Deadpool gegen Wolverine: Hollywood Showgrößen duellieren sich im F50

Trost und Stinkefinger

Ryan Reynolds und Hugh Jackman sind ein echter Gewinn für den SailGP. Nicht nur, weil ihr australisches Team meilenweit die Liga anführt, sondern auch durch ihre sympathische Präsenz. Im Rahmen des SailGP in Valencia verabredeten sie sich zu einem Duell auf den F50-Katamaranen.

Reynolds, bekannt für seine Rolle als „Deadpool“, ging als gebürtiger Kanadier für das kanadische Team NorthStar an den Start. Jackman alias „Wolverine“ segelte auf dem australischen F50 der BONDS Flying Roos. Beide sind eigentlich Miteigentümer des australischen Teams. Für das Show-Duell wurden aus Freunden und Geschäftspartnern kurzerhand Gegner. 

Dabei fielen sie ein wenig in ihre alten Rollen bei „Deadpool“ und „Wolverine“ zurück, wo sie das klassische Paradebeispiel einer Frenemy-Beziehung mimten – einer Mischung aus Erzfeinden und widerwilligen Partnern. Passend zu ihren Filmrollen trugen beide eigens angefertigte Helme – Reynolds in Deadpool-Rot, Jackman im Wolverine-Look. Für Jackman war es die erste Fahrt auf einem F50, während Reynolds bereits zuvor in Bermuda Erfahrungen mit dem Fluggerät gesammelt hatte.

Reynolds zeigt beim Sieg-Jubel seinen gestählten Körper© SailGP

Ob es sich dabei schon um eine Szene für den Film handelte, den sie über den SailGP angekündigt haben? Disney+ arbeitet an einer neuen Dokumentarserie über die Liga, in der Reynolds, Hugh Jackman und das australische Team BONDS Flying Roos die Hauptrollen spielen.

Hugh Jackman will sich von seinem Freund Reynolds wegen der Niederlage trösten lassen, bekommt aber hinter dem Rücken den „Stinkefinger“ gezeigt. © SailGP

Natürlich blieb ihnen an Bord jeweils nur die Statistenrolle – Giles Scott und Tom Slingsby steuerten wie gewohnt. Aber der Kanadier freute sich dennoch, dass er am Ende die Nase vorn haben durfte. Über einen besonders schönen Grund für seinen Sieg freute er sich besonders: „Hugh Jackman zu demütigen“ sei schließlich ein „Nationalhobby in Kanada“.

Für Jackman war es sein Debüt auf einem F50, doch Reynolds wusste bereits, was ihn erwartete, da er Anfang des Jahres in Bermuda bei Slingsby an Bord gegangen war. Besonders bei einem Seitenwechsel über den Katamaran zeigte er Stuntman-Fähigkeiten. Er ließ sich von der Fliehkraft fast über Bord werfen, wurde aber von seiner Lifeline gehalten.

Reynolds mimt einen Stunt, bei dem er den Anschein macht, fast über Bord zu gehen. © SailGP

Ähnliches ist ihm schon in Bermuda widerfahren. Er sagt: „Dieses Mal habe ich es noch einmal versucht – ich wollte wieder auf die andere Seite springen – und genau wie beim letzten Mal habe ich ordentlich eins auf die Mütze bekommen, aber dieses Mal habe ich mich, glaube ich, ein bisschen besser geschlagen. Es war wirklich etwas Besonderes.“

Die Hollywood-Stars unter Seglern. © Jason Ludlow für SailGP

Gemeinsam zählen Jackman und Reynolds zu den bekanntesten und kommerziell bedeutendsten Hollywood-Stars ihrer Generation. Aktuell ist Hugh Jackman gleich mit zwei Kinofilmen auf den Leinwänden präsent: Im düsteren „The Death of Robin Hood“ spielt er einen gealterten, von seiner Vergangenheit gezeichneten Robin Hood; außerdem ist er in „Glennkill: Ein Schafskrimi“ als Schäfer George zu sehen.

Reynolds jubelt für Kanada, bringt dem Team aber in Valencia kein Glück – es wird nur 10. (AUS 2.). © Jason Ludlow für SailGP

Ryan Reynolds ist nach dem weltweiten Kinoerfolg von „Deadpool & Wolverine“ aktuell mit „Mayday“ zu sehen – allerdings nicht im Kino, sondern seit dem 4. September auf Apple TV. Darin spielt er einen US-Navy-Piloten, der während des Kalten Krieges über sowjetischem Gebiet abstürzt und auf die Hilfe eines ehemaligen KGB-Agenten (Kenneth Branagh) angewiesen ist.

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