Rekordversuch: Österreichischer Mini-Transat-Segler Kargl im Laser auf Langfahrt

Strapazen eingeplant

Der österreichische Mini-Transat-Segler Christian Kargl ist zum Rekordversuch im Laser gestartet. Er will die Bestmarke von 346,04 Seemeilen für die längste einhand gesegelte Strecke in einem Dinghy überbieten.

Christian Kargl, Rekord

Christian Kargl mit seinem vollgepackten Laser kurz vor dem Start. © Kargl

„Angst habe ich vor dem Schlafmangel und dem extrem schaukeligen Laser“, sagt Christian Kargl vor dem Start zu seinem Rekord-Abenteuer an der kroatischen Küste. „Die Strapazen werden mich nach dem Transat Abenteuer erneut an meine absoluten Grenzen bringen.“

Der Österreicher, der 2005 die Mini-Transat-Regatta überstanden hat, ist nun mit einem noch kleineren Boot vor der kroatischen Küste  zum Rekordversuch gestartet. In diesen Stunden hat er abgelegt, um mindestens 346,04 Meilen am Stück mit einem Laser zu bewältigen und damit den bestehenden Guinnessbuch-Rekord zu brechen.

Mexikanerin will noch weiter segeln

Kargl geht damit den Rekord des Amerikaners Robert Suhay an, der diese Bestmarke Ende 2015 aufgestellt hatte. Er will damit der viermaligen Segel-Olympiateilnehmerin für Mexiko Tania Elias Calles zuvor kommen, die im Sommer die mehr als 2000 Meilen von Kalifornien nach Hawaii bezwingen will und danach ein Vendée Globe Projekt plant.

Christian Kargl

Auftakeln in Lederhose. © Kargl

Kargl sammelt mit seiner Aktion Geld für eine Gemeinnützige Organisation, die so genannten Schmetterlings-Kindern mit extrem verletzlicher Haut hilft. 2000 Euro kamen bisher zusammen. Außerdem wirbt er für seine Firma 2Sail mit der er Sicherheitstrainings veranstaltet und Segel-Wissen anbietet zum Beispiel in Bezug auf Yacht-Elektronik.

Der Einhand-Spezialist wird auch als Geschichtenerzähler gebucht. So hat er schon in einigen Vereinen darüber geredet, wie er 2005 als 28-jähriger Rookie als erster Österreicher in der Geschichte der Mini Transat auf einem 6,50 m langen Prototypen von La Rochelle nach Salvador de Bahia segelte.

Christian Kargl

Mast-Arbeiten beim Mini-Transat 2005. © Kargl

“Nicht alles lief nach Plan”, schreibt er. “Vorstag gebrochen, Pinnenausleger defekt, Generator durch Salzwasser zerstört, Kenterung vor Lanzarote … schließlich Mann über Bord 35 Seemeilen vor der Küste Brasiliens und Rettung durch den damals erst 18-jährigen Spanier Hugo Ramon. die Liste ist lang!” Erlebnisse, auf die er bei seinem Laser-Törn gerne verzichten möchte.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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5 Kommentare zu „Rekordversuch: Österreichischer Mini-Transat-Segler Kargl im Laser auf Langfahrt“

  1. avatar Fakt sagt:

    Der arme Kerl hat Gegenwind und kommt daher nur langsam voran.

    Ist er eigentlich mit oder ohne Begleitboot unterwegs ?

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  2. avatar Fakt sagt:

    War’s das schon ?

    Kargl’s ostsüdöstlicher Kurs ist nicht mehr nachvollziehbar.

    Der Tracker scheint nach 299,95 km stehengeblieben zu sein.

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  3. avatar Fakt sagt:

    “Yeahhhh, I did it —- zwischen Skarda und Ist —- 346sm —-”

    https://www.facebook.com/christian.kargl

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