Acht Jahre nach dem Totalverlust der Banque Populaire IX erlebt Armel Le Cléac’h erneut ein dramatisches Route-du-Rhum-Aus. Sein Ultim BP XI hat sich mitten auf dem Atlantik überschlagen. Er wartet offenbar unverletzt im Inneren des Bootes auf Rettung.
Es ist ein bitteres Déjà-vu für Armel Le Cléac’h. Am Mittwochmorgen gegen 5:30 Uhr hat sich sein 32 Meter langer Maxi-Trimaran Banque Populaire XI mitten im Nordatlantik auf die Seite gelegt. Der Franzose hatte zu diesem Zeitpunkt mächtig Druck auf den Ultim-Spitzenreiter Tom Laperche (SVR-Lazartigue) gemacht und seinen Rückstand von 80 auf 20 Meilen verkürzt.
Nun ist seine Route du Rhum beendet. Die Priorität liegt zunächst darauf, den Skipper aus seiner misslichen Lage zu befreien.


Le Cléac’h konnte seine Seenotfunkbake auslösen und Kontakt zu seinem Team an Land aufnehmen. Nach ersten Informationen ist er unverletzt und hat im Inneren des gekenterten Trimarans Schutz gefunden. Die Rettungsaktion wird in Abstimmung mit der Wettfahrtleitung vom französischen CROSS Jobourg und dem amerikanischen MRCC Boston koordiniert. Die Position rund 550 Seemeilen nordwestlich der Azoren macht die Bergung zu einer anspruchsvollen Aufgabe.
Was die Kenterung ausgelöst hat, ist bislang nicht bekannt. Auch über den Zustand des Bootes gibt es noch keine näheren Angaben.
Schon 2018 endete die Route du Rhum für Le Cléac’h mit einem Kentern
Für den 49-jährigen Franzosen ist es eine beklemmende Wiederholung. Bei der Route du Rhum 2018 war er bereits mit seinem damaligen Maxi-Trimaran Banque Populaire IX gekentert. Am 6. November hatte sich das Boot rund 340 Seemeilen nordöstlich der Azoren überschlagen. Die Bedingungen waren mit 30 bis 35 Knoten Wind und etwa fünf Metern Wellenhöhe anspruchsvoll. Als vermutete Ursache wurde damals der Bruch des Backbord-Schwimmers genannt.
Armel Le Cléac’h hatte gerade erst die Folgen eines Überschlags im April 2018 mit seinem Trimaran-Foiler-Neubau aufgearbeitet. Viereinhalb Monate nach der Kenterung vor Marokko war das Boot wieder im Wasser.





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