenfalls nicht. Und auch die Spanierinnen Alicia Fraz mit Elena Barrio Garcia erkennen die Gefahr zu spät.

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