DIGGER: Links statt Preise

Zubehör und dessen Beschaffung

Warum eigentlich z.B. einen Feuerlöscher zusammen mit dem Boot bestellen? Das geht günstiger.

Irgendwo in den vergangenen Tagen las ich eine Diskussion über den auf den Fotos abgebildeten Gaskocher. Der eine findet ihn gut, der andere will lieber Spiritus, der Dritte findet den preiswerteren NoName Kocher besser, wieder andere finden Gas zu gefährlich.

Genauso ist das. Jeder will was anderes, jeder hat andere Vorstellungen. Und das is auch gut.

Tablethalterung. Billig und gut.

Tablethalterung. Billig und gut.

Vor einem der Pressetests wurden von uns verschiedene Preise fürs Zubehör abgefragt. So zum Beispiel der Feuerlöscher. In die Liste haben wir keinen Preis eingetragen, sondern nur “www.ebay.de” geschrieben. Soll heissen: Bei Bente wird nichts angeboten, das man woanders wesentlich preiswerter bekommt.

Den besagten Campingkocher bekommt man bei Amazon z.B. für 19,40 Euro – Versandkostenfrei. Solche Preise kann eine Werft niemals erreichen. Allein die logistische Abwicklung hält nur auf und kostet Ressourcen und Geld.

Schöner Topf! Wo gibts den?

Schöner Topf! Wo gibts den?

Deshalb wird die Preisliste – die gerade in detaillierter Arbeit ist – zu einem großen Teil aus einer Linkliste bestehen. In der haben wir von Tablethalterungen mit Saugnapf für 9,43 Euro über Melamingeschirr bis zur Solarladematte für 49 Flocken alles zusammen gestellt, was nichts direkt mit Werft und Segeln zu tun hat und nicht eingebaut werden muss.

Jeder soll und kann sich das Drumerum so gestalten, wie er es mag und das zu dem möglichst günstigsten Preis. Dazu wird auch eine Möglichkeit geschaffen, in der man seine eigenen Tipps eintragen und an andere weiter geben kann.

Ich selbst werde dieses Jahr bspw. zum Caravan Salon fahren. Dieser Markt verfügt über wunderbare Ideen zu Preisen, die der Bootsbereich kaum erreichen kann. Dort kann man Ideen sammeln und sich inspirieren lassen.

Wenn jemand allerdings unbedingt den Feuerlöscher mitkaufen will, dann geht natürlich auch das. Es wird aber nicht empfohlen.

 

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Digger Hamburg

Kleiner segeln - größer leben. Filmemacher und Autor Stephan Boden verbringt jeden Sommer auf dem Wasser. Früher auf seiner VA18 "Digger" jetzt auf der Bente24, die er selbst initiiert hat. "Auf See habe ich Zeit, das schärft den Blick für Details." Zu seinem Blog geht es hier
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10 Kommentare zu „DIGGER: Links statt Preise“

  1. avatar Marco Mester sagt:

    Das mutet doch sehr fair an und ist zudem sehr hilfreich und zeitsparend. Insbesondere im Hinblick auf eine “Erstausrüstung”.
    Entspricht voll und ganz dem “Bente-Konzept”, wie ich es bisher wahrgenommen und verstanden habe!

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 13 Daumen runter 5

  2. avatar Fastnetwinner sagt:

    Das macht absolut Sinn und passt ins Konzept. Ich habe bei eBay mein ganzes letztes Boot gekauft, dann Blöcke, dann Segel, einfach alles! Aber der Klo-Rollenhalter ist schon serienmäßig, oder? 😉

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 11 Daumen runter 3

  3. avatar nock sagt:

    Keine Hater heute?

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 12 Daumen runter 11

  4. avatar Alex sagt:

    Das wäre sicher eine eigene Seite wert, nützliche und unnütze Dinge für den Segelsport, auf ihre Tauglichkeit getestet, mit Bezugsquelle.

