DGzRS: Seit der Gründung 82.222 Menschen gerettet – 2015 waren 55 in Seenot

Bilanz der Retter

Auf Nord- und Ostsee sind die Seenotretter in ihrem Jubiläumsjahr 2015 rund 2.100 Mal im Einsatz gewesen (2014: rund 2.200). Rund 540 Menschen wurden aus Seenot gerettet oder Gefahr befreit (2014: rund 770).

DGzRS Seenot

Seenotkreuzer HERMANN RUDOLF MEYER und Tochterboot CHRISTIAN am Havaristen. © DGzRS

Seit der Gründung vor 150 Jahren hat die DGzRS insgesamt 82.222 Menschen gerettet. Die Seenotretter blicken auch an Land auf ein erfolgreiches Jahr zurück: Das Jubiläum der DGzRS hat große öffentliche Aufmerksamkeit erfahren.

Im Jubiläumsjahr 2015 haben die Besatzungen der 59 Seenotrettungskreuzer und -boote in Nord- und Ostsee bei insgesamt 2.091 Einsätzen 55 Menschen aus Seenot gerettet.

Darüber hinaus haben sie…
• 483 Menschen aus drohender Gefahr befreit,
• 400 Mal erkrankte oder verletzte Menschen von Seeschiffen, Inseln oder Halligen zum Festland transportiert,
• 63 Schiffe und Boote vor dem Totalverlust bewahrt,
• 941 Hilfeleistungen für Wasserfahrzeuge aller Art erbracht sowie
• 568 Einsatzanläufe und Sicherungsfahrten absolviert.

In vielen Fällen griffen die Seenotretter frühzeitig ein und begrenzten so Schäden bereits im Vorfeld. Zudem sind sie 2.827 Mal in ihren Revieren zwischen Borkum im Westen und Ueckermünde im Osten auf Kontrollfahrt gegangen.

Darüber hinaus war die SEENOTLEITUNG BREMEN (Maritime Rescue Co-ordination Centre, MRCC BREMEN) in 198 Seenotfällen international im Interesse der deutschen Schifffahrt unterstützend oder initiativ tätig.

Einschließlich aller Such- und Rettungsaktionen sowie Kontrollfahrten haben allein die 20 Seenotkreuzer (die 39 Seenotrettungsboote nicht mitgerechnet) im vergangenen Jahr 71.864 Seemeilen (ca. 133.092 Kilometer) in Nord- und Ostsee zurückgelegt.

Seit ihrer Gründung am 29. Mai 1865 hat die DGzRS bis Ende Oktober 2015 insgesamt 82.222 Menschen aus Seenot gerettet oder Gefahrensituationen auf See befreit. Das entspricht der gesamten Bevölkerung der Stadt Villingen-Schwenningen (Baden-Württemberg) und übertrifft bereits deutlich die Einwohnerzahl von Minden (Nordrhein-Westfalen), Marburg (Hessen) oder der gesamten Insel Rügen (Mecklenburg-Vorpommern).

Die Einsatzzahlen verteilen sich auf die einzelnen Küsten wie folgt:

Niedersächsische Nordseeküste
Die Besatzungen der an der niedersächsischen Küste stationierten Seenotrettungskreuzer und -boote haben bei 582 (2014: 620) Einsätzen vier (zwölf) Menschen aus Seenot gerettet und 60 (110) weitere aus Gefahrensituationen befreit.

Schleswig-Holsteinische Nordseeküste
Die Stationen an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste registrierten 255 (2014: 254) Einsätze. Die dortigen Mannschaften retteten zwei (zwei) Menschen aus Seenot und befreiten weitere 21 (34) aus Gefahrensituationen.

Schleswig-Holsteinische Ostseeküste
An der Ostseeküste Schleswig-Holsteins waren die Seenotretter 725 (2014: 797) Mal im Einsatz. Sie retteten 40 (25) Menschen aus Seenot und befreiten weitere 253 (304) aus Gefahrensituationen.

Mecklenburg-Vorpommersche Ostseeküste
In Mecklenburg-Vorpommern waren die Seenotretter zu 529 (2014: 512) Einsatzfahrten unterwegs. Sie retteten elf (16) Menschen aus Seenot und befreiten weitere 149 (265) aus Gefahrensituationen.

Quelle: DGzRS

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