Grand Slam Hyères: SailGP-Frust, Cup-Pause und Rücktritt – Tita/Banti immer noch die Besten der Welt?

Zurück in der Komfortzone?

Nacra17 Doppelolympiasieger Ruggero Tita hat den Frust seiner von Teamchef James Spithill ausgesprochenen Freistellung als italienischer SailGP-Steuermann gut verkraftet. Nach erfolgreicher Rückholaktion der zurückgetretenen Vorschoterin Caterina Banti zeigt das Duo in Hyères  Stärke trotz Bruch.

Ruggero Tita und Catharina Banti beim Stecker. Kurz danach müssen sie mit gebrochenem Bugspriet aufgeben. © Nacra17 Sailing

Es passierte im ersten Rennen des Donnerstags beim aktuell laufenden zweiten Sailing Grand Slam der Olympiaklassen 2026 in Hyères. Der Mistral machte den Parcours insbesondere für die am weitesten offshore segelnden Narca17 holprig mit bis zu drei Meter hohen Kreuzseen. Ruggero Tita und Catharina Banti die zweifachen Weltsegler des Jahres (2022, 24) krachten beim Bergen des Skis mit den Bugspitzen in ein Wellental, stoppten abrupt und verloren dabei den Bugspriet.

Die Serie von Tita/Banti zwei Tage vor Schluss

Das hat zwei Rennausfälle zur Folge. Damit summieren sich ihre Rennausfälle in elf Rennen auf drei, was normalerweise bei nur zwei erlaubten Streichern nicht zu kompensieren wäre. Aber das neue Format macht es möglich. In der Qualification series waren die Rückkehrer so überlegen, dass sie auf das letzte Rennen sogar verzichten konnten. Trotz der beiden Ausfälle in der sogenannten Elimination Series unter den besten 19 Booten lagen sie noch auf Rang 6. Vor dem morgigen Finaltag im neuen Top-Ten-Format sind sie nun wieder nach 16/3/3/1 auf Rang 4 vorgerückt.  Aber der Rückstand zu Gold beträgt 20 Punkte. Das ist in zwei Medalraces nicht mehr aufzuholen. Es geht nur noch um Bronze. 

 

 
 
 
 
 
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Was auch immer passiert, die beiden Überflieger der vergangenen Jahre im internationalen Segelsport sind nach den Pause seit Olympia nahezu problemlos zurück an der Spitze. Und insbesondere Ruggero Tita genießt es, sich wieder in seiner Komfortzone breitmachen zu dürfen. 

Ruggero Tita (r.) gemeinsam mit Marco Gradoni bei Luna Rossa. © Luna Rossa

Das Kapitel SailGP ist vorerst beendet und das Selbstbewusstsein mag angeknackst sein. Jetzt muss er sich allerdings unter noch größerem öffentlichen Druck der italienischen Segelfans am Steuer des AC75 America’s Cuypers Luna Rossa beweisen. Zwar hat er dann Peter Burling an seiner Seite, aber der junge ehemalige Optimist-Dreifachweltmeister Marco Gradoni steht schnell als Backup bereit, wenn sich Tita zu viele Fehler leistet.

So stellt sich die Frage, wie viel wert Nacra17-Siege überhaupt im Vergleich zu anderen Olympischen Klassen haben. Im SailGP konnten sich bisher überwiegend 49er-Skipper als Steuerleute durchsetzen. 

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