Mini Transat: Lina Rixgens repariert Ruderschaden – wieder unterwegs Richtung Kanaren

Schreck nach Kap Finisterre

Mal eben schnell einen Schaden auf hoher See beheben… dafür braucht man Nerven wie Dyneema-Seile! Entsprechend ist jede geglückte Reparatur ein Sieg – vor allem wenn frau allein unterwegs ist. Chapeau! 

Was war nur mit Lina Rixgens los bei der Mini Transat? Gestern am späten Vormittag machte die 23-jährige Medizinstudentin plötzlich kaum noch Meilen und war nur mit 1,3 kn Geschwindigkeit unterwegs. Die Europe-Seglerin, die als erste Deutsche die Transatlantik-Regatta beenden möchte, schien in Schwierigkeiten, doch einen Notruf hatte sie nicht abgesetzt. Bis zum frühen Nachmittag trieb sie Richtung Osten, es schien sogar, als wolle sie einen portugiesischen Hafen anlaufen. 

Lina Rixgens © blondsign/schurr

Eines der Begleitboote wurde offenbar von der Regattaleitung in Richtung Lina geschickt, doch die Ministin signalisierte, dass wieder alles okay bei ihr und dem Boot sei. 

Gestern Abend machten dann mehr Informationen in den sozialen Medien und auf der Mini Transat-Website die Runde: Demnach war am Quergestänge zwischen den beiden Ruderblättern ein Schaden aufgetreten, den sie auf See in bester Ministen-Manier reparieren konnte, da sie entsprechenden Ersatz dabei hatte. 

Jetzt segelt Serien-Mini 732 mit der Europe-Seglerin, die für den Verein Seglerhaus am Wannsee am Start ist, wieder Richtung Südsüdwest.

Chapeau, Lina. Hoffentlich hält die Reparatur bis auf die Kanaren… alle drücken die Daumen! 

Lina Rixgen wurde in Bergisch Gladbach geboren und verbrachte ihre Schulzeit in Köln. Seit 2012 studiert sie Medizinin Belgien.  2004 hat sie mit dem ambitionierte Regattasegeln begonnen. Im Opti gehörte sie dem NRW-Kader, 2009 erfolgte der Umstieg in die Europe. Es folgten Teilnahmen bei großen internationalen Regatten und Weltmeisterschaften. Mit dem Segel Club Ville qualifizierte sie sich für die 2. Bundesliga.

Vom Oktober 2009 bis Mai 2010 nahm sie an dem Projekt “High Seas High School” teil und segelte auf einem Gaffelschoner 14.300 Seemeilen von Hamburg nach Mittelamerika und zurück bewältigt. Auf dieser Erfahrung basierte der Wunsch, das Regatta-Segeln mit dem Hochseesegeln zu verbinden.

Sie sammelte Erfahrung mit dem Hamburgischen Verein Seefahrt und der “Segelgruppe Störtebeker” und segelte mit der Regattayacht “Haspa Hamburg”, einer Judel/Vrolijk 52.

Ab 2012 interessierte sie sich für die Mini-Transat Szene in Frankreich. Seit Anfang 2016 hat sie einen Mini 6.50 zur Verfügung gesponsert durch CPM Hubert Hell GmbH. Mit Regatten in Frankreich und Spanien hat sie siech auf den Höhepunkt Mini Transat 2017 vorbereitet. Ihre Basis ist La Rochelle.

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Michael Kunst

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15 Kommentare zu „Mini Transat: Lina Rixgens repariert Ruderschaden – wieder unterwegs Richtung Kanaren“

  1. avatar breizh sagt:

    Im Moment sieht es nicht so richtig gut für unsere deutschen Starter aus. Jörg Riechers scheint sich irgendwie verkalkuliert zu haben und kommt nicht so richtig wieder ran. Oliver Tesslof ist auch zurückgefallen. Schade eigentlich!
    Aber alle sind noch im Rennen und Lina Rixgen drücke ich die Daumen, das sich das Heimwerken lohnt.

