Sébastien Simon erzählt offen, wie sehr er leidet. Eben noch segelte er Seite an Seite mit Boris Herrmann, dann dümpelte er zwei Tage länger in der Flaute und liegt nun auf Rang 17, gut 300 Meilen hinter Malizia. Auch Ambrogio Beccaria geht es schlecht.
Simon ist mit seinem neuen „Bustle“-Neubau von Verdier eigentlich einer der spannendsten Kandidaten im IMOCA-Feld dieser Route du Rhum. Zuvor hatte das Schwesterschiff DMG Mori beim Ocean Race Atlantic einige Schwächen gezeigt. Dabei stellte sich bereits die Frage, ob die radikale Interpretation der IMOCA-Box-Rule eine Fehlkonstruktion sein könnte. Schließlich sehen die Designs von Antoine Koch – Malizia 4 und ihre beiden Schwesterschiffe sowie Paprec von Richomme – gänzlich anders aus.
Doch Simon hielt sich in der Anfangsphase des Rennens erstaunlich gut und segelte zeitweise Seite an Seite mit Boris Herrmann. Dabei hat der Vendée-Globe-Dritte noch kaum Zeit mit seinem neuen Renner verbracht.

Dann aber trennte er sich überraschenderweise vom Feld. Schließlich gilt unter Profiseglern eigentlich die alte Regel, dass man mit einem weitgehend ungetesteten Neubau möglichst lange den direkten Vergleich sucht. Nur so kann man sein neues Boot kennenlernen und die Auswirkungen verschiedener Trimmeinstellungen erkennen.
Aber es kam anders.





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