ILCA-7-WM in Irland: Buhl und fünf Deutsche fordern die Weltspitze heraus

Die Besten messen sich vor Irland

Für die ILCA-7-Segler startet heute der Höhepunkt des Jahres. 141 Segler aus 45 Nationen haben sich für die Weltmeisterschaft 2026 im irischen Dún Laoghaire qualifiziert und segeln um einen der am schwierigsten zu gewinnenden WM-Titel im internationalen Segelsport.

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Aus deutscher Sicht steht dabei Buhl im Mittelpunkt. Der 36-jährige Weltmeister von 2020 gehört seit vielen Jahren zur Weltspitze der olympischen Einhandklasse und will bei der WM noch einmal angreifen, um den Grundstein für eine weitere Olympiakampagne zu legen. Nach seiner überragenden Leistung bei der EM und dem Ärger mit dem DSV, worüber er im SR-Podcast sprach, versucht er nun in Irland, seinen Olympiakaderstatus zu bestätigen und die Top Acht zu knacken.

Der Leuchtturm steht im Zentrum einer historischen Küstenbatterie, die einst den Hafen von Dún Laoghaire schützen sollte, dem WM-Revier diese Woche. © ILCA

Deutschland ist bei dieser WM mit sechs Seglern vertreten: Neben Buhl gehen Julian Hoffmann, Maximilian Reger, Ole Schweckendiek, Philip Walkenbach und Nik Aaron Willim an den Start. Bei der EM hatte insbesondere Hoffmann hinter Buhl als 16. eine starke Form nachgewiesen.

Danach unternahm er aber einen Ausflug in die Nacra-17-Klasse. Gemeinsam mit Olympia-Bronze-Gewinnerin Alica Stuhlemmer – mit Paul Kohlhoff – testete der ILCA-7-Segler eine mögliche Olympia-Kampagne für Los Angeles 2028. Bei der Europameisterschaft vor Eckernförde belegte das neu formierte Duo Rang 22. Nun steht Hoffmann in Dublin wieder im ILCA 7 an der Startlinie.

Ole Schweckendiek (21) und Nik Aaron Willim (30) hatten mit den Plätzen 30 und 31 bei der EM zwischenzeitlich auch Top-Ten-Potenzial nachgewiesen und wollen das nun bei der WM umsetzen. Dabei will der junge Schweckendiek seinen Durchbruch in die Weltspitze manifestieren, und Willim nutzt die letzte Chance, um sich nach längerer Studien- und Verletzungspause wieder die Form zu beweisen, in der er Buhl beim Kampf um die Olympiafahrkarte 2024 an den Rand einer Niederlage gebracht hat.

Die ILCA-7-Flotte beim Practice Race. © ILCA

Aber die Konkurrenz ist groß. Insbesondere die Titelkandidaten sind deutlich zu erkennen. Buhl erklärt: „Ich denke, es ist ziemlich offensichtlich, dass Matt Wearn die Nummer eins ist.“ Der zweifache Olympiasieger und Weltmeister hat auch in dieser Saison bislang eine beeindruckende Siegesserie hingelegt und ist ungeschlagen. Dahinter sieht der Deutsche die Briten Micky Beckett und Elliot Hanson sowie den Zyprioten Pavlos Kontides. Sich selbst ordnet er eher in der Verfolgerrolle ein: „Ich mache einen ordentlichen Job und versuche, sie ein bisschen zu jagen.“

Aber wer weiß? Vielleicht glückt einem gänzlich neuen Namen eine besondere Serie. So wie es der Niederländer Willem Wiersema 2025 im notorischen Leichtwindrevier vor dem chinesischen Qingdao geschafft hat. Er ist der Titelverteidiger, seit er dort in den nur fünf Rennen den Titel vor Kontides holte. Seitdem hat er aber nicht annähernd an diese Leistung anknüpfen können.

Alle 141 verpflichtend gestellten Leihboote sind verteilt. Für heute, den 25. August, sind die Rennen 1–2 der Qualifying Series geplant. Ab 27. August folgt dann die Aufteilung in Gold und Silver Fleet. Die Rennen 5–10 gehören zur Final Series. Am letzten Tag kommen für die Top 10 noch zwei Medal-Series-Rennen hinzu.

Event Website ILCA7 worlds 2026

Ein Kommentar zu „ILCA-7-WM in Irland: Buhl und fünf Deutsche fordern die Weltspitze heraus“

  1. jorgo

    sagt:

    Es n anspruchsvolles Revier!

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