SailGP Sassnitz: 1107,63 km/h Geschwindigkeitsrekord – Erik Heil erklärt Patzer und Erfolg

Vollgas vor Sassnitz

Der erste Tag beim 2. SailGP in Sassnitz ist für das deutsche Team mit einem Highlight zu Ende gegangen. Ein Sieg im letzten Rennen sorgte für beste Stimmung auf den Tribünen, aber die beiden Finalplätze sind noch weit entfernt. In der Gesamtwertung rangiert GER auf Rang 9.

Der Speedrekord fällt durch FRA, als DEN und ESP den extremen Druck in einen „Stecker“ verwandeln. © SailGP

Tag eins beim ROCKWOOL Germany Sail Grand Prix in Sassnitz hatte es in sich: spektakuläre Manöver, mehrere schwere Abflüge und ein neuer Geschwindigkeitsrekord prägten die sechs Rennen vor der Küste Rügens. Gleich mehrere F50 durchbrachen die Marke von 100 km/h. Den Vogel schoss das französische Team ab: 107,63 km/h bedeuteten einen neuen Allzeitrekord im SailGP.

Die Rekordszene im Video:

(Direkter Video-Link)

Wie gefährlich das Segeln in diesem Speedbereich ist, mussten aber die Spanier und Dänen feststellen, die im dritten Rennen des Tages vor den Franzosen um die erste Tonne gingen, dann aber beim Beschleunigen durch Kavitation den Grip am Ruder verloren und massiv abbremsten. Die Spanier verloren zwei Plätze, erholten sich aber noch davon und gewannen dennoch. Dänemark dagegen landete nach dem Stopp auf dem vorletzten Platz.

Die Franzosen dagegen hatten beim Abfallen genug Platz für ein kontrollierteres Manöver und konnten den größeren Bogen in Maximalspeed ummünzen. Sie beendeten damit einen starken Tag auf Platz eins, nachdem sie in Gruppe A den Kurs auf das Finale genommen hatten.

Damit pulverisierte das Team von DS Automobiles SailGP France die erst im vergangenen Jahr in Sassnitz aufgestellte Bestmarke. Die Dänen von ROCKWOOL Racing waren damals 103,93 km/h schnell gewesen. Nun steigerten sie selbst die Marke vor dem Abtauchen zunächst auf 106,79 km/h, ehe die Franzosen noch einmal deutlich schneller wurden. Auch die Spanier von Los Gallos erreichten in dieser Situation mit 106,55 km/h ihre Maximalgeschwindigkeit.

Allerdings kann man sich dafür bei dieser Regatta nichts kaufen. Speed-Peaks garantieren keinen Erfolg. Es geht um Platzierungen und Punkte und darum, einigermaßen sicher über den Parcours zu kommen. „Wir haben Kavitation ab 85 km/h“, erklärt der deutsche Steuermann Erik Heil. Ab dieser Geschwindigkeit beginne das System zu vibrieren. „Du würdest nicht denken, dass du dann irgendwie noch über 90, über 100 oder über 105 kommst.“ Die Entwicklung sei deshalb auch für die Segler selbst beeindruckend.

Deutschland mit Heimsieg und schwieriger Startphase

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Ein Kommentar zu „SailGP Sassnitz: 1107,63 km/h Geschwindigkeitsrekord – Erik Heil erklärt Patzer und Erfolg“

  1. 1107,63 km/h Geschwindigkeitsrekord,

    das erklärt den lauten Knall vorhin 😉

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