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  2. avatar Yachtie sagt:

    Sa. 08:00

    Ich denke, wenn Lina als Newcomerin Las Palmas erreicht, ist das bereits ein Erfolg für sie.
    Viel Schiffsverkehr https://www.marinetraffic.com/de/ais/home/centerx:-6.7/centery:42.6/zoom:5 und infolgedessen nur kurzer Schlaf, stellen eine hohe Belastung dar.

    Riechers liegt mit dem Proto inzwischen 40 sm hinter dem Serienboot von Clarisse Cremer.

    Man könnte fast meinen, dass Clarisse Cremer bessere Wetterinformationen zur Verfügung stehen als Riechers.
    Statt in südöstlicher Richtung aus der Flautenzone herauszusegeln, steuert er in das Flautengebiet hinein.

    Gibt es an Bord der Lilienthal evtl. ein technisches Problem oder setzt die Konkurrenz für die Wetternavigation illegale Elektronik ein ?

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    • avatar ChrisL sagt:

      Yachtie, ohne Jörg zu nahe treten zu wollen, aber seine Vorbereitungsphase war relativ kurz. Ein technisches Problem ist daher gut möglich.
      Clarisse arbeitet seit zwei Jahren nahezu ununterbrochen an der Vorbereitung dieses Rennens. Sie hat jeden Aspekt des Mini Transat akribisch vorbereitet, so auch die Wettertaktik.

      Ich war selbst erstaunt als ich letzten Herbst mit meinem neuen Boot die “Offshore” genannten 1-2 Tage langen Testregatten der Trainingsgruppe in Lorient mitgemacht habe, denn die Vorbereitung dieser Trainings stand der Vorbereitung eines mehrtägigen Rennens in nichts nach. Dieses Level an Professionalität ist beeindruckend.
      Außerdem hat Clarisse bereits während des Transgascogne ihren Weltempfänger ausprobiert und korrekt eingestellt, wird also kein Problem haben die Wetterberichte der Rennorganisation als auch z.B. von BBC2 zu empfangen. Darüber habe ich mich mit ihr in Aviles noch unterhalten.

      Als Mitglied der Trainingsgruppe in Lorient habe ich vor dem Start auch die Briefing-Unterlagen für die erste Etappe vom Trainer erhalten und er hat die Situation bereits letztes Wochenende ziemlich exakt vorhergesagt, inklusive der Schwachwindzone mitten im Weg. Bislang fahren die Boote aus Lorient (so auch Fred Moreau, 455 in einer Pogo2 auf Platz 6!) im großen und ganzen dem Briefing des Trainers nach.
      Pierre Chedeville, Tom Dolan und Oliver Tessloff zum Beispiel scheinen eine leicht andere Strategie zu fahren, sind aber alle drei auch Mitglied der Trainingsgruppe in Concarneau, haben also ein anderes Wetterbriefing bekommen.

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      • avatar breizh sagt:

        Danke an ChrisL für die interessanten Zusatzinformationen. Das Wetterbriefing der Lorient Trainingsgruppe war ja schon bei der Trasngascogne mit etwas mehr Erfolg gekrönt.
        Clarisse ist halt nicht nur eine lustige YouTuberin sondern auch eine exzellente Seglerin. Aber seit wann hören Franzosen den BBC2 oder gibt es dort die Wetterinformationen auch auf französisch :)?

        @MiKu beim nächsten Beschwere doch ein Bericht/Interview über den Trainer der Orient-Trainingsgruppe spannend ode gab essen schon?