    Was ich aber wirklich schade finde, jetzt wird die letzte, vollmundige Ansage, von den Machern auch noch gekippt.
    Keine Ahnung wie oft damit geworben wurde, man muss nichts kaufen/bezahlen, was man nicht will.
    Wenn ich bei anderen Serienbooten eine Beleuchtung in der Serie bezahle, auch wenn ich die nicht will, dann hab ich immer hin etwas, was ich zwar nicht will, mir aber Licht bring.
    Jetzt wird die Bente anscheinend über ein Händlernetzt (wie es besser nicht geht) vertrieben. Ich kenne keinen Händler, der das, ohne etwas zu verdienen, macht.
    Es stellt sich die Frage, für was brauche ich einen Händler, wenn ich ein derart reduziertes Boot kaufen möchte? Da bezahle ich doch für was, das ich nicht brauche, das ich nicht will und von dem ich keinen Mehrwert habe.

    Die Saphire zeigt doch wie man heute, sehr erfolgreich, ein Boot über das Internett vertreibt. Weshalb also wieder zurück in die verkäuferische Steinzeit?

    Es passt halt zu dem, was ich schon seit Beginn kritisiere. Es werden, m.E. wider besseren Wissens, Versprechen gemacht um die Leute zu ködern, die dann nicht eingehalten werden.

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 5 Daumen runter 4

  5. avatar Achtung Gas sagt:

    Ich bin perplex, dass eine in Deutschland verbotene Gaskocherlösung von der Werft/Produzent/ Digger/Stephan Boden promotet wird mit Fotos.
    Der Hersteller des fotografierten Gaskochers schreibt selbst, daß der Betrieb in geschlossenen Räumen verboten ist.
    Rtfm = read the f… manual.
    Es geht nicht nur um den Betrieb (der evtl. draußen in der Plicht erfolgt bei gutem Wetter, was bei Regenwetter, nur kalte Küche ?
    Nicht nur der Betrieb dieses Gas(kartuschen)kochers ist verboten in einer geschlossenen Kajüte wie der bente,
    die Lagerung des Kochers mit eingelegter Gaspatrone, oder Lagerung der Gaspatronen, ebenfalls.
    Die Vorschriften für Gas an Bord eines Bootes sind strikt in Deutschland, mögen für die “Spaßfraktion” spießig klingen, weil Gas eben nicht so einfach – wie Stephan Boden sich das gern vorstellt – an Bord funktioniert.
    Aber wir in Deutschland sind mit diesen technischen Vorschriften bez. Gas an Bord bisher sicher gefahren.
    Stephan Boden, Rudel & Frolic, beachtet bitte Eure Produkthaftung als Hersteller.
    Die Gefahr, dass etwas (oder beinahe) passiert, ist mit diesen Dingern zu groß.
    Im Internet war und ist bestens nachzulesen, daß diese Kleinkartuschen undicht werden können, durch Stöße, herunterfallen oder einfach auch so. Auch im eingesetzten Zustand.

    Bitte nehmt öffentlich Abstand von der bisherigen gezeigten Empfehlung, so einen Campinggaskocher ins Boot zu legen !

    Sucht Euch andere alternative Kocher, die nicht bei Lagerung in der Kajüte verboten sind.
    Natürlich landen wir da sofort bei Spiritus (gibts keine Nachteile, nur Vorteile an Bord), und/oder elektrischen 230V mobilen Kochplatten.

    Das Öffentlich-Abstand-nehmen geht simpel,
    ihr baht doch die “Zubehör”- oder User-Lösungs-Webseite im Kopf,
    dort als Kocherlösung erlaubte produkte verlinken, präsentieren,
    und die verbotenen, risikobehafteten Gasgeschichten klar als Unding beschreiben.

    Ich habe hier klar Stellung zu einem technischen Detail bezogen.
    Auch, wenn es möglich wäre, meine Identität zu erraten, verbitte ich mir das/die Publikation im Internet.
    Falls doch, würde ggf. der Seitenbetreiber dafür einstehen müssen.
    Deshalb laßt es einfach und nehmt diesen Beitrag als kostenlosen konstruktiven Beitrag.

    Ich schreibe nicht “gegen bente”,
    sondern gegen Verstöße bez. Sicherheit von Betrieb und Lagerung von Gas an Bord.
    Würde ich die bente als z.B. “völlig uninteressant” betrachten, hätte ich hier nicht geschrieben !

    Also bitte als positiven , konstruktiven Beitrag werten 🙂

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    • Moin,

      ich habe die Diskussion darum teilweise verfolgt. Danke auch für Deine Meinung, die in jedem Falle interessant ist. Mir ist nicht bewusst, dass die Dinger verboten sind. Hast Du da einen Artikel oder eine nachlesbare Vorschrift?

