Auf Drift: Fischer finden gekenterten 57-Fuß-Katamaran nach fünf Monaten

„Leopard“ im Fischernetz

havarie, Kenterung, Fahrtenkatamaran

Trieb über 2.000 seemeilen im Golfstrom: Die gekenterte “Leopard” © US coast guard

 

Der Multihull „Leopard“ vom Typ Atlantic 57 war im November vor der Dominikanischen Republik gekentert und trieb geschätzte 2.000 Seemeilen unentdeckt im Atlantik.

Die Fischer staunten nicht schlecht über den „dicken Brocken“, der ihnen etwa 25 Seemeilen vor dem Naturschutzgebiet Cape Lookout vor North Carolina/USA ins Netz gegangen war: Ein gekenterter, 57 Fuß langer Fahrten-Katamaran namens „Leopard“!

Dem Boot war anzusehen, dass es bereits einige Seemeilen „kopfüber“ hinter sich gebracht hatte. Dennoch klopften die Fischer zunächst an den Rumpf, um etwaige Überlebende an Bord auszumachen und alarmierten dann die Küstenwache. 

Die fand schnell heraus, dass es sich bei dem Katamaran um eine im November 2016 vor den Küsten der Dominikanischen Republik gekenterte Fahrtenyacht handelte. An Bord waren damals drei erfahrene Segler, die in plötzlich aufkommenden 50-Knoten-Böen die Gewalt über ihr Boot verloren.

Im Golfstrom abgetrieben

Zehn Stunden nach der Kenterung wurde die drei Segler – nur einer von ihnen hatte sich leicht verletzt – durch die Crew eines Handelsschiffs von der „Leopard“ abgeborgen. Als bereits 48 Stunden später eine Bergungsfirma den Katamaran im Seegebiet der Kenterung aufwändig suchen ließ, war von dem keine Spur mehr zu finden. Man nahm an, das Boot sei gesunken. 

Tatsächlich trieb die „Leopard“ jedoch – selbst in normalem Seegang nur schlecht sichtbar – mit dem Golfstrom gen Nordwesten, bis es nun den Fischern „ins Netz ging“. 

Mittlerweile wurde der Katamaran von einem US-Bergungsunternehmen zur Küste geschleppt und offenbar bereits wieder aufgerichtet. Derzeit untersuchen Versicherungsfachleute die „Leopard“.

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