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      • avatar Yachtie sagt:

        Danke Chris, für die Insiderinfos. Hätte nicht bgedacht, dass Wetter-/Windprognosen so weit im voraus möglich sind.
        Kurz vor dem Ziel scheint sich noch eine spannende Situation für Clarisse und Lipinski zu ergeben, denn beide sind m.E. zu weit östlich positioniert. und können noch überholt werden, wenn sie keinen Westbogen segeln. Bin gespannt, ob sie dies rechtzeitig realisieren.

        Sehen wir die 921 https://www.facebook.com/scapratracing/ im kommenden Jahr beim Transat ?

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        • avatar ChrisL sagt:

          Ha, ob das nächste Transat dabei ist, mal sehen. Aber einige Regatten werden wir schon fahren.

          Bzgl. der Wetterprognosen: Ja, ich finde es auch fast unheimlich, wie gut die Router und Trainer darin sind, das richtige Wettermodell herauszusuchen. Es ist allerdings schon so, dass ab Tag 3 mehrere Szenarien vorgestellt werden, mit einer klaren Strategie, wie dann damit umzugehen ist. Die setzen also auch nicht alles auf eine Karte.

          Das Routing für Lorient weiß aber ebensowenig wie ich momentan, wie man in Richtung Gran Canaria fahren sollte. Die Wettermodelle unterscheiden sich momentan extrem in der Vorhersage, wie sich das Tief nördlich der Kanaren entwickelt, und ob sich Passatwinde vor der Küste Marokkos entwickeln können oder nicht.
          Aber du hast Recht, der Wind scheint heute Nachmittag und Abend den nord- und westlichen Teil der Flotte zu bevorteilen. Klassisch würde man jetzt sagen, Clarisse und auch Ian sollten sich zwischen der Marke und der Flotte halten. Das ist halt nur leider schwer, wenn man nicht weiß wo die Verfolger sind 🙂

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          • avatar Yachtie sagt:

            Chris, gibt es denn keine Positionsmeldungen nach denen sich Clarisse und Ian, die inzwischen beide den 1. Rang verloren haben, richten können ?

            Mir steht zur Beurteilung der Wetterlage nur der Tracker zur Verfügung http://www.minitransat.fr/en/follow-race/cartography

            Woher dieser die Wetterdaten bekommt, ist mir nicht bekannt.

            Wie ist eigentlich die Trainingsgruppe in Lorient organisiert ? Stehen da Vereine dahinter, die den Trainer finanzieren ?

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  3. avatar ChrisL sagt:

    Nein, Positionsmeldungen erhält man nicht. Es gibt lediglich nach dem Wetterbericht das Classement. Da wird aber nur Bootsnummer und der Rückstand auf den 1. in Meilen angesagt. Wenn du das jeden Tag mitschreibst, kannst du versuchen abzuleiten, ob jemand eher westlich oder östlich von dir ist. Aber ist natürlich ein Mega-Aufwand (das mit zu notieren dauert ziemlich lang) und zudem total fehleranfällig. Ich hab das in 2015 probiert und rückblickend gemerkt, dass die meisten Schlüsse dich ich gezogen habe, falsch waren.

    Der Tracker scheint GFS zu nutzen. Ich sehe mir beim Wetter immer die verschiedenen Modelle nebeneinander an, z.B. GFS, ECMWF und HIRLAM. Da bekommt man einen besseren Eindruck. Während am Kap Finisterre GFS wohl ziemlich daneben lag, scheint es momentan aber gut zu passen.

    Die Trainingsgruppe in Lorient wird von der Region bezahlt. Dazu gehört, dass man Meetingräume nutzen kann, Ansprechpartner hat und bei der Logistik unterstützt wird. Dafür zahlt man 40€ im Jahr als Teilnehmer. Enthalten ist ausserdem das Sportprogramm, bestehend aus (jeweils 1mal pro Woche) einem Schwimmtraining, einem Lauftreff und einem Kraft- und Beweglichkeitstraining).
    Die eigentlichen Trainings, ob Praxis oder Theorie muss man aber auch noch selber zahlen. Ein Training zum Thema Wetter kostet dann so ca. 25€ am Tag. Die Wetter-Routings für das Transat kosten auch noch mal extra, da wird dann aber tatsächlich von der Region was dazu gezahlt, pro Segler waren das damals so 150€ glaube ich.

