Anders arbeiten: Coworking auf Nautitech 82 – „Coboat“ legt im November ab

"Druckbetankung an Inspiration"

Coworking, Coboat,

Ein Ort der Inspiration © coboat

Die Idee vom digitalen Nomadentum und gemeinsamer Arbeit in inspirierender Ambiance ist nicht neu. Aber ein Co-Working-Space auf einem Katamaran? Spannend…

Auf einem luxuriösen Katamaran mit der eher beeindruckenden Länge von 82 Fuß, umgeben von Gleichgesinnten unterschiedlicher Nationen zu fernen, exotischen Gestaden segeln oder an den Küsten derselben die Unter- und Überwasserwelt erkunden… zugegeben, das hört sich erstmal nach einem schieren Luxus-Chartertörn der obersten Preisklasse an.

Doch „Urlaub“ oder „Ferien“ könnten durchaus zu Unwörtern im Vokabular der Mitsegler werden; also denjenigen, die tatsächlich das Abenteuer „Coboat“ wagen werden. Denn eigentlich dreht sich dort (fast) alles um Arbeit, und nichts als Arbeit…

Doch schön der Reihe nach. Der Berliner Gerald Schömbs ist einer der vier Eigner von „Coboat“, auf dem die Idee vom digitalen Nomadentum und vom ortsunabhängigen Arbeiten auf der ganzen Welt schon in Kürze in die Tat umgesetzt werden soll.

Coworking, Coboat,

Gerald Schömbs, einer der vier Eigner des Coboat © coboat

Mehrere Jahre hat der 46-jährige Agentur-Gründer dafür geschafft und geschuftet, seinen festen Arbeitsplatz abzuschaffen. Er hat seinem Agentur- und Management-Team eine neue Struktur verpasst, damit er so bald wie möglich an der gleichen Sache wie zuvor, aber von anderen Plätzen auf der Welt mitarbeiten kann.

Coworking und entsprechende Coworking-Spaces sind heutzutage vor allem in den Großstädten ja keine Seltenheit mehr – doch gemeinsames Arbeiten, hirnen und diskutieren in einer traumhaften Ankerbucht der Karibik oder auf dem Atlantik unterm Spinnaker im Passatwind? Das ist eher neu…

Ein Ort der Inspiration

Zu genau diesen Plätzen soll ab Herbst 2015 ein Nautitech 82-Katamaran namens „Coboat“ segeln: Die 82-Fuß-Luxusyacht ist 15 Jahre alt, segelt derzeit auf den Malediven und soll im November auf erste, große Co-Working-Fahrt gehen. Eine vier Personen starke Proficrew (Kapitän, Koch, Manager, Deckhand), ausreichend Kojen und einige Salons auf zwei Decksebenen sorgen auf 33 Fuß Breite, dass ungefähr zwanzig Personen unbeschwert miteinander leben und eben arbeiten können. In jedem Rumpf sind fünf Doppelkabinen, jede mit eigener Nasszelle und Toilette.

Coworking, Coboat,

Konferenzraum innen © coboat

„Digitale Nomaden sitzen an Orten, wo andere Leute Urlaub machen und verwirklichen so ihren Traum vom ortsunabhängigen Arbeiten. Wer das noch nicht selbst erlebt hat, kann sich nur schwer vorstellen, wie intensiv und fokussiert die Nomaden arbeiten können,“ erklärt Schömbs. Doch noch viel wichtiger als die eigentliche, produktive Arbeit erachtet Schömbs die Inspiration durch die anderen Mitsegler. „Wenn man gemeinsam längere Zeit auf einem Boot verbringt, einander kennenlernt und erfährt, an was der andere gerade arbeitet, dann kann sich das zu einer Druckbetankung an Inspiration entwickeln!“ ist sich Schömbs sicher.

Non-Profit-Projekt für Coworker

Alle die „Tapetenwechsel“ für die Arbeit als inspirierend erachten, sollen mit dem „Coboat“ angesprochen werden. „Wie viele andere auch, träumen wir von einer besseren Welt. Eine Welt, in der die Menschen danach streben, ihr eigenes und das Leben anderer zu verwandeln,“ schreibt Schömbs auf der Coboat-Website.

Coworking, Coboat,

… und außen © coboat

Nicht nur deshalb soll Coboat ein Non-Profit-Projekt sein. Jeder Gewinn soll in das Boot fließen und/oder in lokale Projekte, die jeweils „vor Ort“ unterstützenswert erscheinen.

Die Kosten für eine Woche inkl. Vollpension, Softdrinks, Nutzung von Wassersport-Equipment, Tauch-Paket, Hafengebühren etc. soll mit dem „Early-Bird-Special“ für Schnellentschlossene 882 Euro kosten, ein Monat 3.528 Euro. Und wer ein ganzes Jahr inspiriert an Bord arbeiten möchte, müsste 46.000 Euro investieren.

Für die erste Reise werden auf der „Coboat“ im November die Segel gesetzt. Gerald Schömbs: „Die ersten drei Monate werden wir uns in Thailand und im südostasiatischen Raum aufhalten. Im Februar, März und April geht es Richtung Malediven und Seychellen. Zum Sommer hin wollen wir ins östliche, zum Spätsommer ins westliche Mittelmeer, um im November den Atlantik zu überqueren. Weihnachten und Silvester 2016 können wir dann in der Karibik feiern.“

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Michael Kunst

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