Stephan Bodens Kolumne: Warum Olympia in Kiel eine Frage der Konsequenz ist

Wer „Sailing City“ auf seine Behördenpost druckt, der darf nicht nur Olympia machen, der sollte. 

Kiel sagt Jo! zu Olympia. Wer hier lebt, wundert sich nicht. Warum diese Haltung konsequent ist und warum Olympia Kiel gut tun würde. 

Sailing City. © Stephan Boden

 

Kiel und Olympia – das ist keine Spielerei, das ist eine Frage der Konsequenz. Wenn eine Stadt seit Jahren ganz offiziell „Sailing City“ auf ihre Behördenpost druckt, dann ist das mehr als ein Marketing-Gag. Dann ist das ein Anspruch. Und irgendwann kommt der Moment, an dem eine Stadt diesen Anspruch einlösen muss. 

Olympia als Selbstbestätigung

Genau deshalb ist die Zustimmung zur Olympia-Bewerbung kein politisches Signal. Sie ist eine Art Selbstbestätigung. Kiel sagt damit: Wir meinen das ernst. Segeln ist hier nicht Beiwerk, nicht touristische Kulisse, sondern Kern der Identität. Wer das so klar für sich definiert, sollte auch den Anspruch haben, sich auf der größten Bühne des Sports zu zeigen.

Ich kann mich gut an eine Situation erinnern, die die Segeln-Identität der Stadt auf den Punkt bringt. Kurz nachdem wir vor zwei Jahren nach Kiel gezogen sind, fiel mir an einem Supermarkt hinter meinem Auto beim Einladen der Tragetaschen ein kleines, orange-leuchtendes Teil auf, welches zu meinen Füßen lag. Das Teil ist ein Statement: es handelte sich um eine Plastikflöte einer Rettungsweste. In dem Moment weißt man, wo man ist. 

Du weisst, du bist in Kiel. © Stephan Boden

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