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    • avatar Yachtie sagt:

      Chris, danke vielmals für die isehr detaillierten Infos.

      Ich persönlich habe einen wesentlich besseren Bezug zu den Minis als zu den von SR hier vorgestellten TP 52 und anderen Yachten der Multimillionäre.
      Ich sehe bei den Minis jedoch einen gewisser Anachronismus, dass zwar modernstes Material hinsichtlich Rumpf, seinen Anhängen, Rigg und Segeln erlaubt sind, moderne Elektronik, die, wie bsw. Wetterplotter auch der Sicherheit dienen, jedoch untersagt sind.

      Interessanter fände ich es auch, wenn die Positionen der Konkurrenten auf dem Schirm zu sehen wären, um danach auch die eigene Taktik auszurichten.

      Wie stehtst Du zu den Restriktionen hinsichtlich der Elektronik ?

      P.S. Glückwunsch zum Gewinn der diesjährigen Transgascogne Double https://www.classemini.com/?titre=transgascogne-2017-double&mode=courses&id_course=312

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      • avatar ChrisL sagt:

        Ja, das Thema mit der Elektronik an Bord der Minis ist tatsächlich kompliziert. Und führt regelmäßig zu hitzigen Debatten beim Abend-Bierchen rund um die Mini-Stützpunkte 🙂

        Schauen wir uns an, was die Restriktionen besagen. Diese sind nämlich nicht nur bei der Elektronik relativ restriktiv, sondern auch bei den Materialien.
        Bei den Serienbooten ist ja Carbon als Baumaterial (ausgenommen für Instrumentenhalterungen) verboten, zudem darf nur gewobenes Polyester für die Segel verwendet werden.
        Das dient der Kostenreduktion und funktioniert schon recht gut, auch wenn man argumentieren kann, dass ein Laminatsegel zwar mehr kostet, aber eben auch deutlich länger hält und es sich somit ausgleicht. Restriktionen gibt es also in vielen Bereichen der Klasse.
        Aber ich schweife ab, es geht ja um Elektronik.

        Ich bin generell Technikfreund und finde die Einschränkung beim GPS auch ein wenig anachronistisch, ein GPS ohne Kartendarstellung ist mittlerweile teurer als eins mit GPS. Aber ich muss auch sagen, wenn man sich dran gewöhnt hat, ist ein GPS ohne Karte komplett ausreichend. Unsere Vorbereitung auf ein Rennen ist so intensiv, dass ich eh so ziemlich jede Tonne und jedes Flach im Kopf habe.

        Du schlägst einen “Wetterplotter” vor. Da bin ich nicht ganz sicher was du meinst, ich spiel also ein paar Optionen durch:
        1. Navtex. Ist vom Informationsgehalt dürftig und hat in meinen Augen keinen Vorteil gegenüber dem gesprochenen Wetterbericht. Ausnahme: Synop-Meldungen von Frachtern. Aber ich glaube das wird kaum noch gesendet. Zudem braucht man eine Antenne dafür, Achterstag haben Minis ja nicht. Also schwierig unterzubringen für wenig Effekt.
        2. Ein Laptop. Klar, Laptop ist cool. Da kann ich mir dann vor dem Start die GRIB-Files drauf laden und mir immer wieder mal ne neue Route berechnen lassen. Aber: Ein Laptop braucht richtig Strom. Und der ist Mangelware auf einem Mini. Aber gut, packen wir eben 10 Liter Methanol mehr ein und lassen die Brennstoffzelle laufen, dann ist das Stromproblem gelöst. Gehen wir also davon aus, wir erlauben Laptops. Also, Toughbooks müssen es schon sein, denn trocken ist es auf einem Mini selten. Ein gebrauchtes Toughbook schlägt mit 2000€ zu Buche, aber gut. Wir haben das jetzt mal an Bord.

