Foiling: Windsurf-Stars wollen Tragflächen-Surfer für Olympia – wie es funktioniert

Hoch hinaus

Gerade erst hat der niederländische Doppelolympiasieger Dorian van Rijsselberghe (29) bei der Aarhus-WM unterstrichen, wie dominant er sein kann. Dabei ist er längst die Speerspitze einer neuen Bewegung.

Der Holländer propagiert Seite an Seite mit seinem langjährigen sportlichen Widersacher Nick Dempsey (38) – zweimal Olympia-Silber, einmal Bronze – den Umstieg der Windsurfer auf die Tragfläche. Was die Nacra17 Katamarane schon beim Segeln umsetzen und die Kite-Surfer unter ihrem Drachen hinbekommen, wollen nun auch die Stehsegler für 2024 umsetzen.

Windsurf-Foiler

Die Windsurfer wollen wieder hoch hinaus.

Für Olympia in Paris ist ihr Sport bestätigt, das Material aber noch nicht bestimmt. Umso logischer ist der Wechsel zum Foiler Board. Das propagieren jedenfalls die Surfer-Promis – vielleicht auch mit der Hoffnung, dass diese Segel-Disziplin in Zukunft weniger anstrengend wird und man nicht mehr so oft am Gabelbaum reißen muss.

Das wichtigste Argument für die Windsurf-Foiler ist garantierte Action und Speed bei  deutlich niedrigeren Windstärken als es für das traditionelle RS:X Surfboard nötig ist. Schon ab sechs Knoten Wind sollen die modernen Bretter abheben. 

Windsurf-Foiler

Die Surf-Ikone Robby Naish propagiert die Tragfläche unter dem Board. © Naish

Der hohe Speed bei leichtem Wind minimiert allerdings die taktischen Optionen auf einem klassischen olympischen Kreuzkurs. Denn anders als den Kitern gelingt es den Surfern noch nicht, bei einer Wende auf ihrer Tragfläche zu bleiben (Video).

Dennoch sind die Profi-Surfer davon überzeugt, dass die neue Foiling Technik auch ihrer Sportart gut tun kann. Sie wollen die Entwicklung einfach mitmachen. Dabei geht es nicht um die absolute Geschwindigkeit. Windsurfer haben längst die 50-Knoten Barriere auf klassische Weise geknackt. Dagegen kommen die Foiler kaum über die 30 Knoten Marke. Irgendwann wird einfach der Widerstand der Finne im Wasser zu groß. Aber der Weg wird längst auch von der Professional Windsurfers Association (PWA) beschritten wohl auch in der Hoffnung, dem Sport frisches Leben einzuhauchen.

Windsurf-Foiler

Windsurf-Foiler in Aktion. © 4ActionSport

Dafür sind die technischen Eckdaten des Materials schon festgelegt. Der Foil-Schaft darf nicht länger als 1,15 Meter sein, die Flügel ein Meter Breite nicht überschreiten und von vorne bis hinten soll die Konstruktion maximal 1,20 Meter sein.

Die Höhepunkte des 6. Tages der Windsurf-Foiler beim PWA World Cup 2018 in Ulsan/Süd-Korea:

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