Nacra17: Comeback von Johannes Polgar – Die neuen deutschen Nacra17-Crews

"Unfinished Business"

Carolina Werner startet eine zweite Nacra 17-Olympiakampagne – mit niemand geringerem als Johannes „Jojo“ Polgar an der Pinne. Auch Paul Kohlhoff hat mit Alica Stuhlemmer eine vielversprechende neue Segelpartnerin gefunden.

DSV-Sportdirektorin Nadine Stegenwalner freut sich über eine starke, vielseitige Trainingsgruppe, die durch Jan Erichsen und Ann Kristin Wedemeyer komplettiert wird.

Carolina Werner und Johannes Polgar starten eine gemeinsame Olympiakampagne im Nacra 17. Carolina Werner und Johannes Polgar starten eine gemeinsame Olympiakampagne im Nacra 17. © privat

Nach ihrem 13. Platz mit Paul Kohlhoff bei den Olympischen Spielen in Rio ließ die 23-jährige Carolina Werner keinen Zweifel daran, dass eine zweite Kampagne folgen sollte. Nun ist klar, wem sie das Steuer anvertraut: Nach langen Gesprächen, die bereits Anfang des Jahres begannen, hat sich Johannes Polgar entschlossen, ein drittes Mal auf das Ziel Olympia hinzuarbeiten.

Polgar, 39 Jahre alt, verfehlte mit Vorschoter Florian Spalteholz im Tornado 2008 nur knapp eine Medaille. Nachdem der Kat aus dem olympischen Programm gestrichen wurde, startete Johannes Polgar mit Markus Koy eine Starboot-Kampagne, bei der das Duo vom NRV schließlich Stanjek/Kleen unterlagen. Olympisches Edelmetall ist also „unfinished Business“ für den Betriebswirt, der mit seiner Frau Kathrin (geborene Kadelbach und Olympiateilnehmerin im 470er 2012) in München lebt.

„Jojos Erfahrungen aus mehreren Olympiakampagnen sind für die deutschen Spitzenteams im Nacra 17 um Bundestrainer Marcus Lynch ein großer Gewinn“, sagt Sportdirektorin Nadine Stegenwalner.

Paul Kohlhoff segelt bei der Nacra 17-EM mit Alica Stuhlemmer. Foto: Pedro Martinez/Sailing Energy
Paul Kohlhoff segelt bei der Nacra 17-EM mit Alica Stuhlemmer. Foto: Pedro Martinez/Sailing Energy

Auch Carolina Werners ehemaliger Segelpartner Paul Kohlhoff segelt mit einer neuen Partnerin. Vereinskameradin Alica Stuhlemmer (KYC), 2004 Europameisterin im 29er, trainierte als Trainingspartner mit Erichsen/Wedemeyer im Winter. Ihr Debüt auf dem Foiling-Kat geben Kohlhoff/Stuhlemmer zurzeit bei der Europameisterschaft vor Schilksee, wo das Duo bereits einige sehr gute Einzelplatzierungen einfahren konnte. Die Foiling-Erfahrung, die Paul Kohlhoff während des Youth America`s Cup sammeln konnte, kommt dem 22-Jährigen und seiner Vorschoterin im neuen Nacra 17-Setup zu Gute.

Erichsen/Wedemeyer bim Sainsonauftakt vor Mallorca. For: Lars Wehrmann
Erichsen/Wedemeyer bim Sainsonauftakt vor Mallorca. Foto: Lars Wehrmann

Bereits Ende der vergangenen Saison haben Jan-Hauke Erichsen und Ann Kristin Wedemeyer (Flensburer Segelclub) auf dem Nacra 17 zusammengefunden. Mit Vorschoterin Lea Spitzmann ging Erichsen bereits in das Rennen um die Tickets für Rio 2016, musste sich jedoch Paul Kohlhoff und Carolina Werner geschlagen geben. Ann Kristin Wedemeyer segelte vor dem Umstieg in die Mixed-Klasse mit ihrer Schwester Pia erfolgreich 49er FX, belegte unter anderem Platz 7 bei der Junioren-Weltmeisterschaft 2016.

Mit Rang 2 bei der Kieler Woche zeiget Team Erichsen/Wedemeyer zuletzt seine gute Form. Anders als Kohlhoff und Werner verfügen Erichsen/Wedemeyer nicht über einen Foiling-Neubau, sondern segeln aktuell noch mit einem umgebauten Nacra. Vor der WM soll jedoch auch ihr neues Boot ausgeliefert werden. Bei der EM rangiert das Duo bislang auf Rang 19.

Die Nacra 17-Klasse befindet sich gerade in einem Umbruch, das ist nicht einfach für die Segler“, sagt Nadine Stegenwalner. „Die Auslieferung der ersten Boote war für Ende Juni vorgesehen, hat sich jedoch leider verzögert. Die Auslieferung erfolgt sukzessiv, das macht es zäh und schwierig.“ In Kiel entschied man sich, neben der Foiling-Wertung auch eine Wertung mit dem bislang gefahrenen C-Foil-Setup segeln zu lassen.

Dort segelt Alica Stuhlemmers bisheriger Steuermann Tom Heinrich mit Interims-Partner Mathias Mollatt aus Norwegen eine gute Regatta: Das Team liegt auf Rang 5. „Tom ist ein sehr talentierter Multihull-Segler, das hat er zuletzt mit seinem 9. Platz bei der F18-WM unter Beweis gestellt“, sagt Nadine Stegenwalner. „Für ihn versuchen wir nun, möglichst schnell eine neue Segelpartnerin zu finden.“

Quelle: DSV

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