Kiel Extreme Race 2013: Mit F18 Katamaranen durch die dänische Südsee

Für die Harten

Das Vorbild: Archipelago Raid Video von 2010

Das Kiel Extreme Race soll mit Formula 18 Katamaranen nach dem Vorbild der Archipelago Raid in sechs Etappen durch die Ostsee führen.

Michael Walther

Michael Walther trainiert auf seinem F18 Hobie für den langen Schlag. © Walther

“Mal sehen ob die deutschen Segler weich sind oder nicht”, sagt Michael Walther. Der Katamaran-Spezialist, der schon mit Roland Gäbler bei der Extreme Sailing Series antrat, organisiert mit Kiel Marketing, voraussichtlich dem Kieler Yacht-Club und Arhus Sailing, eine Art Archipelago Raid Langstrecken Rennen.

Bei dem schwedisch finnischen Vorbild, das inzwischen unter dem Namen Raid Revenge firmiert, handelt es sich um eine Etappen-Regatta mit F18 Katamaranen, bei denen die besten Multihull-Segler der Welt gegeneinander antreten. Oracle USA Protagonist Darren Bundock war einer der letzten Sieger bei diesem Ausdauer-Abenteuer. Walther der bei für die boot-Werbekampagne das Gesicht des Segelns war, nahm 2005 selber als erster Deutscher bei der Raid mit seinem Bruder teil.

Kiel Extreme Race

Der geplante Kurs beim 500 Meilen langen Kiel Extreme Race für F18 Katamarane. © Walther

“Geschlafen wird an Land, gestartet morgens um 5:30 etwa bei Sonnenaufgang”, beschreibt Walther seinen Plan für das 500 Meilen lange Kiel Extreme Race. Neun Etappen sind geplant. Dabei führt der Kurs von Kiel rund Fünen über Sonderborg, Kolding, Aarhus und Odense zurück nach Kiel.

Bis zu 30 internationale Teams sollen fünf Tage und vier Nächten intensiv nahezu nonstop an fünf Tagen und vier Nächten auf den offenen Katamaranen segeln. Dabei sollen sie 100 Checkpoints finden, die auf Inseln, Pontons, Stränden, Booten und Leuchttürmen platziert sind. Hilfe von außen ist verboten aber paddeln erlaubt.

Jeweils mittags erreicht das Feld nach 6 bis 10 Checkpunkten ein Hauptquartier, an dem die restlichen, für den Tag relevanten Checkpunkte ausgegeben werden. An diesem Headquarter erfolgt entweder ein halbstündiger Stopover, nach dem mit den selben Abständen gestartet wird, wie die Teams angekommen sind. Oder es erfolgt ein Neustart und damit eine zweite Etappe des Tages.

Michael Walther Archipelago Raid.

Michael Walther hatte 2009 Spaß bei der Archipelago Raid. © Th Martinez

Das Startgeld liegt etwa bei 850 € und damit 250 € unterhalb dessen, was es in Schweden kostet. “Das mag für deutsche Verhältnisse viel sein, ich weiß”, sagt Walther. “Anders geht es bei so einer Veranstaltung aber nicht. Jede Menge Personal, Fahrzeuge und Verpflegung muss organisiert werden.”

Michael Walther ist gespannt auf das Interesse. “Wir werden nun bis Ende diesen Monats  abwarten, wie viele Crews sich melden und dann das Programm anpassen. Steine haben wir hier schonmal deutlich weniger als in Schweden, Ausreden gibt’s also keine mehr…. ;-).”

Programm beim Kiel Extreme Race 2013

–       Start: 4. August
–       Ziel: 10. August
–       5 Tage und 4 Nächte non-stop segeln mit F 18 Katamaranen
–       1 Tag Pause in Århus
–       Prolog Rennen in Kiel am 3. August
–       500 Seemeilen
–       Hilfe von außen verboten
–       Paddeln erlaubt
–       GPS Plotter erlaubt

Anmeldeformular
Kontakt: M.Walther@zeroemissions.eu

Spenden
https://yachtservice-sb.com

19 Kommentare zu „Kiel Extreme Race 2013: Mit F18 Katamaranen durch die dänische Südsee“

  1. avatar Ketzer sagt:

    Na, das kann ja was werden, wenn die Teams nachher gesammelt vor Falshöft herum kreuzen und verzweifelt nach Sonderborg Ausschau halten… Ist das etwa ‘ne offizielle Karte vom Event???

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    • avatar Michael sagt:

      Es handelt sich hier lediglich um eine beispielhafte Route, wie sie auf die Teilnehmer zukommen könnte.

      Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 6 Daumen runter 5

  2. avatar Dietmar Hund sagt:

    Einmal Segelkurs für Ketzer bitte!!!
    Schwerpunkte:
    – Was ist ein Kompass?
    – Wie benutzt man eine Seekarte?

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 4 Daumen runter 8

  3. avatar Dietmar Hund sagt:

    Ergänzung:

    Geile Idee! Wer auch immer da ankommt, ist ein wirklich Manns-honoriger Seebär! Ahoi und viel Erfolg!

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    • avatar Manfred sagt:

      Jo, tolle Sache.
      Vermutlich darf dann jeder erfolgreiche Teilnehmer auch einen Stecker im rechten Ohr tragen…

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  4. avatar Andreas Ju sagt:

    Tolle Initiative! Ich hoffe es klappt, ist ja eine Mordssache (und stimme im übrigen Ketzer zu, Sonderborg auf der Karte mal ein wenig nach Norden zu verlegen)

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  5. avatar grasmücke sagt:

    darf man da auch mit einem topcat k2 mitmachen?

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  6. avatar grasmücke sagt:

    bzw. wer verleiht f18er?

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  7. avatar jorgo sagt:

    Super!!!!

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  8. avatar Stumpf sagt:

    Warum die Beschränkung auf F18? Es gibt doch auch Tornados, etc.

    Funktioniert Round-Texel nicht auch mit allen möglichen Kats?

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  9. avatar Michael sagt:

    Die Beschränkung auf eine Bootsklasse hat den Grund, dass ein homogenes Feld einfach wesentlich dichter zusammen bleibt. Dies erhöht die Sicherheit und macht so ein Rennen erst möglich. Die 10 – 20 Checkpunkte am Tag werden ja nicht morgens ausgelegt, sondern während die Teams unterwegs sind. Wenn nun die ersten bei Punkt 8 sind, die letzten aber erst beim Dritten, führt das zu einem deutlichen Mehraufwand.
    Bei der Ronde im Texel steht der Kurs fest und die Teilnehmer segeln halt auch keine 15 Stunden, oder nur die wenigsten…

    Die Erfahrungen beim Archipelago Raid haben gezeigt, dass das 30 Boote Feld so binnen 60 Minuten im Ziel ist.

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  10. avatar Marcus Mattis sagt:

    Sehr coole Idee, Micha! Marine Viau auch am Start?

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  11. avatar ccff sagt:

    Das ganze geht auch entspannt. Macht der ccff jedes Jahr, allerdings begrenzt auf 10 Boote. Hier z.B. in gut drei Tagen rund Fünen:
    http://ccff.de/chronik/seiten/langstrecke_2009.php?&sF=/langstrecke_2009

    Kann man jedem nur empfehlen, muß gar nicht so extrem sein, allerdings ist die Entspannung und der Spaß beim ccff bei diesen Fahrten auch kaum auszuhalten. 🙂

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  12. avatar Wilfried sagt:

    Schöne Idee, da müssen aber noch wilde Schleifen rein weil der Kurs der zu sehen ist man gerade für 300 Meilen reichen würde.

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