        Aber, bei einem mehrere Tage langen Rennen bringen mir die GRIB-Files von vor 5 Tagen nix. Ich brauche ja aktuelle. Und die Positionen der Konkurrenz auch bitte. Also habe ich jetzt wieder zwei Optionen, wie ich die empfangen kann:
        1. Empfang per Sailmail und Pactor-Modem. Wenn du so eine Installation schon mal gesehen hast, weißt du dass die nicht so ganz klein ist und einiges wiegt (abgesehen mal vom Preis). Platz haben wir auf einem Mini aber nicht und Gewicht wollen wir auch nicht, sonst funktioniert das Konzept des Bootes nicht mehr.
        2. Empfang per Satellit. Eine richtige Satellitenanlage ist natürlich viel zu groß und braucht auch zu viel Strom. Platz für den Antennendom haben wir auch nicht. Bleibt also ein Satellitentelefon oder Iridium Go für den Internetempfang. Kostet nochmal 500-1000€ plus natürlich die monatlichen Kosten für den Vertrag. Das klingt schon machbarer.

        Jetzt hat also jeder Rennteilnehmer (der es sich leisten kann), dieses Equipment an Bord. Jeder der es sich nicht leisten kann, wird gar nicht mehr antreten. Die Klasse würde also kleiner.
        Ich persönlich könnte mir so eine Ausrüstung wahrscheinlich unter Schmerzen noch leisten. Aber was würde denn jemand mit richtigen Ambitionen tun? Der würde sich einen Wetter-Router an Land hinsetzen, den er regelmäßig anrufen kann, der das “Denken” für ihn übernimmt und ihm nur das Ergebnis durchgibt.
        Das kann man an Bord natürlich nicht schlagen, d.h. schnell wäre der Wetter-Router das “must-have”, und wieder würden einige das Mini-Segeln aufgeben weil sie keine Chance hätten bei diesem Wettrüsten mitzuhalten.

        Alles in allem würde dadurch also die Klasse kleiner und teurer.
        Und was wäre das Ergebnis für die zwar treue aber doch recht kleine Fan-Basis: nix.
        Die Boote wären vielleicht in so einem Rennen 12h früher im Ziel.

        Aber wir hätten etwas entscheidendes verloren. Das besondere der Classe Mini und des Mini Transat: “le plus solidaire des Transats” (das einsamste der Transats – du bist komplett auf dich allein gestellt). Und das wäre doch irgendwie schade.

        Und jeder, dem die Restriktionen nicht gefallen hat ja die Auswahl: Er kann Figaro segeln und darf den Laptop dabei haben. Er kann Class40 segeln und hat ein Imarsat-System dabei. Oder er kauft sich einen gebrauchten Mini 6.50, nimmt ein wasserdichtes Tablet mit und segelt bei der Nordseewoche Rund Skagen solo.

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        • avatar Yachtie sagt:

          Danke vielmals, Chris für die sehr ausführlichen Informationen.

          Wie das Wetter an Bord kommt, scheint ein sehr komplexes Thema zu sein. Wünschenswert wäre es m.E schon, denn das Mini-Transat zeigt uns gerade ein Favoritensterben aufgrund fehlender Wetterinformationen.

          Ich habe gerade die folgende Software ergoogelt:

          Expedition – Taktische Navigationssoftware und Wetterrouting

          http://2sail.com/produkt/expedition-taktische-navigationssoftware-und-wetterrouting/

          Dass man in der Mini 6.50 die Kosten für den Einstieg in die Klasse geringb halten möchte, kann ich allerdings auch gut verstehen.

