Fundstück

Von Angsthasen und amputierten Pfoten

Heute im Abendblatt: Eine Lehrerin verklagt eine 16-jährige Schülerin, weil sie Hasen an die Tafel gemalt haben soll. Auf den ersten Blick scheint ein gemalter Hase nicht unbedingt etwas Schreckliches darzustellen. Aber diese Lehrerin hat offenbar eine Hasenphobie. Als wenn es nicht genug Probleme auf dieser Welt gäbe. Das heißt, wenn ein Hase auf die Tafel gemalt ist, rennt sie schreiend raus. Kein Wunder, dass die Schüler das lustig finden. Was macht die gute Frau eigentlich zu Ostern?

Das hat prinzipiell nichts mit dem Thema Segeln zu tun. Aber vielleicht ist diese Frau Seglerin. Vielleicht hat sie ein schlechtes Gewissen. Vielleicht trägt sie eine abgeschnittene Hasenpfote mit sich herum. So könnte man jedenfalls den Bogen von der Abendblatt-Geschichte zu dem Thema spannen, das die Segelwelt vor einigen Jahren in ihren Bann zog. Denn es stellte sich heraus, dass viele erfolgreiche Segler eine Hasenpfote auf dem Wasser mit sich führen. Schließlich soll Glück bei diesem Sport hin und wieder eine Rolle spielen. Das abgetrennte Nager-Gebein hat in diesem Bezug eine größere Bedeutung erlangt. Der Glaube soll von den Kelten stammen.

Spontan gründete das geschundene Hasen-Volk damals die Organisation R.A.L.L.F Rabbits against loosing lucky feets. Die Tiere wollten Aufmerksamkeit für ihr Schicksal erreichen und die Amputationen nicht länger hinnehmen. Sie fanden Gehör beim Kiwi Segelheld Grant Dalton. Der Werbebotschafter der Firma Suunto überbrachte im legendären Werbespot der Hasengemeinde die frohe Botschaft, dass Suunto jetzt Geräte (Uhren, Kompass u.a.) entwickele, die eine Hasenpfote nicht mehr nötig machen. Der geniale Werbe-Claim hieß: “Suunto replacing luck”. Seitdem führen die Tiere wieder ein beschauliches Leben.

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https://northsails.com/sailing/de/byt-til-nyt-dag

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