      Die Werft verkauft gar keine Kocher. Der gezeigte ist mein privater Kocher, den ich seit 4 Jahren benutze. Ich lagere den Kocher innen, die Kartuschen jedoch einzeln in der Backskiste in einem Drybag. Diese Dosenkartuschen hast Du im Handumdrehen aus dem Kocher genommen. Die gezeigten Bilder bilden auch nur eine Möglichkeit ab, so wie ich das lagere. Du kannst selbstverständlich auch eine Spirituskocher o.ä. hinstellen

      Dieser Art Kocher wird auch deutschlandweit bei allen möglichen Anbietern geführt, so zum Beispiel im Campingbereich bei Berger: http://www.fritz-berger.de/search?q=kocher

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  6. avatar Achtung Gas sagt:

    Hallo Stefan,

    danke für Deine sachliche Antwort. Ich lese daraus, dass Du Dir da noch keine weiteren Gedanken gemacht hast, deshalb meine Hinweise.
    Die Lagerung der Kartuschen außerhalb der Kajüte ist wenigstens etwas positives.
    Ob jemand vor/nach dem Kochen jeweils die Kartusche abbaut oder wieder anbaut, bezweifle ich im allgemeinen, der Mensch ist leider bequem, individuelles Richtigverhalten ist leider nicht verallgemeinerbar.

    Ich meine, in der Diskussion im sf hätte ich Links zu technischen Vorschriften gesehen.
    Sonst wird man es finden per google zu “Gas an Bord”
    http://www.mediamaritim.de/blog/2011/07/21/gas-an-bord-regelwerk-wurde-uberarbeitet/

    http://www.tis-gdv.de/tis/tagungen/kasko/wsp_2001/schmidt_fluessiggas.pdf
    Evtl. hier im pdf zu Beginn die Namen der technischen Vorschriften/Publikationen.

    Natürlich verkauft der Hersteller zu Recht seine Kartuschen und den Kocher.
    Aber für den Campingbedarf.
    Nicht, Boot, nicht geschlossene Kajüte.
    Ich meine, ich habe per google die pdf Anleitung dieses oder ähnlichen Kochers gelesen, dort stand ausdrücklich, “betrieb nicht in geschlosssenen Räumen.” o.ä.
    Der Campingeinsatz geht eben vom Betrieb draußen aus.
    Die Geschichte mit Gas innen in einer Bootskajüte (und wenn es nur Lagerung ist) ist aber potentiell gefährlich und deshalb gibts die deutschen Regelungen.

    Auch, wenn ihr nicht den Kocher oder Kartuschen verkauft, sondern nur das Boot,
    so halte ich eine illegale – selbst, wenn ich mich irre – so evtl. graue Gaslösung , die ihr als Bootsproduzent zeigt (in Fotos oder Text), damit “empfiehlt” , für zweifelhaft.
    Zweifelhaft evtl. im Sinn der Haftung eines Herstellers, selbst wenn das juristisch “sauber” sein sollte, dann doch moralisch zweifelhaft (oder gar nicht mehr zweifelhaft), wenn etwas passiert durch so eine Kartusche oder Kocher.

    Wenn jemand Gas an Bord haben will, so gibt es ja die technisch den (deutschen) Vorschriften entsprechende, sichere, korrekte, Installationsmöglichkeit.

    Ich könnte mich auch völlig irren und die “Lagerung” jener Kartuschen ob noch original verschlossen oder angebrochen, im Kocher derart eingesetzt oder entfernt, in der geschlossenen Kajüte wäre “rechtens”,
    dann bitte ich um Vergebung,
    da Gas an Bord aber immer – selbst bei korrekter Installaton und regelmäßig gewartet entsprechend der Vorschriften – eine latente Gefahr darstellt, begebe ich mich auf das öffentliche Glatteis und weise auf diese Gefahren hin.

    Der mögliche Einwand, in Deutschland hat man von Gasunglücken auf Booten “ewig” nichts gehört, die Nutzung von Gas an Bord sei deshalb “sicher”, die deutschen Vorschriften deshalb evtl. “übertrieben”, möge bedenken, daß vielleicht deshalb so wenig passiert ist, weil wir diese Vorschriften haben….

    Ich kann mich in meinen Ausführungen und Folgerungen zugegeben irren, da ich kein zugelassener Sachverständiger für “Gas an Bord” bin, bin kein Experte in diesem Thema.

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