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          • avatar eku sagt:

            So komplex ist das nicht, nur etwas aufwändig – Minitransat ist halt etwas “alte Schule” oder wie Agent Molder zu sagen pflegte: “Scully – Die Wahrheit ist irgendwo da draußen …”

            Allen Respekt vor der Regatta!
            Ich habe das auch erst jetzt erfahren, wie das mit den Wetterdaten läuft und damit auch mehr Verständnis für die individuellen Entscheidungen.

            Eigentlich schade, dass diese Bedingungen über eine Kommentarfunktion vermittelt werden (Was dann wiederum absolut Spitze ist – vielen Dank dafür an ChrisL). ich denke eher Aufgabe der Betreiber einer amateur/professionellen Webseite. Ich kann nicht genug französisch um mir das auf den Veranstalterseiten anzulesen.

            Ist übrigens ein mE beliebter Konflikt: Die jüngeren starren auf den Rechner und erzählen was von dem Wind der eigentlich sein müsste … die älteren leben mit der Wahrheit, siehe Agent Molder (Bin selbst zwar älter, hänge aber auch dauernd vor dem Rechner …)

            Ist absolut verständlich den Einsatz von Technik auf diese Art einzuschränken und auch richtig!
            Habe selbst mal in den 90er Jahren eine rund Skagen gesegelt, bei der wir (legal) gemogelt haben: Shore crew an land mit Auto, Wetterfax und Antenne – an jedem Kap bekamen wir beste Wetterinformationen per gsm. Dafür ist aber jemand (mit Spaß dran natürlich) mit dem Auto die Regatta mitgefahren.
            War natürlich auch irgendwie ein Joke, aber alleine die gsm-Kosten waren absurd und wenn mein Freund nicht einfach bock auf so eine Aktion gehabt hätte, wäre das unbezahlbar gewesen.
            1-2 Ausgaben der Rund Skagen später war es praktisch schon unmöglich ohne Online Kontakt einigermaßen erfolgreich mitsegeln zu können.

            Für den normalen Fahrtensegler ist die Entwicklung natürlich super: Man kann wirklich absehen, ob es Sinn macht, das Boot in zB SüdHolland zu übernehmen oder ob man lieber noch eine Woche wartet. Dennoch sollte jeder außerhalb der Küstengewässer wissen wie unvorhersehbar sich einige Luftdruckgebilde entwickeln können und vor allem unter welchen Bedingungen sie dass am liebsten tun.
            Die Wahrheit ist eben da draußen.

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          • avatar Yachtie sagt:

            @eku
            Ich bin eher für den Einsatz von “Wetterkarten-Elektronik” denn wir sehen ja gerade, was passiert, wenn kein Wetter-Routing möglich ist, da die übermittelten Daten dies nicht zulassen:

            Die Regatta mutiert zu einem reinen Glücksspiel !!!

            Gut zu beobachten bei den Serien-Minis, wo Clarisse Cremer unverschuldet auf Platz 10 zurückgefallen ist, da sie keine ordentlichen Wetterdaten erhalten hat.

            Die Minis hätten also genausogut zuhause bleiben können, um das Ergebis am Würfeltisch zu ermitteln.

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          • avatar Yachtie sagt:

            @eku

            Skipper Udo ist ebenfalls wie ich der Meinung, dass “Wetter für Skipper und Navigatoren auf Yachten und Schiffen ist ein unerschöpfliches Thema.” ist.

            http://www.skipper-wws.de/downloads/Wetter%20an%20Bord.pdf

            Ausserhalb des Sendebereichs der Mobilfunknetze werden bsw. SSB + Pactor, Iridium und Inmarsat verwendet.

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  4. avatar Yachtie sagt:

    Der Jörg hat “Lilienthal” wider Erwarten kurz vor dem Ziel doch noch zum Laufen gebracht und hat jetzt durchaus noch die Chance auf einen Podiumsplatz.

    Clarisse hat sich bis auf 1 sm wieder an Platz 1 herangepirscht. 🙂

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