Großer Figaro-Sieg vom ex Malizia-Navigator: Lunven ist aktuell bester Einhandskipper, für die Vendée Globe reicht das nicht

„Ich fühle mich in diesem Spiel zu Hause“

Nicolas Lunven (42) ist vielen Malizia-Fans als Navigator von Boris Herrmann ans Herz gewachsen. Er übernahm dann nach dem Rauswurf von Kevin Escoffier bei Holcim-PRB dessen IMOCA und segelte eine starke Vendée Globe (Platz 6). Seit dem Ende des Projekts gelang ihm keine neue Kampagne für 2028. Nun ist er der siebte Dreifachsieger der Solitaire du Figaro.

© Solitaire du Figaro
Lunven (l.) und Berrehar duellieren sich bis zum Schluss der 3. Etappe. Die Zeitdifferenz: 10 Sekunden.

Es gibt wohl kaum eine Szene, die das Wesen der Solitaire du Figaro besser beschreibt als der Zieleinlauf von Nicolas Lunven und Loïs Berrehar. Eigentlich geht es auf den letzten Metern für beide in der Gesamtwertung um nichts mehr. Aber Berrehar möchte unbedingt das Podium in dieser Etappe sichern, und Lunven lässt nicht locker.

Unter Vollzeug mit dem A4-Gennaker und schlagendem Groß kämpfen sie sich zur Ziellinie. Gut zu sehen ist dabei, wie viel Auftrieb das Foil in Lee entwickelt. Vergleichbare Yachten ohne den kleinen Flügel wären längst aus dem Ruder gelaufen:

Schließlich geht Berrehar (32), der auf seinen IMOCA-Neubau wartet, finanziert vom Sponsor Banque Populaire, das Schwesterschiff der neuen Malizia – also einer der härtesten Konkurrenten für Boris Herrmann bei der Vendée Globe wird –, zehn Sekunden vor Lunven ins Ziel. Doch er muss sich nach Platz 2 in der ersten Etappe, aber mehr als einer Stunde Rückstand auf Lunven auf der zweiten Teilstrecke, in der Gesamtwertung mit Rang fünf zufriedengeben.

Wie ein Figaro 3 abgeht:

Historisches Triple

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